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Nahrungsmittelallergien

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Manche Lebensmittel, wie unter anderem Fisch, Nüsse oder Milch, sind für Allergiker unverträglich und können nach dem Verzehr verschiedene Beschwerden verursachen. Im schlimmsten Fall kann eine allergische Reaktion zu Atemnot und Kreislaufversagen führen, was unbehandelt schnell lebensbedrohlich werden kann. Erkrankte, die bereits behandelt wurden, bekommen oft ein Notfallmedikament verschrieben, was bei versehentlichem Nahrungsmittelverzehr eingenommen werden kann. Entsteht die Allergie bereits im Säuglings- oder Kinderalter, kann es vorkommen, dass die Allergie mit der Zeit verschwindet. Leiden Erwachsene an einer Nahrungsmittelallergie, bleibt diese in der Regel ein Leben lang bestehen. Liegt eine Lebensmittelunverträglichkeit vor, muss dies nicht immer auf eine Lebensmittelallergie zurückschließen. Auch andere Ursachen, wie Autoimmunerkrankungen oder ein Mangel gewisser Enzyme, können diese Unverträglichkeiten auslösen. Menschen mit einer Lebensmittelallergie leiden oft zusätzlich an Asthma oder anderen Allergien. Die Veranlagung für Allergien kann von den Eltern vererbt werden. Bei Neugeborenen kann das Risiko für eine Allergie jedoch gesenkt werden, wenn manche vorbeugende Maßnahmen eingehalten werden. Dazu zählt beispielsweise keine Haustiere zu halten oder keine Zigaretten zu rauchen. Außerdem sollte die Bildung von Hausstaubmilben so gut es geht reduziert und in Schach gehalten werden.

Ursachen
Entsteht eine Allergie, richtet sich das Immunsystem in der Regel gegen den eigenen Körper und kämpft gegen körpereigene Stoffe an. Das Immunsystem sieht diese als körperfremd an. So ähnlich läuft es auch bei einer Lebensmittelallergie ab. Zwar sind die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln für Menschen lebensnotwendig, allerdings kann es dennoch vorkommen, dass das Immunsystem gegen bestimmte Stoffe ankämpft. Warum das Immunsystem bei Allergien so reagiert, ist bisher nicht vollkommen geklärt. Allerdings können Allergien, oder das Risiko an Allergien zu erkranken, bereits veranlagt sein. Sobald der Körper mit dem Lebensmittel in Kontakt gerät, kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems und es werden bestimmte Abwehrstoffe produziert. IgE-Antikörper werden beispielsweise dann gebildet, sobald ein erster Kontakt mit Immunzellen zustande kommt, auch Sensibilisierung genannt. Diese Antikörper setzen sich an den allergieauslösenden Zellen fest. Als Reaktion werden Botenstoffe freigesetzt. Gegen jedes Lebensmittel kann eine Allergie entstehen. Bei Kindern verursachen unter anderem vor allem Kuhmilch, Hühnereier und Erdnüsse Beschwerden. Bei Erwachsenen sind es beispielsweise Haselnüsse, verschiedene Obstsorten und Fisch. Bei einer anderen Art der Lebensmittelallergie, kann bereits der erste Kontakt zu Lebensmitteln lebensbedrohlich werden.

In manchen Fällen können auch mehrere Allergien und Krankheiten auf einmal bestehen und gegenseitig für Reaktionen und Auslöser sorgen. Zudem können Allergien gegen bestimmte Pollen auch Allergien auf andere Lebensmittel mit sich bringen. Zum Beispiel kann eine Allergie gegen Baumpollen ebenso eine Allergie gegen Früchte, die von Bäumen getragen werden, verursachen.

Symptome
Die Beschwerden einer Nahrungsmittelallergie können sich unterschiedlich bemerkbar machen. Auch verschiedene Körperregionen können betroffen sein. Unter anderem können Juckreiz, angeschwollene Lippen, Atembeschwerden, Rötungen der Haut, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Bei den sogenannten IgE-vermittelten Nahrungsmittelallergien, machen sich die ersten Symptome bereits nach wenigen Minuten bis wenigen Stunden bemerkbar. Bei jedem Betroffenen können diese Symptome unterschiedlich ausfallen. Sehr häufig treten Beschwerden im Mund und im Rachenraum auf. Diese werden als oraler Allergiesymptomenkomplex bezeichnet. Die Beschwerden sind vor allem ein Juckreiz im Rachenraum, eine angeschwollene Lippe oder ein pelziges Gefühl im Mundraum. Reagiert die Haut auf die Nahrungsmittelallergien, kommt es oft zu einer Rötung und einem starken Juckreiz. Zudem bilden sich kleine Knötchen auf der Haut, wobei auch das darunterliegende Gewebe betroffen ist. Bei vielen Erkrankten entstehen die Beschwerden auch in den Verdauungsorganen. Häufig treten dann Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auf. Auch die Atemwege können betroffen sein. Erkrankte leiden dann unter Husten und Atemnot bzw. Atembeschwerden. Im schwerwiegenden Fall erleidet der Betroffene einen raschen Blutdruckabfall und einen Kreislaufstillstand.

