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Haarausfall

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Haarausfall kann einige verschiedene Ursachen haben. Außerdem kann es im Verlauf zu einer kompletten Haarlosigkeit kommen. Haare zu verlieren ist an sich normal, da sie nur eine gewisse Lebensdauer haben. Ist diese vorbei, so fällt das Haar aus. Von Haarausfall spricht man erst dann, wenn pro Tag um die 100 Haare ausfallen oder sich lichte bzw. kahle Stellen auf der Kopfhaut bilden. Dieser Zustand muss jedoch über einige Wochen gehen, um als Haarausfall gelten zu können. Kommt es zu einem gesamten Haarverlust, wird von Alopezie oder Alopecia gesprochen. Da es verschiedene Arten und Formen des Haarausfalls gibt, können je nachdem, die Haare später wieder nachwachsen oder nicht. Wenn sie nicht nachwachsen, bedeutet dies, dass die Haarwurzeln zerstört sind. Dies kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben. Vor allem Männer leiden sehr oft unter dem anlagebedingten Haarausfall, fachsprachlich auch androgenetische Alopezie genannt. In dieser Verlaufsform des Haarausfalls entstehen entweder kahle Stellen auf der Mitte des Kopfes oder aber die sogenannten Geheimratsecken. Ist der Haarausfall veranlagt, zeigen sich die ersten Anzeichen oft schon im jugendlichen Alter. Auch Frauen können an einem anlagebedingten Haarausfall leiden. Anders als bei Männern geht dieser aber nicht so weit, bis nur noch eine komplette kahle Kopfhaut übrig ist. Frauen verlieren häufig ihre Haare im Bereich des Scheitels, oder aber die Haare werden an dieser Stelle nur dünner. Bei Frauen entsteht diese Art von Haarausfall häufig in oder nach den Wechseljahren, selten aber auch im Jugendalter.

Bilden sich deutliche runde und haarlose Stellen auf der Kopfhaut oder auch im Bart, spricht man vom sogenannten kreisrunden Haarausfall. Von dieser Krankheitsform sind oft Kinder und Jugendliche, aber auch junge Erwachsene unter 30 Jahren betroffen. Frauen sind von dieser Form von Haarausfall häufiger betroffen als Männer. Auch andere Krankheiten, vor allem Infektionen, können für runde, kahle Haarstellen sorgen, wie etwa bei einer Pilzinfektion.

Eine weitere Form des Haarausfalls ist der diffuse Haarausfall. Hierbei wird das Haar auf der Kopfhaut gleichmäßig lichter. Durch bestimmte Medikamente oder Infektionen können die Haare dünner werden. Wird eine erkrankte Person mit einer Strahlentherapie oder Chemotherapie behandelt, ist die Folge unter anderem häufig ein gesamter Haarausfall. Ist die Therapie vorbei, wächst in den meisten Fällen das Haar wieder nach. Kommt es zu Stress, kann der menschliche Körper darauf ebenfalls mit Haarausfall reagieren.

Ursachen
Kommt es zu einem kreisrunden Haarausfall, kann die Ursache im eigenen Immunsystem liegen. Bei einem diffusen Haarausfall ist der Auslöser häufig eine Schilddrüsenüber- oder unterfunktion. Aber auch Eisenmangel kann einen diffusen Haarausfall verursachen. Da zwischen der Ursache und Ausbruch der Krankheit mehrere Wochen liegen können, ist der Grund nicht immer direkt klar. Eine weitere Ursache kann bereits in der Veranlagung liegen, wobei die Krankheit nicht direkt weitervererbt wird. Vielmehr sind spezielle Gene für den Auslöser verantwortlich.

Bei einem kreisrunden Haarausfall sind die genauen Ursachen bisher unbekannt. Jedoch wird vermutet, dass es sich um diese Form des Haarausfalls um eine Fehlfunktion des Immunsystems handelt und dieses gegen den eigenen Körper angeht. Anstatt Erreger zu bekämpfen, werden die Haare und Haarwurzeln angegriffen, was eine Entzündung auslöst. Auch Stress und psychische Belastungen können einen Haarausfall begünstigen. Eine weitere Ursache für geschädigtes Haar könnten falsche Pflegeprodukte sein, die die Haare zu stark strapazieren. Hierbei kommt es in der Regel jedoch nicht zu einem Haarausfall.

