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Mononukleose

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Infektionskrankheit wurde erstmals von dem Internisten Emil Pfeiffer beschrieben, wodurch die Krankheit ihren Namen bekam. Das Pfeiffersche Drüsenfieber löst grippeähnliche Symptome aus und ist ansteckend. Es kann in jedem Alter auftreten, wobei Kleinkinder oft nur leichte oder gar keine Beschwerden haben im Gegensatz zu Jugendlichen und Erwachsenen. In vielen Fällen hält die Infektion für mehrere Wochen an. Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch das Epstein-Barr Virus ausgelöst. Die Krankheit ist weltweit stark verbreitet und fast jeder erkrankt einmal im Leben an dieser Infektion. Ist die Krankheit ausgeheilt, kommt es in der Regel nicht zu einer erneuten Erkrankung, jedoch können die Viren selbst reaktiviert werden, was aber keine neuen Symptome hervorruft. Übertragen wird der Erreger durch direkten Speichelkontakt. Kommt es zu einer Infektion, landen die Erreger zunächst in den Rachenraum wo sie die Zellen der Mundschleimhaut und Nasenschleimhaut, sowie einen bestimmten Teil der weißen Blutkörperchen befallen. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt ungefähr einen Monat. In dieser Zeit vermehren sich die Viren und wandern bis in den Blutkreislauf, in die Lymphknoten, in die Milz und andere Organe wie beispielsweise die Leber.

Ursachen
Die Hauptursache für das Pfeiffersche Drüsenfieber ist das Epstein-Barr Virus, kurz EBV. Es gehört zu den Herpesviren und wird häufig auch Humanes Herpesvirus 4, kurz HHV 4, genannt Der Erreger befindet sich im Speichel, wodurch das Risiko für eine Krankheitsübertragung in gewissen Situationen besonders hoch ist. Die Übertragung findet durch direkten Kontakt mit dem Speichel der infizierten Person statt, wie zum Beispiel während eines Kusses. Oft kommt es vor, dass sich Personen bei infizierten Erkrankten anstecken, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist und noch keinerlei Symptome vorhanden sind. Infizieren sich Menschen mit dem Erreger, bleibt dieser ein Leben lang im Körper, auch nachdem die Krankheit ausgeheilt ist. Dies ist typisch für alle Herpes-Viren. Sie siedeln sich im Körper in den sogenannten Gedächtnis-B-Lymphozyten an und tragen im Nachhinein einen Teil zum Immunsystem bei. Auch gesunde, noch nie erkrankte Menschen können das Virus in sich tragen und andere Personen anstecken. Bei der Person, die den Speichel nach Erkrankung in sich trägt, muss dadurch nicht automatisch auch wieder erkranken. Aus diesem Grund sind die Erreger weit verbreitet und können leicht übertragen werden ohne, dass sie beachtet werden. Oft stecken Eltern auch ihre Kinder an, weshalb viele Erwachsene die Erreger ebenfalls längst im Körper haben.

Symptome
Bricht die Krankheit bei Kleinkindern aus, verläuft sie in den meisten Fällen ohne Beschwerden. Anders ist es jedoch, wenn ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Pfeifferschen Drüsenfieber erkranken. Die Beschwerden äußern sich zunächst durch grippeähnliche Symptome, wie beispielsweise Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Des Weiteren kommt es zum Anschwellen der Lymphknoten, vor allem im Bereich des Halses. Auch in anderen Bereichen des Körpers können Lymphknoten anschwellen. Die Lymphknoten und ggf. die Milz können zwar stark anschwellen und an Größe zunehmen, jedoch verursachen sie nur wenig Schmerzen. Bei der Hälfte der Erkrankten entsteht im Krankheitsverlauf zusätzlich eine Mandelentzündung, bei der die Mandeln mit einem braungräulichen Sekret bedeckt sind. Seltener können Hautausschläge bei den Betroffenen auftreten. Sie äußern sich durch rote Stellen und Quaddeln auf der Haut. Die Hautausschläge könenn einen starken Juckreiz verursachen. Bestimmte Wirkstoffe in Antibiotika können einen Hautausschlag zudem begünstigen.

