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Klaustrophobie

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Leiden Menschen unter einer Klaustrophobie beudetet das, dass sie Angst oder regelrechte Panik vor engen Räumen, großen Menschenmengen oder ähnliches haben. Wenn sie beispielsweise in kleineren Räumen, wie etwa in einem Aufzug, verharren müssen, ist dies äußerst unangenehm für sie und kann unterschiedliche Symptome auslösen. Mithilfe einer Psychotherapie ist eine Klaustrophobie gut behandelbar. Oft sind die Beschwerden jedoch nicht so stark ausgeprägt und müssen nicht zwingend behandelt werden. Eine Psychotherapie sollte dann in Betracht gezogen werden, wenn der Alltag des Betroffenen zu stark eingeschränkt und gestört wird.

Oft kann die Klaustrophobie zusammen mit einer Agoraphobie auftreten, bei der Betroffene in bestimmten Situationen die Angst oder Panikattacke entwickeln, nicht mehr flüchten zu können oder in einem Notfall keine Hilfe zu bekommen. Die Ängste können beispielsweise in engen Räumen oder bei großen Menschenmengen auftreten. Umgangssprachlich wird die Klaustrophobie auch Platzangst genannt. Der Begriff ist jedoch nicht korrekt und erklärt eher das Gegenteil von der eigentlichen Phobie.

Einer Klaustrophobie kann nicht vorgebeugt werden, da der Prozess oft schleichend ist und ein Teufelskreis für den Betroffenen entsteht. Daher ist es wichtig sich so schnell wie möglich Hilfe zu suchen, sollte die Krankheit überhand nehmen.

Ursachen
Eine Klaustrophobie kann mehrere unterschiedliche Ursachen haben und jede kann sich anders auf Menschen auswirken. Naheliegend ist allerdings, dass sich die Phobie etappenweise entwickelt und harmlos anfängt und im späteren Verlauf den Erkrankten im Alltag stark einschränken kann. Im Laufe der Zeit entwickelt der Betroffene dann immer mehr Ängste und immer mehr Situationen können diese Ängste auslösen. Ist die Krankheit zu stark ausgeprägt, kommt der Betroffene allein nicht mehr aus diesem Teufelskreis heraus.

Bei vielen Menschen kann die Klaustrophobie von allein wieder abklingen und äußert sich in Angstsituationen nicht so stark wie bei anderen Personen. Oft verschlimmert sich die Krankheit, wenn der Betroffene beginnt die angstauslösenden Situationen zu meiden. Nicht selten kommt es vor, dass sich Erkrankte in schweren Fällen zurückziehen und sie an Lebensqualität verlieren. Zusätzlich können Betroffene dazu neigen Medikamente, Alkohol oder Drogen zu sich zu nehmen um dem Angstgefühl aus dem Weg zu gehen. Besteht die Gefahr der Abhängigkeit, sollte nicht gezögert werden einen Arzt aufzusuchen.

Symptome
Die Symptome einer Klaustrophobie können sich bei jedem Betroffenen anders äußern. Oft zeigt sich die Klaustrophobie durch ein starkes Angstgefühl, welches auch zur Panik werden kann, schnelles Herzklopfen bishin zum Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit und ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Häufig haben Betroffene das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Blase und Darm sind in Angstsituationen empfindlicher. Klaustrophobiker haben in Angstsituationen das Gefühl, sie könnten der, für sie, bedrohlichen Situation nicht entfliehen. Die Angst kann so stark werden, dass sie sogar befürchten sterben zu können. In der Regel wissen Betroffene, dass ihre Angst übertrieben und unnötig ist, können die Symptome dennoch nicht verhindern.

Bei vielen Betroffenen reicht bereits der Gedanke an eine Angstsituation aus, dass die genannten Symptome auftreten. Außerdem ist ein typisches Verhalten, dass Betroffene Angstsituationen meiden und ihnen aus dem Weg gehen.

Diagnose
Wird eine Klaustrophobie vermutet, ist der erste Ansprechpartner der behandelnde Hausarzt. Bei ihm findet zunächst ein Gespräch statt, bei dem alle auftretenden Beschwerden geschildert werden. Der Hausarzt wird den Patienten in der Regel an einen Psychotherapeuten überweisen, bei dem ein weiteres, ausführlicheres Gespräch stattfinden wird. Für den Psychotherapeuten ist es beispielsweise wichtig zu wissen, wann genau die Symptome auftreten und wie stark diese in dem Moment ausgeprägt sind. Um eine Klaustrophobie nachweisen zu können, kann unter anderem ein sogenanntes Angsttagebuch hilfreich sein. Für den Patienten und auch für den Psychotherapeuten ist es wesentlich einfacher eine Diagnose zu stellen, wenn jede Angstsituation genau aufgeschrieben wird. Manche der Beschwerden, darunter Schweißausbrüche und Herzrasen, können aber auch ein Zeichen für eine körperliche Erkrankung sein. Aus diesem Grund sollte zuvor immer eine körperliche Untersuchung stattfinden, um mögliche körperliche Erkrankungen ausschließen zu können.

Behandlung
In vielen Fällen gibt sich der Patient nicht in Behandlung. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein. Manche Betroffene schämen sich für ihre Ängste, bei anderen sind sie wiederum vielleicht nicht so stark ausgeprägt, dass das alltägliche Leben dadurch negativ beeinflusst wird. Ist die Klaustrophobie nur schwach ausgeprägt, verspürt der Betroffene zwar Angst, kann sich der bedrohlichen Situation trotzdem aussetzen und sie überstehen. Eine Therapie ist in diesem Fall eher unnötig. Besonders geeignet für die Behandlung der Klaustrophobie ist die kognitive Verhaltenstherapie. Der Patient lernt hierbei, wie die Krankheit entstanden sein könnte und welche Methoden er erlernen kann um die Phobie in den Griff zu bekommen. Während der Therapie wird der Psychologe darauf hinarbeiten, dass der Patient seine Krankheit anfängt zu verstehen. Für eine erfolgreiche Behandlung ist daher Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber dem Psychotherapeuten durchaus wichtig.

Die nächste Phase der Therapie besteht aus Konfrontation. Der Betroffene muss sich in diesem Fall Situationen aussetzen, die ihm Angst bereiten und die Klaustrophobie verstärken. Die Situationen werden wiederholt stattfinden, bis dem Patienten immer bewusster wird, dass seine Angst nicht notwendig ist und keine lebensbedrohliche Situation herrscht. In manchen Fällen hilft es dem Patienten zudem, eine spezielle Entspannungstechnik zu erlernen. Diese Technik sorgt dafür, dass der Patient selbst im Angstzustand ruhig bleiben kann. Diese Entspannungstechniken sind für viele schwer zu erlernen, weshalb Geduld und Motivation gefordert sind. Je nach Schweregrad der Erkrankung kann das Erlernen unterschiedlich lang dauern. Neben der Psychotherapie, können bei sehr schwerwiegenden Fällen zusätzlich Medikamente verabreicht werden, die eine beruhigende Wirkung haben. Oft können diese Medikamente jedoch abhängig machen, weshalb sie nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden dürfen. Zusätzlich können auch Antidepressiva verschrieben werden. Dies gilt vor allem dann, wenn neben der Klaustrophobie noch andere psychische Krankheiten, darunter auch andere Phobien wie die Agoraphobie, bestehen. Neben einer psychotherapeutischen Behandlung, können auch Selbsthilfegruppen hilfreich sein und in Betracht gezogen werden.


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