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Rosacea

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Rosacea, oder auch Rosazea, ist eine Hautkrankheit, die in den meisten Fällen chronisch verläuft. Die Haut der Betroffenen reagiert überempfindlich auf verschiedene Reize, rötet sich und bildet im Verlauf Schwellungen und Knötchen. Bei dieser Hautkrankheit kommt es immer wieder zu Entzündungen, die schubweise auftreten. In den meisten Fällen bricht die Krankheit bei Erwachsenen aus, Kinder sind eher selten betroffen. Die typischen Hautveränderungen können unter anderem bei Stress, starken Temperaturwechseln, Alkohol und Gewürzen auftreten. Auch wenn die Krankheit chronisch verläuft, sind die Chancen der Symptomreduzierung bei einer richtigen Behandlung sehr hoch.

Ursachen
Bisher sind die genauen Ursachen, die die Hautkrankheit auslösen können, noch nicht gefunden worden. Es wird jedoch vermutet, dass vor allem eine erblich bedingte Veranlagung das Risiko für die Rosacea stark erhöhen kann. Jedoch sollen mehrere Faktoren für die Entstehung der Krankheit eine Rolle spielen, darunter zum Beispiel ein gestörtes Immunsystem, bei dem die Abwehrstoffe das Gewebe des Körpers angreifen und eine gestörte Informationsübertragung zwischen Nerven und Blutgefäßen. Schon im Säuglingsalter baut der Körper Abwehrstoffe auf, um den Körper vor verschiedenen Einflüssen und Erregern zu Schützen. Zu diesen Stoffen gehören unter anderem die Cathelicidin-Peptide. Sie haben die Aufgabe, weitere Erreger bei verschiedenen Wunden abzuwehren und verhindern somit Infektionen. Bei gesunden Menschen kommen die Cathelicidin-Peptide eher in geringen Mengen vor. Leidet an Mensch jedoch an der Rosacea, bilden sich diese Eiweißstoffe in erhöhten Mengen. Diese hohen Mengen fördern, dass Blutgefäße neu gebildet werden. Zusätzlich kommt es bei den Cathelicidin-Peptiden zu Spaltungen, was dazu führt, dass die Hautzellen Entzündungsstoffe freisetzen. Aus diesem Grund kommt es verhäuft zu Entzündungen des Hautgewebes. Bei erkrankten Personen kann es zusätzlich zu Störungen der Nerven kommen, die für die Durchblutung der Haut zuständig sind. Im Normalfall regeln diese Nerven die Blutgefäße und bringen sie dazu, sich bei gewissen größeren Reizen zusammenzuziehen oder zu erweitern. Bei Erkrankten kommt es jedoch schon bei kleinsten Reizen zu diesen Reaktionen. Die Blutgefäße weiten sich, können sich danach jedoch nicht mehr zusammenziehen, weshalb sie bei erkrankten Personen auf der Hautoberfläche sichtbar werden. Die Reize können unter anderem UV-Strahlung, Medikamente, verschiedene Getränke, darunter beispielsweise Kaffee und Alkohol und kosmetische Cremes sein. Da die Reize bei jedem Betroffenen unterschiedlich sein können, sollte individuell darauf geachtet werden, welche Faktoren die Symptome begünstigen.

