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Achalasie

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Bei der Achalasie handelt es sich um eine Funktionsstörung der Speiseröhre. Die Störung ist selten und betrifft den untersten Muskel der Speiseröhre. Je nach Beschwerden und Krankheitsstadium wird die Achalasie in drei Formen aufgeteilt, die amotile Form, die hypermotile Form und die hypomotile Form. Wird die Achalasie nicht durch andere Krankheiten verursacht, ist die Ursache in den meisten Fällen unbekannt. Jedoch wird davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eine Autoimmunkrankheit handeln könnte. Die Erkrankung betrifft in vielen Fällen Menschen im mittleren Alter. Zu Beginn der Erkrankung äußern sich die Symptome eher schwach und werden erst im weiteren Verlauf schlimmer, weshalb eine Diagnose häufig eine längere Zeit in Anspruch nimmt. Die Achalasie ist nicht heilbar, weshalb lediglich die Symptome gelindert werden können. Der Krankheit kann nicht vorgebeugt werden, da die hauptsächlichen Ursachen für die Achalasie immer noch nicht bekannt sind. Erkrankte können jedoch Risiken und Komplikationen vorbeugen, wie etwa einer Lungenentzündung. Bei einer Achalasie sollte unbedingt auf das Rauchen und Trinken von Alkohol verzichtet werden. Zusätzlich sollten erkrankte Personen regelmäßig ihre Speiseröhre untersuchen lassen, um weitere Ekrankungen, darunter Speiseröhrenkrebs, oder Komplikationen frühzeitig erkennen zu können. Bei Personen mit einer Achalasie ist das Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken erhöht.

Ursachen
Der Ursprung der Achalasie kann in zwei Kategorien eingeteilt werden, die primäre und sekundäre Achalasie. Bei der primären Form können keine Ursachen gefunden werden, während die sekundäre Form die Folge verschiedener Krankheiten ist. Die primäre Form wird durch beschädigte Nervenzellen im Bereich der Speiseröhre verursacht. Hierbei werden so viele Nerven zerstört, dass die Muskulatur der Speiseröhre nicht mehr ausreichend Informationen bekommt und deshalb nicht mehr richtig funktionieren kann. Dieser Zustand kann dazu führen, dass der unterste Muskel der Speiseröhre nicht mehr erschlaffen kann und sich die Speiseröhre nicht mehr richtig zusammenzieht. Wie genau eine primäre Achalasie entsteht ist bisher noch nicht vollständig geklärt. Forscher gehen jedoch davon aus, dass es sich hierbei um eine Autoimmunkrankheit handeln könnte. So können erblich bedingte Ursachen die Krankheit auslösen oder das Risiko innerhalb einer Familie erhöhen.

Symptome
Charakteristische Beschwerden einer Achalasie sind vor allem Schluckstörungen, Schmerzen im Brustkorb und Aufstoßen von unverdauter Nahrung. Zu Beginn der Erkrankung treten die Symptome zunächst schwach und unregelmäßig auf. Im Krankheitsverlauf werden die Beschwerden jedoch stetig schwerwiegender bis es zu Einschränkungen im alltäglichen Leben kommt. Das erste Symptom bei einer Achalasie sind Schluckstörungen, die sich vor allem bei fester Nahrung äußern. Bei diesen Schluckstörungen haben Betroffene häufig das Gefühl, ihnen würde das Essen im Hals stecken bleiben. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, treten die Schluckstörungen auch bei flüssiger Nahrung auf. Betroffene müssen zudem häufiger aufstoßen, wobei hierbei auch aufgenommene Nahrung zurück in den Mundraum gelangen kann. Das Aufstoßen äußert sich vor allem dann, wenn sich der Erkrankte in einer liegenden Position befindet, was ein zusätzliches Risiko einer Lungenentzündung verstärkt, da während des Aufstoßens Teile der hochwandernden Nahrung in die Luftröhre gelangen können. Bei einer Achalasie kann es zusätzlich zu verstärkten Bewegungen der Speiseröhre kommen, was Schmerzen und Krämpfe hinter dem Brustbein verursacht. Viele Betroffene nehmen diese Symptome fälschlicherweise als Herzschmerzen wahr.

Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, leiden Betroffene häufiger an Lungenentzündungen. Im Verlauf kommt es neben Entzündungen der Lunge auch zu Entzündungen der Speiseröhre, was während des Schluckens starke Schmerzen verursachen kann. Da zudem die Nahrungsaufnahme stark eingeschränkt und erschwert wird, kommt es oft auch zu einem reduzierten Gewicht oder sogar zu Untergewicht. Diese Gewichtsabnahme findet in der Regel jedoch sehr langsam statt.

Diagnose
Bei einem Frühstadium der Krankheit bleibt eine Diagnose oft erst aus, da die symptome nicht charakteristisch genug sind und auf viele andere Beschwerden und Krankheiten hindeuten können. Um überhaupt eine Diagnose stellen zu können, müssen mehrere Untersuchungen an der Speiseröhre durchgeführt werden, wie beispielsweise die Röntgenuntersuchung. Eine übliche und hilfreiche Untersuchungsmethode ist die Endoskopie, also die Spiegelung der Speiseröhre und des Magens. Während dieser Untersuchung können Entzündungen und mögliche Verengungen der Speiseröhre nachgewiesen werden. Die Spiegelung hilft außerdem andere mögliche Erkrankungen auszuschließen, wie etwa Speiseröhrenkrebs. Wenn nötig, entnimmt der Arzt zusätzlich Proben des Gewebes während der Spiegelung. Die Untersuchung der Gewebeproben kann Aufschluss über verschiedene Veränderungen der Speiseröhre bieten. Röntgenbilder können die Speiseröhre und den Magen für den Arzt sichtbar machen. Je nach Krankheitsstadium kann der Arzt die verschiedenen Veränderungen erkennen, wie beispielsweise Verengungen der Speiseröhre. Eine weitere Untersuchungsmethode ist die Manometrie. Hierbei wird der Druck der Speiseröhre durch verschiedene Hilfsmittel gemessen. Bleibt unter anderem der untere Muskel der Speiseröhre während des Schluckens angespannt, erhärtet dies den Verdacht einer Achalasie.

Behandlung
Sobald die Achalasie Beschwerden verursacht und den Erkrankten im alltäglichen Leben einschränkt, sollte mit der Therapie begonnen werden. Hauptsächlich werden während der Therapie ausschließlich die Symptome gelindert, da sich die Krankheit selbst nicht mehr behandeln lässt. Zunächst kann mit verschiedenen Behandlungsmethoden der Druck des unteren Muskels der Speiseröhre verringert werden. Dies ist nötig damit die aufgenommene Nahrung wieder ungehindert in den Magen gelangen kann. Ist die Krankheit noch nicht zu weit fortgeschritten, können Medikamente verabreicht werden, die den Muskel der Speiseröhre entspannen und somit den Druck verringern. Auf Dauer entwickelt der Körper jedoch eine Art Resistenz gegen die Wirkstoffe, weshalb die Medikamente nicht langfristig eingenommen werden können. Ist die Krankheit fortgeschritten, ist eine Ballondilatation sinnvoll. Hierbei wird während eines Eingriffs ein Ballon bis in den Magen geführt, der sich mechanisch aufpumpen lässt und somit den Speiseröhrenmuskel weitet. Es handelt sich hierbei nicht um einen operativen Eingriff. Zudem zeigte sich diese Behandlungsmethode als sehr geeignet und wirksam. In vielen Fällen haben die Patienten über mehrere Monate keine Schluckbeschwerden mehr. Kehren die Beschwerden zurück, kann der Eingriff wiederholt werden. Der Eingriff kann jedoch auch Komplikationen mit sich bringen. So kann es beispielsweise während des Eingriffs zu kleinen Verletzungen der Speiseröhre kommen. Nach dem Eingriff können zusätzlich Entzündungen entstehen, die im Anschluss mit Antibiotika behandelt werden müssen. Sollten die bereits genannten Behandlungsmethoden nicht ausreichend helfen, kommt eine Operation in Frage, bei der die Muskulatur der Speiseröhre gespalten wird. Bleibt eine Achalasie unbehandelt, können schwerwiegende Folgen auftreten. Die Speiseröhre wird hierbei immer mehr geweitet, bis es zu einem sogenannten Megaösophagus kommt. Hierbei kommt es zu einem vollständigen Verlust der Speiseröhrenfunktion.


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