Leidet der Betroffene unter den sogenannten T-Zell vermittelten Nahrungsmittelallergien, treten die Symptome erst nach wenigen Tagen auf. Hierbei kommt es in den meisten Fällen zu Entzündungen der Haut, wie beispielsweise Ekzeme.

Kommt es zu schnell auftretenden allergischen Reaktionen, wobei auch noch mehrere Organe gleichzeitig betroffen sind, wird dieser Zustand als Anaphylaxie bezeichnet.

Diagnose
Zunächst findet ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt statt, in dem der Patient seine Krankengeschichte schildert. Für eine richtige Diagnose ist zudem wichtig, welche Beschwerden genau aufgetreten sind und in welchem Zeitraum sich diese abspielten. Oft kann der Arzt nach diesem Gespräch bereits erste Zusammenhänge für eine Lebensmittelallergie erkennen. Außerdem deutet das Gespräch oft schon auf erste Hinweise hin, welche Nahrungsmittel eine allergische Reaktion auslösen können. Besteht der Verdacht einer Nahrungsmittelallergie, kann zuvor schon eine Art Tagebuch geführt werden, in dem steht, welche Lebensmittel welche Beschwerden auslösen und ab wann bzw. wie oft diese auftreten. Im Anschluss werden verschiedene Tests durchgeführt, darunter zählen Hauttests, Bluttests oder sogenannte Provokationstests. Bei diesem Test werden unter speziellen Umständen die Symptome gewollt hervorgerufen. So können per Ausschlussverfahren die unverträglichen Lebensmittel herausgesucht werden. Während eines Hauttests werden Lebensmittel, bei denen der Verdacht besteht, dass sie allergische Reaktionen auslösen könnten, auf die Haut getragen. Liegt eine Allergie vor, reagiert die Haut nach wenigen Minuten mit der Knötchen- bzw. Quaddelbildung. Für diese Methode gibt es unterschiedliche Verfahren. Wird ein Bluttest durchgeführt, können bestimmte Antikörper im Blut nachgewiesen werden.

Behandlung
Für eine erfolgreiche Therapie ist es vor allem wichtig, Lebensmittel, die eine allergische Reaktion auslösen können, zu meiden. In manchen Fällen ist es jedoch schwierig, da entweder alltägliche oder gleich mehrere Lebensmittel nicht verträglich sind. Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung ist in diesem Fall erschwert. Häufig ist eine Ernährungstherapie oder eine Ernährungsberatung in diesem Fall sinnvoll. Allergiker müssen beim Einkauf genauer auf Lebensmittel achten, da auch Inhaltsstoffe allergische Reaktionen auslösen können. Betroffene, die sich dennoch unsicher sind, sollten im Zweifelsfall nachfragen und sich nach den Inhaltsstoffen erkundigen. In manchen Lebensmitteln sind gewisse Stoffe versteckt, weshalb es trotzdem vorkommen kann, dass Betroffene eine allergische Reaktion erleiden und diese nicht zu hundert Prozent vermeiden können.

Wer auf der sicheren Seite stehen will, sollte stets verschriebene Notfallmedikamente mit sich führen. Sie können schlimmere Komplikationen vermeiden. Oft sind diese Medikamente als eine Art Set zusammengestellt und bestehen aus mehreren Mitteln, darunter auch Kortison, was antiallergisch und entzündungshemmend wirkt. Außerdem sind in genannten Sets oft auch Adrenalinspritzen vorhanden, die im schweren Fall ein Kreislaufversagen aufhalten können. Gehören Atembeschwerden zu den Symptomen, ist es zudem wichtig ein Spray mit sich zu tragen, welches die Bronchien erweitert. Wann und wie die verschiedenen Medikamente und Mittel eingesetzt werden müssen, sollte zunächst mit dem behandelnden Arzt geklärt werden.


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