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Narkolepsie

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Narkolepsie oder auch Schlafkrankheit und umgangssprachlich "Schlafsucht" genannt, gehört zu den neurologischen Krankheiten und ist eher selten. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der Betroffene unter plötzlich auftretenden Schlafattacken leiden. Diese plötzlichen Schlafanfälle können im Alltag gefährliche Folgen haben, wie etwa im Straßenverkehr oder im Beruf. Es gibt verschiedene Formen der Erkrankung. Die Narkolepsie mit einer Muskelerschlaffung, die als klassische Narkolepsie bezeichnet wird, die Narkolepsie ohne Erschlaffung der Muskeln und die sekundäre Narkolepsie, die durch Verletzungen bestimmter Bereiche des Gehirns verursacht wird. Die Narkolepsie ist nicht heilbar aber auch nicht lebensbedrohlich. Da Betroffene oft auch Depressionen entwickeln, weil sie die Krankheit zu sehr einschränkt, kann eine Psychotherapie zusätzliche Hilfe verschaffen. Zudem kann gelernt werden mit der Krankheit umzugehen. Behandlung und Therapie können an den Patienten individuell angepasst werden.

Ursachen
Wie es zu einer Narkolepsie kommt, konnte bisher nicht vollständig geklärt werden. Forscher vermuten, dass es sich bei einer Narkolepsie um eine Autoimmunkrankheit handeln könnte oder aber, dass sie durch Infektionen verursacht werden könnte. Bei vielen Erkrankten wurde beobachtet, dass sie wenige Neuropeptidhormone bilden, die beispielsweise für das Essverhalten aber auch für den Schlafrhythmus zuständig sind. Die Narkolepsie kann in jedem Lebensalter auftreten. Entweder tritt sie schlagartig oder eher schleichend auf.

Symptome
Leiden Menschen an einer Narkolepsie bedeutet dies, dass die Region im Gehirn geschädigt ist, die den Schlaf-Wach-Rhythmus kontrolliert. Ein typisches Merkmal der Krankheit ist das plötzliche Einschlafen des Betroffenen. Dies kann auch in ungewöhnlichen Situationen passieren, wie etwa während des Sprechens oder der Nahrungsaufnahme. Häufig kommt es in diesen Momenten auch zu einer Erschlaffung der Muskeln, weshalb Betroffene oft "in sich zusammen sacken", aber noch bei vollem Bewusstsein sein können. Betroffene Personen haben einen sehr starken Drang zu Schlafen und sind am Tag häufig sehr müde. Bestimmte Situationen können bei den Betroffenen außerdem dazu führen, dass sie unbedingt schlafen möchten und sich schon regelrecht dazu gezwungen fühlen. Zu diesen Situationen gehört beispielsweise ein Kinobesuch, bei dem der Betroffene in einem Saal mit gedämmten Licht sitzt. Aber auch Situationen die eintönig und langweilig für den Betroffenen erscheinen, können das Schlafbedürfnis hervorrufen. Zwar kann der Betroffene geweckt werden, jedoch kann es passieren, dass er direkt wieder in eine Schlafphase fällt. Steht eine solche Schlafphase bevor, kann man es Betroffenen häufig ansehen. Sie gehen unsicherer und schwanken und das Sprechen wird undeutlicher. Auf Außenstehende wirkt es oft so, als sei der Betroffene betrunken. Ein weiteres Symptom ist die Muskelerschlaffung, die bei den meisten Erkrankten eintritt. In diesem Fall ist der Betroffene aber weiterhin bei vollem Bewusstsein. Lediglich die Kontrolle über die Spannung der Muskeln geht verloren, weshalb Narkoleptiker in solchen Momenten auch hinfallen und sich verletzen können. Eine Kommunikation ist in diesem Stadium nicht möglich. Ausgelöst wird dieser Zustand durch plötzliche Gefühlsregungen, wie etwa wenn der Betroffene erschreckt wird. Die Muskelerschlaffung hält oft nur wenige Sekunden an und kann bestimmte Bereiche oder aber auch den gesamten Körper betreffen.

