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Lupus erythematodes

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Lupus erythematodes oder kurz LE genannt, ist eine Hauterkrankung, die unter Umständen jedoch auch auf bestimmte innere Organe übergreifen kann. Sie zählt zu den entzündlichen Autoimmunerkrankungen und verläuft in den meisten Fällen chronisch. Oft sind nur die Haut und das darunter liegende Fettgewebe betroffen. Es gibt aber auch die Form des sogenannten systemischen Lupus erythematodes, kurz SLE, die einige innere Organe angreifen und schädigen kann. Betroffen sind vor allem jüngere Erwachsene. Die Krankheit kann aber auch im mittleren Lebensalter entstehen. Frauen sind von beiden Formen der Krankheit häufiger betroffen als Männer. Es gibt verschiedene Risikofaktoren und Auslöser für Lupus erythematodes, wie beispielsweise das Rauchen oder UV-Licht. Gewisse Typen des UV-Lichts können bei einem Erkrankten einen Krankheitsschub auslösen. Oft zeigt sich dieser Schub allerdings erst einige Tage später.

Ursachen
Oft steckt das Risiko, an Lupus erythematodes zu erkranken, bereits in den Genen. Neben der erblichen Veranlagung kommen bestimmte Auslöser hinzu, die dafür sorgen, dass sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet - in diesem Fall gegen Bestandteile der Haut oder innere Organe. Auf der Haut des Erkrankten sterben im größeren Ausmaß Zellen ab, die für eine Reaktion des Immunsystems sorgen. Das Immunsystem bildet in diesem Fall Antikörper, die den Körper angreifen. Die abgestorbenen Zellen der Haut können nicht vollständig beseitigt werden und sammeln sich daher im Gewebe immer weiter an. Handelt es sich um den systemischen Lupus erythematodes, werden hauptsächlich die Zellkerne angegriffen. Im Verlauf können Entzündungszellen, die im Blut vorhanden sind, Gefäßwände angreifen und dort für Entzündungen sorgen.

Auslöser für einen Krankheitsschub ist unter anderem UV-Licht, welches die Zellen auf der Haut abtötet. Zusätzlich können Verletzungen, Operationen, Entzündungen und Stress für einen Schub sorgen. In manchen Fällen können auch bestimmte Medikamente und das Rauchen die Krankheit begünstigen und verschlimmern. Frauen sind meist häufiger betroffen, da sie viel mehr Östrogene produzieren und diese eine Reaktion des Immunsystems erst recht auslösen können.

Symptome
Äußern sich die Beschwerden auf der Haut, wird dieser Zustand kutaner Lupus erythematodes, kurz CLE, genannt. Zudem gibt es verschiedene Untertypen dieser Krankheitsform. Werden innere Organe in Mitleidenschaft gezogen, nennt man dies systemischer Lupus erythmatodes, kurz SLE. Bei einem kutanen Lupus erythematodes treten oft mehrere Untertypen zusammen auf. Vor allem Haut, die häufig UV-Licht ausgesetzt ist, zeigt deutlich Symptome.

Ein Untertyp des kutanen Lupus erythematodes ist die akute Form, ACLE genannt. Diese Form des Untertypes kann plötzlich auftreten und mit einer geeigneten Behandlung vollständig geheilt werden. Allerdings kann dieser Untertyp ein Vorbote eines systemischen Lupus erythematodes oder aber ein Begleitsymptom sein. Bei diesem Untertyp ist überwiegend das Gesicht betroffen. Vor allem die Wangen und der Nasenrücken zeigen eine deutliche Rötung. Durch die entstehende Form wird sie auch Schmetterlingserythem genannt. Zusätzlich können dunkelrote Flecken auf der gesamten Haut entstehen. Oft ist auch die Mundschleimhaut betroffen, die Schmerzen und wunde Stellen verursacht. Sind Rücken, Brustbereich, Ober- und Unterarme gerötet, ist dies ein Zeichen für den subakuten kutanen Lupus erythematodes, kurz SCLE. Die roten Stellen weisen Schuppen auf, sind kreisrund geformt und können mehrere cm groß werden. Im Verlauf lässt die Rötung nach, sodass Ringe entstehen die später miteinander verschmelzen. Diese Form wird oft durch Medikamente hervorgerufen. Weitere Symptome dieses Untertypes können Gelenk- und Muskelschmerzen sein. Die Schübe können hierbei wiederholt auftreten. Langfristig kann diese Form des kutanen Lupus erythematodes zu einer systemischen Form übergehen. Die Erkrankung kann auch chronisch verlaufen, dieser Untertyp wird CCLE genannt. Von dem chronischen Krankheitsverlauf gibt es verschiedene Formen. Der letzte Untertyp ist der intermittierender kutaner Lupus erythematodes, kurz ICLE. Bei dieser Form tauchen geschwollene, rotgefärbte Knötchen auf Brust, Rücken, Oberarme und dem Gesicht auf. Die Knötchen werden bis zu 2cm groß.

