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Krätze

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Krätze ist eine Hautkrankheit und wird auch Skabies/scabies genannt. Ausgelöst wird sie durch kleine Parasiten, die "Krätzmilben" genannt werden. Die betroffenen Hautstellen entzünden sich und lösen einen heftigen Juckreiz aus. Oft sind Hautstellen betroffen, die besonders dünn und warm sind. Die Entzündung entsteht also verhäuft zwischen den Fingern und Zehen, in den Achselhöhlen, am Bauchnabel, an den Brustwarzen und im Genitalbereich. Eher selten hingegen sind der Rücken, der Nacken und der KOpf betroffen. Sind Neugeborene oder Kleinkinder betroffen, entsteht die Entzündung auf der Kopfhaut oder an den Handflächen und Fußflächen. Bei der Krätze gelangen im Schnitt etwa zehn Milben unter die Haut. Bei einer anderen Form können mehrere Hundert Milben unter die Haut gelangen.

Die Hautkrankheit ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Ansteckung erfolgt über den Hautkontakt, wobei dieser für eine gewisse Zeit bestehen bleiben muss, wie etwa bei langen Umarmungen oder während des Geschlechtsverkehrs. Eher selten befinden sich die Erreger auf Kleidungsstücke oder Decken, da sie dort nur sehr kurz überleben können. Ein Erkrankungsrisiko bietet zudem mangelnde Hygiene, da sich die Milben unbeschwert vermehren können und auf der Hautoberfläche überleben. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein höheres Risiko an Krätze zu erkranken.

Ursachen
Der Hauptauslöser der Krätze ist ein Parasit, der Krätzmilbe oder Sarcoptes scabiei variatio hominis heißt. Die Parasiten gehören zu den Spinnentieren und vermehren sich zunächst auf der Oberfläche der Haut. Die Eier werden später unter der Haut abgelegt. Allerdings bleiben auch die Ausscheidungen der Erreger zurück, die anschließend für die eigentliche Entzündung sorgen und den starken Juckreiz hervorrufen. Sind die Krätzmilben aus ihren Eiern geschlüpft, arbeiten sie sich bis an die Hautoberfläche vor. Kratzt man die entzündeten Hautstellen auf, können weitere Bakterien in die Wunden gelangen und für eine schlimmere Entzündung sorgen.

Symptome
In der Regel äußern sich die ersten Symptome erst nach zwei bis fünf Wochen, nachdem sich die Parasiten unter der Haut eingenistet haben. In dieser Zeit entwickelt das Immunsystem Abwehrstoffe gegen die Parasiten. Das Hauptsymptom der Krankheit ist der sehr starke Juckreiz, der bei steigender Wärme intensiver wird. Die betroffenen Hautstellen röten sich außerdem und können einen brennenden Schmerz auslösen. Im Verlauf entstehen auf der Haut kleine Knötchen, bei sehr jungen Erkrankten entstehen dagegen eher Bläschen. Es bleibt häufig nicht aus, dass die Betroffenen die Hautstellen aufkratzen. Dabei können sich jedoch Schuppen oder eine Kruste bilden. Die betroffenen Hautstellen können bei jedem Betroffenen anders aussehen. In manchen Fällen können bei näherer Betrachtung sogar die Eingänge und Gänge, die sich die Krätzmilben verschafft haben, und die Milben selbst erkannt werden.

In der Nacht verschlimmern sich die Symptome oft, da die Körpertemperatur vor allem im Bett und unter der Bettdecke ansteigt. Zudem wiederholen sich die Symptome immer wieder und treten neu auf, da die Hautstellen aufgekratzt werden und dies neuen Juckreiz verursacht, da die Haut zu stark gereizt wird.

Es gibt eine besondere Form dieser Hautkrankheit. Hierbei handelt es sich um die Borkenkrätze. Die betroffenen Hautstellen sind bei dieser Form großflächiger gerötet. Die Innenflächen der Hände und Füße sind verhornt und mit vielen Schuppen bedeckt. Ein großer Unterschied zu der herkömmlichen Krankheitsform ist der Krankheit, der bei der Borkenkrätze eher gering ist oder ganz fehlen kann. Bei der Borkenkrätze sind außerdem einige Hundert Milben unter die Haut geschlüpft, weshalb die Ansteckungsgefahr bei dieser Krankheitsform deutlich höher ist.