Bei der Hälfte der Erkrankten kommt es zusätzlich zu einem gestörten Schlafrhythmus in der Nacht. Dieses symptom entwickelt sich oft über einen längeren Zeitraum. Die Schlafstörungen äußern sich durch einen leichten Schlaf, der sich für den Betroffenen zudem nicht wohl tuend anfühlt. Oft liegen die Betroffenen für mehrere Stunden wach im Bett und können nicht einschlafen oder aber wachen ständig auf. Dies hat die Folge, dass sich die Erkrankten morgens oft müde und unausgeruht fühlen. Zu den Schlafstörungen können unter anderem auch Schlafwandeln und/oder Alpträume gehören. In vielen Fällen kann auch eine Schlaflähmung über mehrere Sekunden bis Minuten auftreten. Die Schlaflähmung taucht während dem Übergang vom Schlafzustand in den wachen Zustand auf und kann bei Betroffenen Panik und Unruhe auslösen. Während dieser Phase können zudem Halluzinationen auftreten.

Neben den eigentlichen Symptomen gibt es noch einige Begleiterscheinungen bei einer Narkolepsie. Dazu gehören unter anderem Kopfschmerzen oder auch Migräne, Depressionen und Persönlichkeitsveränderungen.

Diagnose
Um überhaupt eine Diagnose stellen zu können, müssen die genannten Symptome mindestens sechs Monate lang aufgetreten sein. Die Diagnose findet üblicherweise in einem Schlaflabor statt. Wird eine Narkolepsie vermutet, sollte der Betroffene zunächst den behandelnden Hausarzt aufsuchen, der nach einem Gespräch den Patienten an einen Neurologen überweist. Bei ihm findet zunächst ein ärztliches Gespräch statt, bei dem der Patient seine gesamte Krankheitsgeschichte schildert. Der Patient sollte außerdem alle auftretenden Beschwerden äußern. In manchen Fällen ist es nötig, dass Angehörige ebenfalls zu den Symptomen befragt werden und was sie bei dem Patienten beobachtet haben. Im Anschluss muss der Patient speziell angefertigte Fragebögen ausfüllen. Oft ist es hilfreich eine Art Schlaftagebuch zu führen. Im Schlaflabor werden während der Schlafphase des Patienten die Körperfunktionen genau überwacht. Für diese Überwachung werden Elektroden an den Körper des Patienten angebracht. Hilfreich für eine Diagnose ist außerdem der sogenannte multiple Schlaflatenztest, bei dem der Patient in regelmäßigen Abständen von ungefähr zwei Stunden einen Kurzschalf halten soll. Dieser Kurzschlaf sollte um die 20 Minuten lang anhalten. In dieser Zeit wird das Schlafverhalten des Patienten genauer überprüft und untersucht.

Behandlung
Zwar kann eine Narkolepsie nicht geheilt werden, jedoch können die Beschwerden mithilfe von Medikamenten eingedämmt werden. Diese Medikamente sollen stimulierend wirken und müssen langfristig und regelmäßig eingenommen werden. Da manche Medikamente unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, ist es wichtig regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrzunehmen. Zusätzlich können einige Regeln eingehalten werden, die den Alltag leichter gestalten und die Krankheit besser aushalten lassen. Dazu gehört vor allem ein kontrollierter und gleichmäßiger Rhythmus der Wach- und Schlafphasen. Der Patient sollte daher immer zu den selben Zeiten aufstehen und schlafen gehen. Wird der Drang zu schlafen zu groß, können bis zu zwei kurze Schlafphasen am Tag eingeführt werden. Situationen, bei denen sich der Patient schwer verletzen kann, sollten vermieden werden. Alltägliche Situationen und Abläufe können mithilfe eines Zeitplans zusammengefasst und angepasst werden. So sollten beispielsweise Handlungen im Haushalt nur dann ausgeführt werden, wenn sich der Patient wach fühlt und nicht das Gefühl hat jeden Moment in eine Schlafphase zu geraten. Patienten sollten Angehörige und Freunde über die Krankheit informieren. Dies sorgt für mehr Verständnis und zudem können sich Angehörige und Freunde auf den Patienten einstellen.


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