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Magersucht

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Magersucht wird auch Anorexie oder Anorexia nervosa genannt und gehört zu den Essstörungen. Es sind überwiegend junge Frauen betroffen. Magersucht entsteht oft während der Pubertät und kann aus psychischen oder biologischen Gründen entstehen. Ebenso spielt der gesellschaftliche Einfluss häufig eine große Rolle. Das heutige Schönheitsideal kann vor allem junge Frauen stark unter Druck setzen. Besonders Models, die auch als Vorbild und Idole von jungen Mädchen wirken, haben ein weit niedrigeres Gewicht, als das einer durchschnittlichen Frau. Die Auswirkungen einer Magersucht sind groß. Bei betroffenen Frauen bleibt beispielsweise bei zu geringem Gewicht die Periode aus. Bei männlichen Betroffenen besteht häufig eine Potenzstörung. Grund dafür ist der gestörte Hormonhaushalt. Außerdem sinkt die Körpertemperatur und der Blutdruck, was auch zu einem verlangsamten Herzschlag führt. Bei einem starken Untergewicht kommt es zu körperlichen Veränderungen. Die Haut wird trocken, die Haare werden dünn und können auch ausfallen. Durch das fehlende Fettgewebe treten die Venen stark hervor. Besteht langfristig eine Magersucht kommt es zu Mangelerscheinungen, wobei die Muskeln abbauen und die Knochen brüchig werden. In schlimmeren Fällen können die Zähne von Karies befallen werden oder sogar ausfallen. Zu diesen ganzen Ausmaßen kommt zusätzlich ein Schwund des Hirngewebes hinzu. Es kommt oft zu Herzrhytmusstörungen, Nierenschäden und einem geschwächten Immunsystem, was den Betroffenen anfällig für Krankheiten und Infektionen macht.

Ursachen
Durch den äußerlichen Einfluss und zusätzlichen Faktoren, kann sich eine Person sehr schnell unter Druck setzen. Vor allem durch Medien wird das Bild einer "perfekten Figur" noch stärker verdeutlicht. Möchte die betroffene Person diesem Idealbild entsprechen, kann sie schnell in eine Essstörung und schließlich in die Magersucht rutschen. Es beginnt die Phase des kontrollierten Essens, wobei immer mehr die gesunde Ernährung aus den Augen verloren wird. Durch gewisse Sportarten und Berufe kann der Druck zusätzlich verstärkt werden. Beim Ballett, Eiskunstlauf oder Turnen ist das Risiko für die betroffene Person umso höher. Da bei jungen Mädchen der Körperfettanteil höher als bei Jungen ist und der Energieverbrauch zusätzlich schwächer ist, besteht die Gefahr, dass ein Mädchen sich schnell zu dick findet und sich mit dem Idealbild des weiblichen Körpers vergleicht. Die Ursachen können aber auch ganz wo anders liegen. So kommt es auch auf den Charakter der betroffenen Person an. Magersüchtige machen oft den Anschein, als seien sie perfektionistisch. Außerdem leiden sie häufig an Zwangsstörungen. Ein weiterer Grund kann das Essverhalten in der Familie spielen, was sich der oder die Betroffene abguckt. So entsteht ein verdrehter Eindruck von gesunden und ungesunden Nahrungsmitteln. Nährstoffe, die für die Entwicklung wichtig sind, werden in diesem Fall gemieden. Neben den psychischen Gründen und den äußerlichen Einflüssen, können aber auch Hormone hinter einer Magersucht stecken. So kann die Bildung des Botenstoffes Serotonin, welches für das Hunger- und Sättigungsgefühl zuständig ist, gestört sein. Es wird außerdem vermutet, dass Magersüchtige ihre Störung erblich bedingt weitergeben könnten. Diese Theorie ist allerdings noch nicht vollkommen bestätigt worden.

