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Hämangiom

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Das Hämangiom wird auch als Blutschwämmchen bezeichnet und zählt zu den gutartigen Tumoren, die häufiger bei Neugeborenen vorkommen. Das Hämangiom entwickelt sich bei dem Baby in der Regel im ersten Lebensmonat, bildet sich im voranschreitenden Kindesalter jedoch oft von allein wieder zurück. In seltenen Fällen können auch ältere Kinder und Erwachsene an ein Blutschwämmchen erkranken. Ein Hämangiom entsteht dann, wenn sich die Blutgefäße übermäßig neu bilden und sich anhäufen. Dieser gutartige Tumor bildet sich in der Zellschicht, die die Blutgefäße umgibt. Je nach Ausmaß dieses Wachstums der Blutergüsse, wird zwischen zwei Formen des Hämangioms unterschieden, das kapilläre Hämangiom und das kavernöse Hämangiom, was auch kurz als Kavernom bezeichnet wird. Das kapilläre Hämangiom ist meistens hellrot gefärbt und besteht aus sehr kleinen Blutgefäßen und ist angeboren während das kavernöse Hämangiom eher rötlich bis bläulich gefärbt ist und aus größeren Gefäßräumen besteht und in den ersten Lebenstagen des Babys entsteht. In manchen Fällen kann das kavernöse Hämangiom jedoch ebenfalls angeboren sein. Kapilläre Hämangiome können einige Millimeter bis mehrere Zentimeter heranwachsen und kommen in der Regel in der Haut oder in den Schleimhäuten vor. Anders als ein kapilläres Hämangiom, können kavernöse Hämangiome bluten. Häufig bilden sie sich im Gesichtsbereich und in Bereichen des Rumpfes. Blutschwämmchen können überall dort am Körper entstehen, wo auch die Blutgefäße liegen, wie zum Beispiel im Gehirn, in der Haut und auch in den Knochen. Sehr häufig entstehen Hämangiome im Bereich des Kopfes und des Halses. Es können auch mehrere Blutschwämmchen auf einmal entstehen. Dies wird dann als Hämangiomatose bezeichnet.

Ursachen
Wie genau ein Blutschwämmchen entstehen kann, ist nicht bekannt. Warum sich die Blutgefäße neu bilden und stark anhäufen, konnte bisher ebenfalls nicht geklärt werden. Vermutet wird jedoch, dass erbliche Faktoren bei der Bildung eines Blutschwämmchens eine Rolle spielen könnten. Dies wird vor allem bei einer Anhäufung von mehreren Hämangiomen am ganzen Körper vermutet. Demnach könnte also die Veranlagung, an einem Hämangiom zu erkranken, weitervererbt werden.

Symptome
In der Regel fällt ein Hämangiom sichtlich kaum auf. Lediglich wenn es sich um ein Hämangiom an der Oberfläche der Haut handelt, können typische sichtbare Merkmale auftreten. Dazu zählt vor allem eine rötliche bis bläuliche Vefärbung der Haut. Zudem können rötliche bis bläuliche Flecken und Knötchen bzw. Wölbungen auf der Haut entstehen. Je tiefer ein Blutschwämmchen unter der Haut liegt, desto bläulicher erscheint es. Oft sieht das Hämangiom dann wie eine Art Bluterguss aus, wobei sich auch die Größe des Hämangioms hierbei stark unterscheiden kann. Je nach Lage des Blutschwämmchens, können unterschiedliche Beschwerden auftreten, die aber auch dann wieder nachlassen wenn das Hämangiom von allein wieder verschwindet. Blutschwämmchen können entweder sehr langsam oder auch sehr schnell heranwachsen. Im fortgeschrittenen Säuglingsalter kommt das Wachstum allerdings häufig zum Stillstand. In vielen Fällen bleiben in diesem Fall die äußeren Symptome sichtbar. Verschwinden die Blutschwämmchen mit den Jahren jedoch vollständig, bleiben meist auch keinerlei Symptome oder Hautveränderungen mehr zurück.

Während ein Säugling bzw. ein Kind an einem oder mehreren Blutschwämmchen erkrankt ist, können verschiedene körperliche sowie seelische Beschwerden auftreten. Je nach betroffener Körperstelle, können auch die Beschwerden unterschiedlich ausfallen. Entsteht ein Hämangiom beispielsweise im Bereich der Achselhöhle, kann dies Druckschmerzen bei dem erkrankten Kind auslösen. Befindet sich das Hämangiom an der Oberfläche der Haut, können ebenfalls unterschiedliche Beschwerden entstehen. Dies passiert vor allem dann, wenn durch das Tragen von Kleidung eine ständige Reibung an betroffener Hautstelle entsteht. Das Blutschwämmchen kann durch die wiederholende Reibung anfangen zu bluten, was wiederum Schmerzen verursacht und mögliche Entzündungen begünstigt. Sehr selten kann das Blutschwämmchen so stark heranwachsen, dass das Herz stärker arbeiten und Blut pumpen muss. Bleibt dieser Zustand unbehandelt, kann es im Verlauf der Krankheit zu einer Herzschwäche kommen. Neben den körperlichen Beschwerden, kommt es oft auch zu einer seelischen Belastung. Kinder leiden vor allem dann psychisch unter der Krankheit, wenn sich das Blutschwämmchen an sichtbaren Körperstellen befindet, wie etwa im Gesicht.

