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Raucherbein

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Der Begriff Raucherbein steht umgangssprachlich für die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK, in den Beinen. Die Krankheit wird auch als Raucherbein bezeichnet, da die Folgen des Rauchens zu den hauptsächlichen Risikofaktoren der Arterienverkalkung gehören. Kommt es zu diesen Verkalkungen, verengen sich die betroffenen Arterien und es kommt zu einem Blutstau. Die Folge davon ist ein Mangel von Sauerstoff im Gewebe. Die Heilungschancen verbessern sich vor allem dann, wenn betroffene Personen mit dem Rauchen aufhören und ihre Ernährung sowie Körperbewegung verbessern. In Deutschland sind laut Schätzungen mehrere Millionen Menschen an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit erkrankt, wobei Männer und ältere Menschen etwas häufiger betroffen sind als Frauen und Menschen in einem jüngeren Alter. Zudem gibt es in sehr vielen Fällen zusätzliche Begleiterkrankungen, wie etwa Bluthochdruck oder Diabetes mellitus.

Ursachen
Die Hauptursache für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit sind verengte Bereiche in den Arterien, welche Stenosen genannt werden. Diese verhindern, dass das Blut gleichmäßig in das Gewebe fließt oder verschließen die Arterien so sehr, dass gar kein Blut mehr durchdringen kann. Auch wenn die Krankheit als Raucherbein bezeichnet wird, ist nicht immer das Rauchen der Hauptgrund für die Erkrankung. Allerdings sind Raucher besonders häufig von der Krankheit betroffen. Als Raucherbein wird die Krankheit auch deshalb bezeichnet, weil sich die Auswirkungen in der Regel immer als erstes in den Beinen äußern. Oft befinden sich die Verengungen in den Arterien der Oberschenkel oder im Bereich des Beckens. In manchen Fällen sind außerdem die Artieren in den Unterschenkeln verengt. Seltener sind Arterien in der oberen Körperhälfte, wie etwa in den Armen und Händen, betroffen.

Symptome
Charakteristisch für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit sind Schmerzen in den betroffenen Körperstellen, wobei die Krankheit je nach Symptome und Schweregrad in unterschiedliche Stadien aufgeteilt wird. Im ersten Stadium wird zwar eine Verengung in der Arterie nachgewiesen, allerdings verspürt der Betroffene hierbei keinerlei Beschwerden. Im zweiten Stadium treten die Schmerzen während des Gehens längerer oder auch manchmal kürzerer Strecken auf. Treten die Schmerzen auch dann auf, wenn das Bein ruhig liegt, befindet sich die betroffene Person bereits im dritten Stadium. Im letzten Stadium bilden sich am betroffenen Bein Geschwüre und Entzündungen. Dies liegt daran, dass das Gewebe so gering mit Blut versorgt wird, dass es abstirbt. Hierbei fault das Gewebe ab und färbt sich schwarz. Ab dem dritten Stadium sind die Beschwerden oft so stark, dass alltägliche und kurze Abläufe meist gar nicht mehr oder nur noch unter starken Schmerzen möglich sind. In der Regel treten die Schmerzen unterhalb der Verengung der Arterien auf, da diese Körperbereiche am geringsten mit Blut versorgt werden. Liegt die Verengung also beispielsweise im Bereich des Oberschenkels, treten die Schmerzen meist im Unterschenkel auf. Ein weiteres Symptom ist ein Taubheitsgefühl im Gesäß und/oder in den Oberschenkeln. Zudem sind die Gliedmaßen der erkrankten Person unterhalb der verengten Arterie abgekühlt. Wie oft und wie stark sich die Beschwerden bemerkbar machen, hängt von der betroffenen Körperstelle ab. Hierbei gilt jedoch; je dichter sich die Verengung am Rumpf des Körpers befindet, desto schwerwiegender sind die Symptome, da hierbei der gesamte Blutkreislauf im Körper durch die Verengungen beeinträchtigt ist.

