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Salmonellose

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Salmonellose wird von Salmonellen hervorgerufen. Es handelt sich hierbei um eine Infektionskrankheit des Verdauungstraktes. In den meisten Fällen erfolgt die Erkrankung durch gegessene Lebensmittel, in denen sich die Erreger befinden. Bei den Erregern handelt es sich um Bakterien die einen stäbchenförmigen Körper haben. Es sind ungefähr 2500 Typen dieser Erreger bekannt. Häufig leben sie im Magen-Darm-Trakt von Tieren und nur selten im Verdauungstrakt des Menschen. Selbst unter härteren Bedingungen sind Salmonellen überlebensfähig. Bei höheren Temperaturen bis zu 47°C können sie sich problemlos vermehren. Zudem überleben sie nicht nur im Verdauungstrakt, sondern auch auf vielen Lebensmitteln und Pflanzen. Dort können sie über Jahre selbst unter wechselnden Umständen überleben. Selbst wenn die Lebensmittel mit den Erregern eingefroren werden, können Salmonellen weiterhin überleben. Beseitigen lassen sich die Erreger erst ab Temperaturen von ungefähr 70°C, wobei diese Temperatur für mindestens 10 Minuten anhalten muss.

Eine Salmonellose ist ansteckend. Die Erreger bleiben bei einem Erwachsenen etwa einem Monat noch im Körper, auch wenn die Krankheitszeichen längst vorüber sind. Bei Kindern bleiben die Salmonellen sogar noch länger im Körper, ungefähr bis zu einem halben Jahr. Sind die Salmonellen immer noch im Verdauungstrakt, werden diese regelmäßig über den Stuhl ausgeschieden. Solange diese Erreger ausgeschieden werden, gibt es auch eine Ansteckungsgefahr. Einer Infektion mit Salmonellen kann aber vorgebeugt werden. Hierbei reichen unter anderem bestimmte Hygienemaßnahmen bereits aus. Am Wichtigsten ist das regelmäßige Waschen der Hände, vor allem dann wenn mit Lebensmitteln, das gilt insbesondere für rohes Fleisch und Eier, gearbeitet wird oder nach dem Gang auf die Toilette. Durch das Händewaschen kann die Anzahl der Erreger bereits so vermindert werden, dass eine Erkrankung nicht mehr möglich ist. Grundsätzlich sollten Lebensmittel, die Salmonellen enthalten könnten, im Kühlschrank gelagert werden. Dazu zählen unter anderem Eier, eihaltige Produkte und Fleischprodukte. Bei Temperaturen von ungefähr 7°C können sich die Salmonellen nicht vermehren. Das Erhitzen von Lebensmitteln, die Salmonellen enthalten könnten, tötet die Erreger ab. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Vorgang für mindestens 10 Minuten stattfindet, bei einer Temperatur von mindestens 70°C. Gekochte Mahlzeiten sollten nicht zu lange zum Abkühlen stehen bleiben und nach dem Aufwärmen innerhalb von zwei Stunden verzehrt werden. Besonders viele Salmonellen können sich im Abtauwasser von gefrorenem rohen Fleisch befinden. Praktisch ist es, wenn das Abtauwasser seperat aufgefangen wird, beispielsweise mithilfe eines Siebes. Gegenstände, die mit dem rohem Fleisch bzw. mit dem Abtauwasser in Berührung kamen, sollten mit heißem Wasser gründlich abgewaschen werden. Lebensmittel die roh verzehrt werden, wie etwa Gemüse, sollten mit dem rohen Fleisch nicht in Berührung kommen. So sollte man vermeiden, für beide Lebensmittel das selbe Schneidebrett zu benutzen. Zudem sollten Schneidebretter immer ausreichend gereinigt werden. Einen weiteren Lebensraum für Salmonellen und andere Bakterien bieten Spülschwämme und Lappen. Diese sollten nach Benutzung entweder ausgetauscht oder in der Waschmaschine gewaschen werden.

Ursachen
Eine Infektion wird dann ausgelöst, wenn eine höhere Anzahl von Salmonellen in den Magen-Darm-Trakt gerät - in der Regel geschieht dies über die Nahrungsaufnahme mit erregerhaltigen Lebensmitteln. Erwachsene müssen zwischen 10 000 und 1 000 000 Erreger aufnehmen, damit eine Infektion überhaupt verursacht wird. Bei Säuglingen und Kleinkindern reichen deutlich weniger Erreger aus. Meistens befinden sich die Erreger im rohen Fleisch von Nutztieren, darunter vor allem Rind, Schwein und Geflügel, weshalb dies immer ausreichend erhitzt und durchgegart werden sollte. Es kann außerdem vorkommen, dass sich Salmonellen in Eiern finden lassen, wenn diese nicht ausreichend erhitzt und gekocht wurden. Auch wenn eihaltige Lebensmittel, wie beispielsweise Mayonnaise, nicht ausreichend verarbeitet wurden oder falsch gelagert werden, kann es vorkommen, dass sich Erreger in diesen Lebensmitteln befinden. Laut neuesten Studien können sich zudem Salmonellen auch in abgepackten Salaten sehr gut vermehren. Salmonellen sind Imstande sich auf anderen Lebensmitteln auszubreiten, die zuvor komplett frei von Erregern waren. Sind die Lebensmittel oder Oberflächen, auf denen die Lebensmittel zubereitet werden, stark verschmutzt und werden nicht ausreichend gereinigt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Salmonellen auf diese Lebensmittel übergehen, sofern sie in der Nähe sind. So können sich beispielsweise die Erreger im Auftauwasser vom zuvor eingefrorenem Fleisch befinden. Befindet sich das Fleisch mit dem Auftauwasser in einem Gefäß oder auf einer anderen Oberfläche, können die Erreger dort verbleiben.