Diagnose
Je nachdem wo sich das Hämangiom befindet, kann die Diagnose recht schnell und einfach oder aber auch langsam und schwierig erfolgen. Befindet sich das Blutschwämmchen beispielsweise in der Haut, kann der Arzt anhand der äußerlichen Symptome darauf eine Diagnose stellen, denn die rötlichen und bläulichen Flecken sind sehr charakteristisch für ein Hämangiom. Um jedoch die genaue Lage und Tiefe des Blutschwämmchens nachweisen zu können, muss eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung bei dem Kind durchgeführt werden. Hat sich ein Hämangiom an einem inneren Organ gebildet, findet der Nachweis in vielen Fällen eher zufällig bei einer Routineuntersuchung statt, wenn der Arzt eine Ultraschalluntersuchung, Magnetresonanztomographie, kurz MRT, oder eine Computertomographie, kurz CT, des Bauchraums bei dem Säugling bzw. Kind durchführt. Denn Blutschwämmchen, die sich im Inneren des Körpers befinden, sind gezielt oft nur schwer zu finden und schwer nachzuweisen.

Behandlung
Da sich ein Hämangiom in den meisten Fällen innerhalb der ersten fünf Lebensjahre von allein wieder zurückbildet, muss nicht unbedingt eine Therapie durchgeführt werden. Sollte ein Blutschwämmchen jedoch immer weiter wachsen, ist eine frühzeitige Behandlung ratsam, vor allem dann, wenn sich der Tumor im Gesicht, an den Extremitäten oder im Genitalbereich befindet. Sollte Unsicherheit bestehen, wann und ob sich ein Hämangiom zurückbildet, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht und dazu befragt werden. Eine Behandlung sollte vor allem aber dann stattfinden, wenn sich ein Blutschwämmchen im Gesicht befindet und die Augen, den Mund und die Nase befällt und einschränkt oder das Kind auf eine andere Art und Weise beeinträchtigt oder seelisch belastet.

Wird sich für eine Behandlung entschieden, kommen verschiedene Methoden in Frage. In der Regel wird das Hämangiom direkt und örtlich behandelt. Eine Behandlungsmethode ist beispielsweise die Laserbehandlung, um das Blutschwämmchen zu entfernen. Da diese Behandlungsmethode jedoch äußerst unangenehm und schmerzhaft für das Kind ist, findet diese Art der Behandlung nur mithilfe einer Narkose statt. Die Laserbehandlung ist jedoch vor allem dann sinnvoll, wenn es sich um einen sehr großen Blutschwamm handelt. Mithilfe der Laserbehandlung kann dieser Blutschwamm verkleinert und im Anschluss operativ entfernt werden. Eine Lasertherapie kommt oft auch dann in Frage, wenn die Lage des Blutschwämmchens ungünstigt oder zu tief ist. Eine weitere Behandlungsmethode ist die sogenannte Kryotherapie. Hierbei werden die Blutschwämmchen mithilfe einer Kälteanwendung bekämpft. Handelt es sich um eine kleinere betroffene Hautstelle, ist keine Betäubung notwendig. Handelt es sich jedoch um ein größeres Hämangiom, sollte die Behandlung nur unter Betäubung stattfinden, da diese Methode ebenfalls Schmerzen verursacht. Zudem kann es bei dieser Behandlungsmethode im Anschluss zu Narbenbildungen kommen. Grundsätzlich sollte bei einem Hämangiom auf einen operativen Eingriff verzichtet werden. Zeigen die bereits genannten Behandlungsmethoden jedoch keinerlei Erfolg, ist eine Operation oft die letzte Möglichkeit um ein Blutschwämmchen zu beseitigen. Ein operativer Eingriff ist häufig auch dann erforderlich, wenn ein Hämangiom eine gewisse Körperstelle zu stark beeinträchtigt. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn sich das Blutschwämmchen im Gesicht befindet und die Funktion eines Auges beeinträchtigt.

Neben einer örtlichen Behandlung, kann auch eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden. Diese kann zusammen mit den bereits genannten Behandlungsmethoden durchgeführt werden werden, aber auch allein als Therapie gelten. In der Regel verschreibt der Arzt die Medikamente dann, wenn das Hämangiom sehr groß ist und auch schnell heranwächst oder aber in ungünstigen Körperbereichen befindet. Medikamente sind vor allem auch dann sinnvoll, wenn sich mehrere Blutschwämmchen gebildet haben. Eine medikamentöse Therapie sollte aber unbedingt nur dann in Frage kommen, wenn es von dem behandelnden Arzt empfohlen wird.


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