Symptome
Die Beschwerden der Krankheit Rosacea tauchen überwiegend im Gesicht auf. Vor allem die Stirn, die Nase, das Kinn und die Wangen sind von der Hautkrankheit am häufigsten betroffen. Zusätzlich kann auch die Haut am Kopf, am Nacken und an der Brust betroffen sein. Ein typisches Symptom der Krankheit ist die schlagartige Rötung der Haut im Gesicht. Es entstehen rötliche Flecken im Gesicht, die langfristig bestehen bleiben. Die Blutgefäße im Gesicht können sich erweitern, was auch auf der Hautoberfläche sichtbar wird. Zudem können Pusteln und Knötchen entstehen. Im Gewebe kann sich die Lymphflüssigkeit anhäufen und stauen. Zu Beginn der Krankheit kommt es wiederholt zu Rötungen der Haut. Oft werden diese Rötungen auch durch verschiedene Reize verursacht, wie beispielsweise Hitze oder Kälte. Die gereizte Haut kann zudem einen Juckreiz und ein Brennen verursachen. Typischerweise verläuft Rosacea schubweise. Hierbei wird der Schweregrad der Krankheit in drei verschiedene Stufen aufgeteilt. Die erste Stufe wird Rosacea erythematosa-teleangiectatica genannt. Hierbei bleiben die Rötungen auf der Haut dauerhaft. Zusätzlich werden rötliche kleine Adern sichtbar und die Haut kann leichte Schuppen bilden. Bei der Rosacea papulopustulosa, der zweiten Stufe, entstehen auf der Haut kleine Knötchen und Pusteln. Da sich im Gewebe zusätzlich noch Flüssigkeit ansammelt, kommt es außerdem zu Schwellungen der betroffenen Hautstellen. Die dritte Stufe ist die glandulär-hyperplastische Rosacea. Die Haut verdickt sich und die Struktur wird gröber. Zusätzlich verdicken sich die Talgdrüsen, was dazu führt, dass im Gesicht knollenartige Schwellungen entstehen. Verläuft die Krankheit schwerwiegender, breitet sie sich bis zu den Ohren, dem Hals und der Brust aus. Untypisch für eine Rosacea sind Pickel- und Mitesserbildungen, wie etwa bei der Akne. Treten sie dennoch auf, kann es sich um eine Mischform beider Krankheiten handeln.

Seltener sind zusätzlich auch die Augen betroffen. In diesem Fall sind die Augen oft trocken und Betroffene haben das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Zusätzlich kann ein Brennen auftreten. Es kann verhäuft zu erweiterten Blutgefäßen und Entzündungen der Bindehaut und der Augenlider kommen. Ein weiteres Symptom ist die sogenannte Knollennase. Diese taucht häufig im höheren Alter auf und überwiegend sind davon Männer betroffen. Die Knollennase entsteht dann, wenn sich Talgdrüsen stark vermehren.

Diagnose
Die Rosacea ist für einen Arzt oft schon auf dem ersten Blick erkennbar. Für eine sichere Diagnose sollte dennoch ein ausführliches ärztliches Gespräch stattfinden, bei dem der Patient unter anderem die Lebenssituation, die Beschwerden und wann diese aufgetreten sind, schildert. Oft findet der Arzt schon erste Hinweise während des Gesprächs, welche Faktoren die Symptome der Krankheit verschlimmern. Bevor eine sichere Diagnose stattfindet, sollten außerdem andere Krankheiten zunächst ausgeschlossen werden, denn Akne und andere Hautkrankheiten können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Wenn nötig, kann für die Diagnose zusätzlich eine Gewebeprobe der betroffenen Haut entnommen und unter einem Mikroskop untersucht werden. Diese Untersuchung ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Schweregrad der Krankheit nachgewiesen werden soll.

Behandlung
Da die Krankheit bei jedem Patienten sehr individuell ausfällt, muss die Therapie oft auch angepasst werden. Die richtige Behandlung kann die Beschwerden der Krankheit gut unter Kontrolle halten. Ist die Krankheit nur leicht ausgeprägt, reichen bereits Antibiotika in Form von Cremes und Salben aus um die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Ist die Krankheit jedoch stärker ausgeprägt, werden Cremes und Salben allein nicht mehr ausreichen und es müssen Antibiotika in Tablettenform eingenommen werden. In vielen Fällen reichen hierbei die richtigen Wirkstoffe aus um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Sollten sich die Schwellungen und Rötungen durch die Behandlung jedoch nicht verringern, kann auch eine Therapie mithilfe einer Laserbehandlung in Betracht gezogen werden. So können unter anderem die sichtbaren roten Äderchen entfernt werden.

Neben der medikamentösen Behandlung, können die Patienten selbst auch einiges tun um die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Das Gesicht sollte regelmäßig gereinigt und gepflegt werden, allerdings sollten hierbei auf die richtigen Reinigungs- und Kosmetikmittel geachtet werden. Welche Mittel für die Haut gut geeignet sind, kann mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Auch die Ernährung spielt bei der Rosacea eine wichtige Rolle. Zu heiße und stark gewürzte sowie scharfe Speisen und Getränke sollten komplett gemieden werden. Das Gesicht sollte kühl gehalten werden, daher sollten zu heiße Duschen und Bäder oder Besuche in einer Sauna ebenfalls vermieden werden, da diese die Symptome verschlechtern können. Ebenfalls wichtig ist es zu lernen, welche Faktoren die Rosacea begünstigen und diese dann zu vermeiden.


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