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Infantiles Hämangiom

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Das infantile Hämangiom wird auch Blutschwamm, Säuglingshämangiom oder Erdbeerangiom genannt und ist in der Regel ein gutartiger Tumor in der Nähe von Blutgefäßen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder können von der Krankheit betroffen sein. Ein Blutschwämmchen äußert sich durch einen Knoten, der rötlich gefärbt ist und im Verlauf auch größer werden kann. Bei Mädchen tritt der Blutschwamm häufiger auf als bei Jungen. Zudem erkranken Frühchen häufiger an dieser Krankheit. Infantile Hämangiome können überall am Körper entstehen. Oft lösen sie keine Beschwerden aus, jedoch können sie in bestimmten Körperregionen, wie etwa am Auge, für Komplikationen sorgen. Ist der Säugling bzw. das Kleinkind eingeschränkt oder leidet es unter den Beschwerden, sollte der Blutschwamm rechtzeitig behandelt werden. Nicht immer muss ein roter Fleck jedoch ein Blutschwamm sein. Sollten also Veränderungen der Haut bei dem Kind festgestellt werden, sollte dies immer von einem Arzt begutachtet und abgeklärt werden.

Entsteht der Blutschwamm in Körperregionen, die als riskant gelten, kann es zu Komplikationen kommen. So kann der Blutschwamm, wenn er im Bereich des Auges entsteht, auf den Augapfel drücken und ihn verformen. Dies hat die Folge, dass das betroffene Kind an eine Kurzsichtigkeit oder an Schielen erkranken kann. Im ungünstigsten Fall kann das Kind am betroffenen Auge erblinden. Taucht ein Blutschwamm in der Nähe des Mundes auf, kann es zu Verformungen der Lippen kommen. Das Kind ist während der Nahrungsaufnahme oft eingeschränkt. In manchen Bereichen des Körpers kann der Blutschwamm dafür sorgen, dass die Haut wund wird, da es oft zu Reibungen kommt, wie beispielsweise im Genitalbereich. In diesem Fall kann es schneller zu Infektionen, Blutungen und Schmerzen kommen. Entstehen sehr viele Knötchen, wird von einer Hämangiomatose gesprochen. Oft kommt es vor, dass auch innere Organe von den Blutschwämmen befallen werden. Ist das Herz betroffen, kann es unter anderem ohne Behandlung zu einer Herzschwäche kommen.

Ursachen
Die Ursache des infantilen Hämangioms entsteht bereits während des Anfangs einer Schwangerschaft. Hierbei ist die Regulation der Gefäßbildung bei den Ungeborenen fehlerhaft. In vielen Fällen sind kurz nach der Geburt noch keine oder nur wenige Anzeichen eines Blutschwamms zu sehen. Danach wächst der Blutschwamm jedoch innerhalb weniger Wochen zu einem tiefroten und großen Knoten heran. Oft wird der Blutschwamm bis zu zwei Zentimeter groß. Selten kann er aber auch bis zu zehn Zentimeter heranwachsen. Das infantile Hämangiom bleibt über mehrere Wochen oder Monate bestehen und bildet sich im Anschluss wieder von allein zurück. Beschwerden oder Schmerzen treten in dieser Zeit bei Säuglingen und Kleinkindern eher selten auf. In manchen Fällen kann es jedoch zu Blutungen kommen.

Symptome
Infantile Hämangiome können sich in unterschiedlichen Farben und Formen ausprägen. Blutschwämme bilden sich auf der Haut des Kindes und können sehr schnell größer Werden. Zu erkennen sind Blutschwämme durch ihre hellrote bis dunkelrote Farbe. Blutschwämme sind entweder knötchenförmig oder bilden auf der Haut Flecken. Beide Formen können in Kombination auftreten. Die Entwicklung eines Blutschwammes wird in drei Phasen unterteilt, die Wachstumsphase, die Stillstandphase und die Rückbildungsphase.