Der systemische Lupus erythematodes verläuft häufig chronisch und kann zahlreiche Beschwerden verursachen. Erkrankte leiden oft unter Gelenkentzündungen und Schmerzen, Schädigungen der Nieren, Schwellungen der Lymphknoten, einer vergrößerten Leber und Entzündungen des Rippenfells und des Herzbeutels. Nicht ganz so häufig können Entzündungen am Herzmuskel oder am Bauchfell entstehen. In manchen Fällen können sich Blutgefäße entzünden. Zudem kann es zu Schäden am Gehirn kommen. Insgesamt kann sich der Betroffene allgemein krank fühlen. Ist der systemische Lupus erythematodes akut, äußert sich dieser zu Beginn mit hohem Fieber, Veränderungen der Haut, und schwerwiegende, teilweise lebensbedrohlichen Entzündungen der Nieren und des Gehirns. Besteht die Krankheit schon länger kann sich der Zustand des Betroffen vorerst verbessern. Allerdings kann es später zu anderen Folgen kommen, wie etwa Nierenversagen oder einem Herzklappenfehler.

Ist der Betroffene zunächst nur an der Form des kutanen Lupus erythematodes erkrankt, kann im späteren Verlauf die Erkrankung auch auf die inneren Organe übergehen. Wie hoch das Risiko ist, hängt vom jeweiligen Untertyp ab.

Diagnose
Vor einer körperlichen Untersuchung, wird der Patient zunächst nach seiner Krankengeschichte befragt und welche Beschwerde entstanden sind. Zudem wird der Arzt einen ersten Blick auf die betroffenen Hautstellen werfen und Proben entnehmen. In der Regel wird zusätzlich eine Blutuntersuchung durchgeführt. Erhärtet sich der Verdacht eines Lupus erythematodes, ist es wichtig nachzuweisen, ob auch innere Organe betroffen sind. Kann die Diagnose nicht genau festgestellt werden, wird ein sogenannter Photoprovokationstest durchgeführt. Dabei versucht der Arzt, auf einer gesunden Hautfläche die gleichen Beschwerden hervorzurufen. Die Entwicklung wird über einen längeren Zeitraum genau kontrolliert. Wird ein systemischer Lupus erythematodes vermutet, sind weitere Untersuchung nötig, wie beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung. Wichtig ist zudem die Untersuchung des gesamten Herzens und der Nieren.

Hat die Krankheit bereits neurologische Beschwerden hervorgerufen, wird in der Regel ein Spezialist weitere Untersuchungen durchführen. Dazu gehört unter anderem die Kernspintomografie.

Behandlung
Neben der eigentlichen Behandlung können einige Maßnahmen eingehalten werden, die den Heilungsprozess unterstützen. Dazu gehört vor allem ausreichend Schutz vor UV-Licht und der Verzicht auf Zigaretten. Ist die Krankheit nicht zu stark ausgebrochen, reichen oft schon spezielle Salben und Cremes, die auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen werden, aus. Zeigt diese Behandlung kaum oder gar keine Wirkung, können Tabletten verabreicht werden. Kommt es zu starken Entzündungen, werden außerdem Mittel verabreicht, die das Immunsystem unterdrücken sollen. Üblicherweise kommt es während der Therapie zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, damit der Arzt feststellen kann, wie der Patient auf die Wirkstoffe reagiert. Bei erkrankten Schwangeren ist das Risiko für Komplikationen besonders hoch. Zudem sind viele Medikamente ungeeignet für werdende Mütter. Ob und wann eine Schwangerschaft sinnvoll wäre, sollte daher zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.


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