Da sich die Schmerzen bei einem Raucherbein erst sehr spät äußern, bleibt die Krankheit oft für längere Zeit unentdeckt und wird meist erst dann nachgewiesen, wenn sie sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Dies liegt daran, dass sich die Verengungen in den Arterien nur sehr langsam ausbilden und der Körper in der Regel neue Kreisläufe bildet, um diese verengten Stellen zu umgehen. Diese sogenannten Kollateralkreisläufe können die betroffenen Körperstellen in der Regel jedoch nicht langfristig und ausreichend mit Blut versorgen. Entsteht das Raucherbein beispielsweise durch eine Nervenerkrankung, wird die Krankheit oft in einem sehr späten Stadium diagnostiziert, da Betroffene hierbei eine andere Schmerzwahrnehmung haben und die Symptome häufig gar nicht bemerken. In besonders schweren Fällen, kann die Entstehung einer Arterienverengung lebensbedrohlich werden. Hierbei entsteht ein vollständiger Verschluss in einem Gefäß innerhalb kürzester Zeit, wenn beispielsweise ein Blutgerinnsel vorhanden ist. Ein akuter Verschluss äußert sich durch starke Schmerzen im Bein, die auch dann nicht nachlassen, wenn dieses ruhig gehalten wird. Des weiteren breitet sich ein Taubheitsgefühl im betroffenen Bein aus, was sich zu einer vollständigen Lähmung entwickeln kann. Zudem ist die Haut farblos und das Bein verliert stetig Temperatur. In diesem Fall kann der behandelnde Arzt keinen Puls mehr im Bein nachweisen. Ein akuter Verschluss der Arterie muss so schnell wie möglich behandelt werden, da es sonst zu schwerwiegenden Folgen kommen kann.

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Diagnose
Wird ein Raucherbein vermutet, sollte der behandelnde Hausarzt aufgesucht werden. Bei ihm wird zunächst ein ärztliches Gespräch geführt, bei dem der Patient seine gesamte Krankengeschichte erläutert. Wichtig für den Arzt sind außerdem die auftretenden Symptome, wann sie auftreten und wie lange diese bereits vorliegen. Bestätigt sich der Verdacht eines Raucherbeins, wird der Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen. Hierbei wird er als erstes die Hau t des betroffenen Beins genauer auf verfärbungen oder Geschwüre untersuchen. Im Anschluss wird der Arzt den Puls im Bein ertasten. Handelt es sich um ein fortgeschrittenes Raucherbein, ist der Puls nur noch schwer oder gar nicht mehr zu ertasten. Zusätzlich werden die Temperaturen beider Beine miteinander verglichen. Ist das betroffene Bein kälter, und zeigt zudem deutlich weniger Muskulatur als bei dem gesunden Bein, kann meist schon eine klare Diagnose gestellt werden.

Um die genaue betroffene Stelle im Bein zu finden, nutzt der Arzt zu Beginn ein Stethoskop, um typische Geräusche abzuhören, die bei einem Raucherbein in den Gefäßen entstehen. Im Anschluss findet eine Ultraschalluntersuchung statt, um die genauen Bereiche der Verengungen zu finden und um den Blutfluss in den Gefäßen nachzuweisen. In vielen Fällen wird zudem ein Röntgenbild angelegt, um die Verengungen in den Arterien sichtbar zu machen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn ein operativer Eingriff geplant ist. Damit der Arzt einschätzen kann, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist und wie stark der Patient unter den Symptomen leidet, wird zudem ein Belastungstest durchgeführt. Hierbei muss der Patient auf einem Laufband für einige Minuten unter Beobachtung laufen, damit der Arzt feststellen kann, ab welcher gelaufener Strecke die Beschwerden auftreten.

Behandlung
Die Behandlung hängt stark davon ab, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist. Im ersten Stadium reicht bereits die Bekämpfung der Ursachen aus. Hierbei ist es vor allem wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören um das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen. Zudem sollte sich der Patient ausreichend bewegen und gesund ernähren. Der Arzt wird regelmäßig den Blutdruck messen und die Werte des Cholesterins und der Blutfette bewerten. Sollte diese Umstellung bei dem Patienten keine Verbesserung zeigen, müssen im Zweifelsfall zusätzlich Medikamente verabreicht werden. Ab dem zweiten Stadium sollte ein zusätzliches regelmäßiges Gehtraining durchgeführt werden, was zunächst von dem Arzt angepasst wird. Befindet sich die Krankheit bereits im dritten oder vierten Stadium, ist ein operativer Eingriff notwendig. Hierbei wird die Verengung in der Arterie mithilfe eines Katheters wieder erweitert. Um eine erneute Verengung zu verhindern, wird meist ein Implantat in die betroffene Region eingesetzt. Kann die Verengung auf diese Weise nicht beseitigt werden, müssen die Ablagerungen in der Arterie entfernt werden. Ist das Gewebe des betroffenen Beins bereits abgestorben und ist die Krankheit zu weit fortgeschritten, hilft oft nur noch die Amputation.


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