In seltenen Fällen kann die Übertragung der Erreger auch direkt von Mensch zu Mensch stattfinden. Zu einer Krankheitsübertragung kommt es hierbei jedoch nur dann wenn die Salmonellen, die sich im Darm eines Menschen befinden, über verschiedene Wege in den Mund eines anderen Menschen gelangen. Auch eine Übertragung von Mensch zu Tier ist möglich. Dies kann beispielsweise dann passieren, wenn ein Tier gestreichelt wird, auf dessen Fell sich die Erreger befinden, die ursprünglich im Darm des Tieres lebten.

Symptome
Die ersten Symptome einer Salmonellose treten bereits nach 12 bis 35 stunden auf, nachdem die Salmonellen in den Körper des Menschen gelangt sind. Die Beschwerden entwickeln und äußern sich rasch. Der Erkrankte leidet an plötzlich auftretendem Durchfall, allgemeinem Unwohlsein, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Kältegefühl bishin zum Schüttelfrost. Zudem kann es zum Erbrechen und leichtem Fieber kommen. Die Symptome halten in der Regel nur wenige Stunden, selten auch mehrere Tage an. Durch die anhaltenden Durchfälle kann es schnell zum Flüssigkeitsverlust im Körper kommen. Dies ist vor allem für Kleinkinder, Menschen mit einem schwachen Immunsystem und ältere Menschen gefährlich und kann lebensbedrohlich werden, wenn dieser Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird. Im Notfall sollte die Krankheit in einem Krankenhaus behandelt werden. Selten können die Symptome auch viel schwerwiegender ausfallen und zu Komplikationen führen.

Diagnose
Ist der Betroffene körperlich nicht vorbelastet oder nicht zu jung, muss nicht unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden. Entschließt sich der Betroffene trotzdem zum Arzt zu gehen, beispielsweise wenn die Symptome zu belastend sind, findet zunächst ein ärztliches Gespräch statt. Hierbei schildert der Patient dem Arzt alle Symptome, wann sie entstanden sind und wie lange sie bereits anhalten bzw. wie stark diese ausgeprägt sind. In manchen Fällen wird eine Stuhlprobe entnommen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, sich Blut im stuhl befindet oder andere Menschen, beispielsweise bei einer Behandlung im Krankenhaus, angesteckt wurden. Zudem kann es vorkommen, dass eine Menschengruppe, wie etwa innerhalb einer Familie, gleichzeitig an einer Salmonellose erkrankt. Hierbei ist es wichtig nachzuweisen, welcher Erreger für die Erkrankung zuständig ist. Konnte festgestellt werden, dass es sich bei allen Personen um den gleichen Erreger handelt, ist sicher, dass es sich um eine gemeinsame Infektionsquelle handelt.

Behandlung
In erster Linie sollte der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden, indem der Betroffene ausreichend und regelmäßig Flüssigkeit zu sich nimmt. Oft reicht es schon aus, wenn sich Erkrankte schonen und sich ausruhen. Sind Kleinkinder, ältere oder schwache Menschen erkrankt, sollte auf alle Fälle ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann den Flüssigkeitsverlust ausgleichen, indem er Flüssigkeit über die Vene in den Körper laufen lässt. Ein Arzt sollte auch unbedingt dann aufgesucht werden, wenn die Symptome zu stark sind, zum Beispiel wenn der Erkrankte sehr hohes Fieber hat. In manchen Fällen muss die Behandlung auch im Krankenhaus stattfinden. Eher untypisch ist eine Behandlung mit Antibiotika, denn sie können dafür sorgen, dass die Erreger sogar noch länger im Körper verbleiben, was die Krankheit unnötig erschweren und verlängern würde. Leidet der Patient jedoch an hohem Fieber und klagt über schwere Symptome, muss dies mit Antibiotika behandelt werden. Antibiotika werden in diesen Fällen vor allem bei Kleinkindern, Kindern, alten Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder gewissen Krankheiten eingesetzt, auch wenn Komplikationen auftreten können. Bevor der Patient jedoch mit Antibiotika behandelt wird, muss der genaue Erreger nachgewiesen werden. Ist der Erreger bekannt, muss vorerst getestet werden, welche Antibiotika wirksam gegen ihn sind.


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