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Akustikusneurinom

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Wird von einem Akustikusneurinom, auch AKN oder Vestibularisschwannom, gesprochen, handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der im Inneren des Schädels entsteht und heranwächst. Das Wachstum bei diesem Tumor ist jedoch sehr langsam. Zudem werden keine Metastasen, also sogenannte Tochtergeschwülste, gebildet, weshalb er auch als gutartig eingestuft wird und daher kein Krebsgeschwulst ist. Aber auch wenn er gutartig ist, kann das Akustikusneurinom Probleme und Beschwerden verursachen.

Es wird zwischen zwei Formen des Akustikusneurinom unterschieden. Die medialen und laterale Tumore. Die medialen Tumore liegen eher im Bereich der Schädelmitte, zwischen dem Hirnstamm und Kleinhirn. Laterale Tumore liegen hingegen weiter außerhalb Richtung Ohren und im inneren Gehörgang. Laterale Tumore haben daher nicht viel Platz zum Wachsen und können somit früher Beschwerden verursachen. Jedoch kann es auch vorkommen, dass große Tumore keinerlei Beschwerden auslösen und kleine Tumore direkt für Symptome sorgen. Es gibt also keinen spezifischen Zusammenhang zwischen der Größe der Tumore und dem Ausmaß der Beschwerden.

Ursachen
Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Akustikusneurinom sind bisher nicht bekannt. Vermutet wird jedoch, dass das Risiko für die Entstehung des Tumors mit den Lebensjahren steigt. Eine Ursache, die jedoch eher die Ausnahme ist, ist die Krankheit Neurofibromatose Typ 2, kurz NF2, bei der es zu gewissen Veränderungen der Gene kommt und dadurch gutartige Tumore im Gehirn und im Rückenmark entstehen können. Diese Erkrankung entsteht oft schon in den jungen Lebensjahren. Kommt es auf beiden Seiten des Schädels, also auch an allen Hör- und Gleichgewichtsnerven, zu Akustikusneurinome, deutet dies stark auf die Erkrankung Neurofibromatose Typ 2 hin.

Symptome
Ein charakteristisches Symptom eines Akustikusneurinom sind Hörstörungen und Ohrgeräusche auf einem Ohr. Zudem kann es auch zu einem Hörverlust kommen. Die Beschwerden können sich schleichend entwickeln oder aber schlagartig auftreten. Entwickelt sich der Tumor, können einige Jahre vergehen bis sich die ersten Symptome äußern. Das liegt daran, dass das Akustikusneurinom sehr langsam heranwächst. In dieser Wachstumsphase hat der Körper genug Zeit sich an die Veränderung anzupassen. Treten Beschwerden auf, ist das erste Symptom in den meisten Fällen Schwerhörigkeit auf einem Ohr, die sich nach und nach verschlimmert. Tritt die Schwerhörigkeit ganz plötzlich auf, verbessert sich der Zustand nach einer Weile wieder bis es erneut zu einer plötzlichen Hörstörung kommt. Nur selten sind beide Ohren von den Symptomen betroffen. Drückt der Tumor auf den Gleichgewichtsnerv, kommt es hin und wieder zu Gleichgewichtsstörungen und Koordinationsstörungen. Die Stärke der Schwindelanfälle kann sich jedes Mal verändern. Der Schwindel fühlt sich für den Betroffenen schwankend an. Ein Drehschwindel tritt bei einem Akustikusneurinom eher selten auf. Seltene Beschwerden treten dann auf, wenn der Tumor auf benachbarte Gehirnnerven drückt. So kann es selten auch zu Gesichtslähmungen oder Geschmacksstörungen kommen. Je nach Lage können auch Übelkeit und Erbrechen auftreten. Wächst der Tumor und erreicht eine zu enorme Größe, kann dies schwerwiegende Folgen für den Betroffenen haben, da lebensnotwendige Ariale blockiert oder eingeengt werden. Der Tumor kann beispielsweise auf die Region drücken, die das Zentrum für Kreislauf und Atmung steuert.