Sehr selten leidet der Erkrankte unter Schwindel, nächtlichem Schwitzen, Appetitlosigkeit und einer vergrößerten Leber. Zudem kann es sehr selten zu Komplikationen kommen während der Krankheitsphase. Zu den Komplikationen gehört unter anderem die Entzündung des Herzmuskels. Durch die Infektionen können Erkrankungen von bestimmten Krebsarten, wie etwa das Burkitt Lymphom, begünstigt werden. Dies gilt auch, wenn sich bei Erkrankten, die ein geschwächtes Immunsystem haben, die B-Lymphozyten unkontrolliert vermehren.

Diagnose
Eine eindeutige und vor allem schnelle Diagnose ist leider nicht oft der Fall, denn die Symptome eines Pfeifferschen Drüsenfiebers ähneln den üblichen Grippe- und Erkältungssymptomen sehr stark. Es kann auch vorkommen, dass die richtige Diagnose ganz fehlt. Zunächst findet ein ärztliches Gespräch statt, bei dem der Patient alle Beschwerden äußert und dem Arzt die Länge und Schwere der Symptome schildert. Um das Pfeiffersche Drüsenfieber nachweisen zu können, müssen zunächst andere Krankheiten, die ähnliche Symptome hervorrufen, ausgeschlossen werden. Eine sichere Untersuchungsmethode ist die Blutuntersuchung, denn im Blutbild kann das Epstein-Barr Virus nachgewiesen werden. Unter anderem ist bei einer Infektion die Anzahl der Lymphozyten, die ein Teil der weißen Blutkörperchen ausmachen, stark erhöht. Zusätzlich kann ein Schnelltest durchgeführt werden, der bestimmte Antikörper, die gebildet wurden um die Erreger zu bekämpfen, im Blut nachweist. Je nachdem ob die Krankheit im Anfangsstadium oder schon fortgeschrittener ist, können unterschiedliche Antikörper im Blut gefunden werden. Häufig sind bei dem Patienten auch die Leberwerte deutlich erhöht.

Behandlung
Bisher gibt es keine Medikamente, die gezielt den Erreger beseitigen und die Krankheit bekämpfen. Lediglich die Beschwerden können mithilfe von Schmerzmitteln und fiebersenkenden Medikamenten gelindert werden. Der Patient sollte sich vor allem ausreichend körperlich schonen. Dazu zählen unter anderem Bettruhe, viel Schlaf und die Vermeidung von zu hoher körperlicher Belastung. Sind die Beschwerden zu stark, können Medikamente eingenommen werden, die die Symptome lindern. Erkrankte sollten außerdem ausreichend Wasser trinken.

In manchen Fällen erkrankt der Patient zusätzlich an bakteriellen Infektionen, die ggf. behandelt werden müssen. Einige Wirkstoffe in verschiedenen Antibiotika können im Zusammenhang mit dem Epstein-Barr Virus jedoch Nebenwirkungen und Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Oft äußert sich dies durch einen juckenden Hautausschlag. Ist die Erkrankung sehr stark, können Medikamente verschrieben werden, die die Vermehrung der Erreger verhindern. Selten können die Lymphknoten so stark anschwellen, dass es zu einer lebensbedrohlichen Situation kommt. In diesem Fall wird der Patient mit Cortison behandelt.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber klingt nach wenigen Wochen wieder ab. Jedoch dauert es bis zu zwei Monate bis die Erkrankung komplett ausgeheilt ist. Selten hält die Erkrankung mehrere Monate an. In diesem Fall spricht man von einer verlängerten bzw. protrahierten Verlaufsform der Infektion. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine chronische Erkrankung. In Deutschland kommt die chronische Verlaufsform des Pfeifferschen Drüsenfiebers so gut wie gar nicht vor. Da die Erreger ein Leben lang im Körper verbleiben, auch wenn die Erkrankung ausgeheilt ist, kann es erneut zu einem Ausbruch kommen. Allerdings bleiben hier die Symptome vollkommen aus. Lediglich bei Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, kann es erneut zu einer richtigen erneuten Erkrankung mit Beschwerden kommen.


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