Bevor sich ein Blutschwamm durch seine rötliche Farbe zu erkennen gibt, entstehen zuvor helle weiß oder rot gefärbte Flecken. Meist entstehen infantile Hämangiome im Bereich des Kopfes und des Halses. Durchaus seltener entstehen Blutschwämme im Bereich des Oberkörpers oder der Arme und Beine. Zu Beginn wächst der Blutschwamm recht schnell heran. Zwischenzeitlich verlangsamt sich die Wachstumsphase. Im Anschluss kann der Blutschwamm über mehrere Monate bis Jahre bestehen bleiben ehe er sich wieder zurückbildet. Zwar bleiben in vielen Fällen keine bleibenden Schäden zurück, durch die der Betroffene eingeschränkt ist, jedoch können beispielsweise erweiterte Blutgefäße oder eine gestörte Pigmentierung der Haut zurückbleiben, sobald sich das infantile Hämangiom wieder zurückgebildet hat.

Diagnose
Wurde ein Arzt aufgesucht, wird dieser zunächst die Eltern oder die Erziehungsberechtigten nach auftretenden möglichen Beschwerden und genauen Hautveränderungen befragen. Dazu gehört unter anderem zu ermitteln, in welchem genauen Alter der Blutschwamm entstand und ob er über die Wachstumsphase des Kindes ebenfalls herangewachsen ist. Wichtig ist zudem zu erfahren, ob es beispielsweise zuvor schon Erkrankungen bei dem Kind gab. Nach dem ärztlichen Gespräch findet eine körperliche Untersuchung des Kindes statt. In der Regel kann der Arzt den Blutschwamm auf der Haut des Kindes mit dem bloßen Auge erkennen. Im Anschluss finden weitere Untersuchungen statt um den genauen Krankheitsverlauf ermitteln zu können und um zu erfahren, wie weit sich der Blutschwamm bereits entwickelt hat. Eine sichere Diagnose ist außerdem wichtig um zukünftige Komplikationen zu vermeiden. Oft wird der umliegende Bereich des Blutschwamms abgetastet um herauszufinden, wie tief dieser unter der Haut liegt. Ist das infantile Hämangiom bereits sehr groß, wird häufig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Mithilfe eines Ultraschallbildes kann ermittelt werden, wie weit der Blutschwamm sich im Körper bereits ausgedehnt hat. Der Arzt muss außerdem feststellen, ob bereits innere Organe von der Krankheit betroffen sind. In manchen Fällen ist es außerdem sinnvoll eine Blutuntersuchung durchzuführen, da unter anderem die Gerinnungswerte weitere Informationen bieten können.

Behandlung
Nicht immer muss ein Blutschwamm behandelt werden. In vielen Fällen bildet sich der gutartige Tumor von allein wieder zurück und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Muss ein infantiles Hämangiom doch behandelt werden, sollte dies so früh wie möglich geschehen. Eine Behandlungsmethode ist beispielsweise die Vereisung des Blutschwamms mithilfe von flüssigem Stickstoff. Diese Behandlung wird als Kryotherapie bezeichnet. Eine weitere Methode um den Blutschwamm zu entfernen ist die gezielte Verödung, also das Verschließen von Blutgefäßen, mithilfe eines Lasers. Nur in seltenen Fällen findet ein operativer Eingriff statt, bei dem der Blutschwamm entfernt werden muss. Es kann außerdem dazu kommen, dass der Arzt den Patienten zusätzlich mit Kortison oder Propranolol behandeln muss. Auch wenn ein Blutschwamm nicht behandelt wird, wird eine regelmäßige Kontrolluntersuchung bei einem Arzt empfohlen. Oft kommt es zu Therapien wenn das Hämangiom unter anderem im Bereich der Augen, Lippen, Nase, Ohrmuschel oder im Genitalbereich auftaucht, da besonders an diesen Körperstellen Komplikationen auftreten können. Ziel der Therapie ist es, das Wachsen des Blutschwamms aufzuhalten und ihn im Anschluss zu beseitigen.

Wurde das infantile Hämangiom beseitigt oder ist es von allein verschwunden, bleibt häufig ein geringer Teil des Blutschwamms zurück. Zwar muss die Behandlung hierbei nicht sofort vollzogen werden, jedoch sollten die restlichen Bestandteile des Blutschwamms mit der Zeit von einem Arzt entfernt werden.


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