Diagnose
Bei Verdacht auf ein Akustikusneurinom wird zunächst der Hausarzt aufgesucht, der den Patienten in der Regel an einen Spezialisten überweist. Bei einem ärztlichen Gespräch schildert der Patient alle auftretenden Symptome und Beschwerden. Zudem ist die gesamte Krankengeschichte des Patienten für den behandelnden Arzt wichtig. Im Anschluss findet eine körperliche Untersuchung der Ohren statt. Kommt es zu einer Ohrenspiegelung, kann das Akustikusneurinom nicht gesehen werden. Des weiteren wird mithilfe eines Audiogramms überprüft, welche Tonhöhen der Patient bereits nicht mehr hören kann. Zudem werden die Hirnströhme mithilfe einer Hirnstamm-Audiometrie überprüft. Dies gibt Aufschluss über die Funktionen der Gehörnerven und dazugehörigen Hirnregionen. Handelt es sich um einen Tumor, sind die Werte häufig stark verändert. Oft wird auch der Gleichgewichtssinn des Patienten überprüft. Um ein Akustikusneurinom aber eindeutig nachweisen zu können, ist eine Magnetresonanztomografie, kurz MRT, notwendig. Eine Computertomografie ist hingegen unwirksam und bietet keinerlei Nachweis.

Behandlung
Die Behandlung wird individuell für jeden Patienten angepasst und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Dazu gehört beispielsweise die Größe des Tumors und welche Symptome er verursacht. In der Regel kommt eine Operation und eine Strahlentherapie zum Einsatz. Ist der Tumor noch klein und löst kaum bis gar keine Beschwerden aus, kann mit der Behandlung gewartet werden. Ob eine Operation oder eine Strahlentherapie sinnvoll ist, muss zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Eine Operation kommt oft nicht in Frage, wenn der Patient bereits zu alt ist oder er zusätzliche Krankheiten hat, die eine Operation erschweren und den Patienten selbst in Lebensgefahr bringen würden. Auch wenn eine Behandlung nicht sofort stattfinden muss, sofern der Tumor klein genug ist, sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen stattfinden.

Wächst der Tumor jedoch heran, sollte bald eine Behandlung stattfinden. Ab ungefähr 2 cm kommt eine Operation durchaus in Frage. Oft wird auch dann operiert, wenn der Tumor wichtige Hirnregionen belegt und Bereiche einengt. Entsteht der Tumor bei jüngeren Menschen, wird ebenfalls zu einer Operation geraten. Bei einem Eingriff wird versucht mit speziellen Werkzeugen den Tumor zu entfernen. Hilfsmittel ist dabei vor allem das Operationsmikroskop. Um an den Tumor heranzukommen, gibt es verschiedene Areale am Kopf, die einen Zugang bieten können. Der translabyrinthäre, der transtemporale und der subokzipitale Zugang. Der translabyrinthäre Zugang ist für den Patienten der schonenste, bringt jedoch einen großen Hörverlust mit sich. Die letzten beiden Varianten erhalten das Hörvermögen, sind aber etwas riskanter als der erste Zugang. Zudem muss in manchen Fällen der Gleichgewichtsnerv durchtrennt werden, was zu einem starken Schwindel nach der Operation führt. Mit der passenden Behandlung lässt der Schwindel aber wieder nach wenigen Tagen wieder nach. Wie bei jeder Operation, kann auch dieser Eingriff Risiken mit sich bringen. Dazu gehören unter anderem Infektionen oder Blutungen.

Ist der Tumor kleiner als 2 cm, reicht oft eine Bestrahlung aus. Die Strahlentherapie wird oft einmalig, in manchen Fällen aber auch häufiger, durchgeführt. Sind Patienten an Neurofibromatose Typ 2 erkrankt, kommt hier eine besondere Behandlung in Frage. Da beide Seiten des Kopfes bzw. der Hörnerven betroffen sind, ist die Wahrscheinlichkeit stark erhöht, dass es zum Hörverlust beider Ohren kommt. Oft wird hierbei eine Operation mit einer Strahlentherapie kombiniert. Kommt es zum großen Hörverlust, können Therapien mithilfe einer Rehabilitation und speziellen Implantaten erfolgen.


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