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Schluckauf

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
In den meisten Fällen ist Schluckauf, auch Singultus genannt, nur ein vorübergehender Zustand, der keinerlei negative Auswirkungen auf den Menschen hat. Schluckauf wird aber oft als lästig und manchmal auch beschämend empfunden. Handelt es sich nur um einen harmlosen akuten Schluckauf, hält dieser nur für eine kurze Zeit an. Manchmal kann ein Schluckauf jedoch auch zu einer anhaltenden chronischen Krankheit werden. Dass ein akuter Schluckauf jedoch chronisch wird, kommt nur in seltenen Fällen vor. Zu einem Schluckauf kommt es dann, wenn sich das Zwerchfell plötzlich verkrampft und sich die Stimmritze zwischen den Stimmbändern verschließt. Das hat die Folge, dass die Luft nicht mehr aus der Lunge entweichen kann und gegen die Stimmbänder drückt. Dies verursacht einen Reiz und es kann zum Schluckauf kommen.

Bereits ungeborene Säuglinge können einen akuten Schluckauf bekommen. Forscher vermuten, dass dies eine Art Atemübung für die Ungeborenen sei. Eine andere Theorie ist, dass der Schluckauf dafür sorge, dass keine Flüssigkeit in die Luftröhre gelangen könne. Im Erwachsenenalter hat ein Schluckauf jedoch keine hilfreiche Wirkung mehr und wird eher als unangenehm und störend empfunden.

Ursachen
Ein akuter Schluckauf wird meistens durch Einflüsse und Reize verursacht, die die Nerven und das Zwerchfell reizen. Oder aber das vegetative Nervensystem, welches für bestimmte Abläufe der Körperfunktionen zuständig ist, wird überreizt. Die Reize selbst entstehen häufig aus zu schnellem Schlucken oder Atmen. Wird Nahrung aufgenommen die zu warm oder zu kalt ist, im ungünstigen Fall auch noch abwechselnd, kann dies ebenfalls einen akuten Schluckauf auslösen. Zudem wurde beobachtet, dass das Rauchen und Alkohol trinken ebenfalls häufige Ursachen für einen akuten Schluckauf sind. Psychische Einflüsse, die die Atmung verändern können, wie zum Beispiel das Erschrecken oder auch Stress, können einen Schluckauf zusätzlich begünstigen.

Handelt es sich jedoch um einen chronischen Schluckauf, können die Ursachen nicht immer nachgewiesen werden. In manchen Fällen können aber andere Krankheit die Ursache sein. Dies sind unter anderem vor allem Krankheiten, die das obere Verdauungssystem betreffen. Weitere Krankheiten, die einen Schluckauf auslösen können, sind unter anderem Hormonerkrankungen oder Stoffwechselstörungen. Zu den Stoffwechselstörungen gehören beispielsweise Erkrankungen der Leber und der Gallenwege, wie etwa Entzündungen. Auch wer an Diabetes mellitus erkrankt ist, kann im Verlauf der Krankheit einen chronischen Schluckauf erleiden. Grund dafür ist die Schädigungen der Nerven, die im Laufe der Zeit entstehen können.

Symptome
Ein Schluckauf äußert sich durch wiederholtes "Hicksen". Je nach Länge und Anhalten des Schluckaufs, sollte in gewissen Fällen ein Arzt aufgesucht werden. Dies kommt außerdem auch dann in Frage, wenn der Schluckauf häufiger als zuvor auftritt. Neben dem eigentlichen Schluckauf können noch andere Symptome bei dem Betroffenen entstehen. Dazu gehören beispielsweise Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Gelbsucht. Oft entstehen diese Symptome, wenn die Ursache eines Schluckaufs eine andere Krankheit ist. Ein Arzt sollte auch dann unbedingt aufgesucht werden, wenn sich der Betroffene häufig müde fühlt, zu schnell und zu stark an Körpergewicht verliert und der Hals angeschwollen ist. Ein Schluckauf kann unter anderem auch ein Symptom für eine neurologische Krankheit sein. So sollte bei Auftreten, neben dem Schluckauf, von Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Lähmungsgefühl und Sprach- oder Sehstörungen unbedingt ein Notarzt verständigt werden, denn hierbei kann es sich unter anderem um einen Schlaganfall handeln.