Symptome
Das auffälligste Symptom einer Magersucht ist das starke Untergewicht, welches absichtlich herbeigeführt wird. Durch eine ungesunde Ernährung, wobei Nahrungsmittel auch fast vollständig verweigert werden können, kommt es zu Mangelerscheinungen. Es gibt zwei Formen der Magersucht, bei denen die Symptome unterschiedlich ausfallen. Bei der Form der restriktiven Anorexia nervosa, wollen die Betroffenen ihr Gewicht durch hungern, Sport und strengen Diäten reduzieren. Dies wird so lange ausgeführt, bis die betroffene Person extrem schlank, oft auch lebensbedrohlich, geworden ist. Im Teenageralter haben junge Mädchen oft das Bedürfnis ihr Gewicht zu halten, obwohl sie noch wachsen. Sie nehmen dabei zu wenig zu. Um das Abnehmen zu beschleunigen, fangen Betroffene auch häufig das Rauchen an, um den Stoffwechsel anzuheizen. Die zweite Form ist der Purging-Typ. Hierbei greifen Betroffene zu den bereits genannten Symptomen, auch noch zu medikamentösen Mitteln. Darunter fallen beispielsweise Abführmittel. Häufig erbrechen sie auch um ihr Gewicht noch weiter zu reduzieren oder um nicht noch mehr zuzunehmen. Wie bei der Bulimie, kann es auch bei der Magersucht zu Heißhungerattacken kommen.

In der Regel leiden Betroffene unter einer falschen Körperwahrnehmung. Auch wenn sie bereits an Untergewicht leiden, finden sie sich oft immer noch zu dick. Zusätzlich haben sie Angst vor der Gewichtszunahme, weshalb genau auf Kalorien und Gewicht von Lebensmitteln geachtet wird. Außerdem wird das eigene Körpergewicht meistens mehrmals am Tag kontrolliert. Auch nach außen hin verändert sich ihr Verhalten. Betroffene essen nur noch sehr langsam und trinken dabei sehr viel Wasser um den Magen zu füllen. Essen in der Öffentlichkeit oder in Gesellschaft wird immer häufiger gemieden. Erkrankte ziehen sich außerdem oft aus dem sozialen Umfeld zurück. Ihre Gedanken drehen sich überwiegend nur noch um Essen, Gewicht und Kalorien. Gefährlich wird es, wenn die betroffene Person davon überzeugt ist gesund zu sein. Neben diesen Symptomen kommt es in vielen Fällen zusätzlich zu Depressionen und Zwängen. Auch wenn es den Anschein macht, als hätten Magersüchtige keinen Appetit, ist dieser trotzdem da. Jedoch ist die Selbstbeherrschung so groß, dass das Hungergefühl unterdrückt und verdrängt wird. Verlieren die Betroffenen dadurch Gewicht, ist dies wie eine Belohnung oder Bestätigung für ihren Aufwand.

Diagnose
Da Magersüchtige sich nur selten von allein eingestehen krank zu sein, kommt der erste Schritt in vielen Fällen von Angehörigen, die Hilfe in Anspruch nehmen. Ist der Betroffene bereit sich behandeln lassen, so findet als erstes ein Gespräch mit einem Arzt statt. In diesem Gespräch werden unter anderem gezielte Fragen über das Essverhalten gestellt. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Schon beim ersten Hinsehen fällt oft die zu schlanke Körperfigur auf. Der Arzt misst die Körpergröße und das Gewicht des Patienten. Neben dieser Untersuchung, kommt es auch oft zu einer Ultraschall- und Blutuntersuchung um andere Krankheiten ausschließen zu können.

Behandlung
Für eine erfolgreiche Behandlung sind mehrere Spezialisten nötig. Darunter fallen Mediziner, Psychotherapeuten, Psychologen und Ernährungsberater. In den meisten Fällen wird eine stationäre Therapie empfohlen. Dort lebt der Patient mit anderen Betroffenen zusammen und erhält verschiedene Therapien. Nach einer stationären Therapie folgt oft eine ambulante Therapie. Ziel einer Therapie ist es, wieder ein normales Gewicht des Patienten zu erreichen und seine Ansicht des eigenen Körpers sowie das Essverhalten zu normalisieren. Um die Therapie zu unterstützen, können auch Medikamente verschrieben werden. Ist die Magersucht eine Folge von anderen psychischen Erkrankungen, ist eine erfolgreiche Therapie schwieriger und langwieriger.


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