Symptome
Entsteht ein anlagebedingter Haarausfall, beginnt dieser mit zunehmenden lichten Haaren im Bereich der Schläfen und der Stirn. Später bilden sich allmählich Geheimratsecken, bis schließlich eine sogenannte Stirnglatze entsteht. Im Verlauf der Krankheit kommt es oberhalb des Hinterkopfes allmählich ebenfalls zum Haarausfall. Der Haarausfall besteht so lange, bis irgendwann nur noch ein Haarkranz am unteren Hinterkopf übrig bleibt. Wie weit der Haarausfall voranschreitet kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Während manche jungen Erwachsenen bereits einen kompletten Haarausfall erleiden, können manche ältere Menschen nur Geheimratsecken bekommen und kein weiterer Haarausfall entsteht. Leiden Frauen unter Haarausfall, sind sie häufig betroffen, während sie die Wechseljahre haben. Aber auch jüngere Frauen können bereits an Haarausfall leiden.

Kommt es zum kreisrunden Haarausfall, macht sich dieser bemerkbar, indem die Haare schlagartig kreisförmig ausfallen. Diese kleinen haarlosen Kreise können am ganzen Körper auftauchen. Jedoch können die Haare in vielen Fällen wieder nachwachsen, in einem Zeitraum zwischen einem halben und einem Jahr. Sind die Haare nachgewachsen, kann es wiederholt zum kreisrunden Haarausfall kommen.

Fallen die Haare auf Grund anderer Krankheiten aus, wie beispielsweise Schuppenflechte oder eine Pilzinfektion, wachsen sie in der Regel nicht mehr nach, sofern die Haarwurzeln zu stark beschädigt wurden. Neben dem Haarausfall kann es an den betroffenen Stellen zu einem Juckreiz kommen. Die Haut kann sich außerdem röten oder schuppen. Diese Form der Krankheit wird vernarbender Haarausfall genannt. Bei einer speziellen Form dieser Krankheit kann es vorkommen, dass die Haare zwar nicht mehr nachwachsen, die Krankheit aber früher oder später stoppt und sich nicht weiter ausbreitet.

Diagnose
In den meisten Fällen stellt ein Hautarzt die Diagnose. Zuvor findet jedoch ein Gespräch mit dem Hausarzt statt, der anschließend den Patienten an den Spezialisten überweist. Auch beim Spezialisten findet ein Gespräch statt. Der Arzt fragt den Patienten beispielsweise, wie lange und wie stark der Haarausfall bereits anhält. Außerdem ist es wichtig, ob andere Krankheiten vorliegen oder regelmäßig Medikamente eingenommen werden. Gegebenenfalls wird der Arzt auch die Krankengeschichte von Verwandten befragen. Nach dem Gespräch findet eine körperliche Untersuchung stat, bei der Haare, Kopfhaut und auch Finger- oder Fußnägel genauer betrachtet werden. Außerdem wird untersucht, ob bereits eine schwache Krafteinwirkung ausreicht um die Haare von der Kopfhaut zu lösen, indem einzelne Haare herausgezogen werden. Die Methode ist in der Regel schmerzfrei.

Wenn nötig, werden einzelne Haare unter einem Mikroskop genauer untersucht. Dazu gehört vor allem die Struktur, aber auch ob bereits mögliche Schäden sichtbar sind. Oft muss der Patient mehrere Tage auf das Haarewaschen verzichten, bevor er untersucht wird, denn Pflegeprodukte und Ähnliches können das Ergebnis eventuell verfälschen. Ist nach den bereits genannten Methoden noch keine klare Diagnose erkennbar, werden Gewebeproben von der Kopfhaut entnommen. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung und ist daher schmerzlos. Vermutet der Arzt eine andere Krankheit hinter dem Haarausfall, wird häufig eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Behandlung
Die Behandlung des Haarausfalls sollte nicht ohne den Rat eines Arztes durchgeführt werden. Einige Betroffene greifen auf Haarwuchsmittel zurück, die meist jedoch nicht auf ihre Wirksamkeit getestet wurden. Zudem sollte man zuvor abklären, ob überhaupt die Chance besteht, ob die eigenen Haare wieder nachwachsen können oder nicht.

Nicht immer muss Haarausfall durch eine Krankheit ausgelöst werden. Allerdings ist es trotzdem ratsam den Hausarzt dazu zu befragen. Es gibt Wirkstoffe die, je nach Form des Haarausfalls, die Krankheit aufhalten können. Handelt es sich um einen kreisrunden Haarausfall, hört dieser oft von allein wieder auf und die Haare wachsen in vielen Fällen wieder nach. Unter Umständen kann allerdings auch Kortison verabreicht werden um die Heilung zu unterstützen.

Sind die Haare unwiderruflich ausgefallen, könnte eine Eigenhaartransplantation helfen. Hierbei werden noch gesunde Haarwurzeln in die haarlose Kopfhaut eingesetzt. Die ersten Ergebnisse sind oft erst nach einigen Monaten zu sehen und zu Beginn kann es vorkommen, dass die Haare zunächst ausfallen ehe sie gesund nachwachsen.


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