Diagnose
Ein Arzt kann schon erste Hinweise auf die Krankheit finden, wenn der Patient seine Beschwerden schildert. Ein Arztbesuch ist auch für Angehörige sinnvoll, wenn sie ähnliche Symptome haben und zuvor längeren Hautkontakt mit dem Erkrankten hatten. Für die körperliche Untersuchung benutzt der Arzt ein spezielles Instrument, mit dem sich Hautstellen bis auf das kleinste Detail vergrößern lassen. Durch die Vergrößerung ist es dem Arzt möglich, die Milben und die gebohrten Gänge in der Haut zu erkennen. Mit einer kleinen Nadel können zudem verschiedene Bestandteile aus den Gängen genommen werden. Insgesamt ist es jedoch schwer die Milben auf der Haut nachzuweisen, da im Normalfall allerhöchstens zehn Milben auf den betroffenen Stellen zu finden sind. Zudem bewegen sich die Erreger, was das Auffinden umso schwerer macht. Gelingt es dem Arzt nicht, die Milben nachzuweisen, kann die Diagnose anhand der Symptome gestellt werden.

Behandlung
In der Regel reicht die Behandlung mit einem Mittel gegen Milben aus. Die Medikamente können in Tablettenform eingenommen werden oder mit einer Salbe direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Ziel der Behandlung ist es, alle Milben auf der Haut abzutöten und die Vermehrung zu stoppen. Die Therapie schlägt in den meisten Fällen gut an, jedoch haben einige Medikamente verschiedene Nebenwirkungen, die vorher mit dem Arzt besprochen werden sollten, vor allem wenn eine Schwangerschaft vorliegt oder der Patient noch sehr jung ist. Wird die Krankheit mit einer Salbe behandelt, muss diese großflächig auf die Haut aufgetragen und nach einigen Stunden wieder abgewaschen werden. Trägt der Patient nicht selbst die Salbe auf, sondern ein Angehöriger, sollte dieser zum Schutz Handschuhe tragen. Ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Therapie ist das wechseln von Unterwäsche und Bettwäsche, auch nach einer erfolgreichen Behandlung. Eine Besserung der Krankheit sollte nach spätestens zwei Wochen auftreten. Schlug die Behandlung bis dahin noch nicht ausreichend an, wird dem Patienten oft geraten, die Therapie zu wiederholen. Während und nach der Therapie ist es zudem wichtig regelmäßig die Entzündungen von einem Arzt kontrollieren zu lassen. Oft können noch nach der Heilung der Juckreiz und leichte Hautveränderungen zurückbleiben. Dies sollte jedoch nach wenigen Wochen abklingen, da es sich um eine nachträgliche Entzündung der Haut handelt. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass Teile der Milben und deren Ausscheidungen zurückbleiben. Um auch die letzten Stoffe zu bekämpfen, wird eine Salbe gegen Entzündungen verschrieben. Damit sich die Haut in diesem Zeitraum erholen kann, können Pflegeprodukte verwendet werden. Zunächst sollte aber mit dem Arzt besprochen werden, welche Mittel geeignet sind. Ist der Patient an einer anderen Art von Krätze erkrankt, kann sich Hornhaut gebildet haben. Diese kann ebenfalls mit speziellen Mitteln beseitigt werden. Eine neue Form der Behandlung ist die Behandlung in Tablettenform. Wie auch die Salbe, werden die Tabletten einmalig verabreicht. Auch hier gilt: sollte sich innerhalb von zwei Wochen keine Besserung zeigen, kann die Therapie wiederholt werden. Schlägt die Behandlung an, ist die Krankheit schon nach wenigen Stunden nicht mehr übertragbar. Da einige der Medikamente in größeren Mengen giftig sein können, sollte der Rat des Arztes unbedingt eingehalten werden.


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