Diagnose
Da ein akuter Schluckauf wieder von allein verschwindet und keinerlei Schaden anrichtet, ist eine Diagnose und Behandlung nicht nötig. Wird jedoch ein chronischer Schluckauf vermutet, sollte im Zweifelsfall ein Arzt dazu befragt werden. Von einem chronischen Schluckauf wird dann gesprochen, wenn dieser länger als zwei Tage anhält. In den meisten Fällen findet die Untersuchung bei dem Hausarzt statt. Werden jedoch andere Krankheiten hinter dem Schluckauf vermutet, wird der Patient oft an verschiedene Spezialisten überwiesen. Bevor der Patient körperlich untersucht wird, findet ein ausführliches Gespräch statt, bei dem der Betroffene alle Beschwerden schildert. Traten zuvor schon Krankheiten auf, sollten diese ebenfalls genannt werden. Nach dem Gespräch wird der Körper des Patienten untersucht. Vor allem die Bereiche des Kopfes, des Halses und der Brust werden genauer abgetastet. In vielen Fällen wird im Anschluss eine Magenspiegelung durchgeführt. Weitere Informationen können außerdem Blutuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen liefern. In manchen Fällen ist für eine sichere Diagnose und bei Verdacht einer anderen Krankheit auch eine Röntgenaufnahme oder eine Computertomografie nötig.

Behandlung
Auch wenn ein akuter Singultus keinen Schaden anrichten kann und auch von allein wieder verschwindet, gibt es einige Maßnahmen, die einen kurzfristigen Schluckauf stoppen können. Beispielsweise kann ein Glas mit kaltem Wasser getrunken werden. Hierbei sollte der Betroffene jedoch nur kleine Schlücke nehmen, diese aber schnell hintereinander trinken. Oder aber es kann mit Wasser gegurgelt werden. Außerdem kann der Atem angehalten werden. Hilfreich ist es, währenddessen zu husten. In der Regel ist bei einem akuten Schluckauf jedoch keine Behandlung nötig und er verschwindet nach kurzer Zeit wieder von allein.

Handelt es sich jedoch um einen chronischen Schluckauf, sollte dieser im Laufe der Zeit behandelt werden. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Erkrankung. Um den entstandenen Schluckauf besser unter Kontrolle zu bringen, können einfache Atemübungen erlernt werden. Zusätzlich gibt es Übungen, die den Reflex unterdrücken bzw. unterbrechen. Weitere helfende Maßnahmen sind spezielle Bauchmassagen und Entspannungstechniken. In vielen Fällen ist es außerdem sinnvoll, die Ernährung anzupassen, was zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden sollte. Schlagen diese Behandlungsmethoden nicht an, kann der Arzt zusätzlich krampflösende und muskelentspannende Mittel verschreiben. Diese können den anhaltenden Schluckauf lindern. Diese Medikamente sollten jedoch nur nach genauen Vorschriften des Arztes eingenommen werden. Außerdem sollte die Dauer der Einnahme nicht zu lange anhalten. Neben der medikamentösen Behandlung, gibt es auch noch verschiedene Verhaltenstherapien. Auch Atemtherapien können für den Patienten durchaus hilfreich sein. Helfen keine der genannten Methoden, kommt nur noch ein operativer Eingriff in Frage. Hierbei werden Neurochirurgen unter anderem versuchen die Nerven gezielt zu stimulieren. Dafür werden häufig spezielle Implantate eingesetzt. Oft ist es jedoch leider so, dass die Beschwerden nach unbekannter Zeit wieder auftreten und der Eingriff ggf. erneut stattfinden muss.


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