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Schuppenflechte

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Schuppenflechte oder auch Psoriasis ist eine erblich bedingte, nicht ansteckende, Hauterkrankung, die in den meisten Fällen chronisch verläuft. Doch nicht nur die Haut kann betroffen sein, auch Gelenke und Organe, wie etwa Herz oder Leber können unter dieser Krankheit leiden. Außerdem nimmt die Lebensqualität stark ab, was auch negative psychische Auswirkungen auf den Betroffenen haben kann. Ein Großteil der Bevölkerung erkrankt vor dem 40. Lebensjahr an Schuppenflechte, wobei die Krankheit nur selten bei Kindern ausbricht. Oft leiden die Betroffenen unter immer wiederkehrenden Phasen, in denen die Schuppenflechte ausbricht. Wie lang und stark diese Krankheit anhält ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bisher kann die Schuppenflechte nicht geheilt werden. Jedoch gibt es wirksame Therapien, die die Krankheit eindämmen und verharmlosen können. Es gibt verschiedene Formen der Schuppenflechte, darunter Psoriasis-Arthritis und Psoriasis pustulosa. Die erste genannte Form ist die am häufigsten auftretende Schuppenflechte. Betroffene leiden hier zusätzlich, neben den üblichen Symptomen, unter Gelenkschmerzen und Gelenkbeschwerden. Im ungünstigsten Fall schwellen die Gelenke an und verformen sich. Die Verformungen lösen Schmerzen aus und behindern die betroffenen Körperstellen an der Bewegung. Die zweite Form der Schuppenflechte ist an eitrigen Pusteln auf den entzündeten Körperstellen zu erkennen. Da häufig Hände und Füße befallen sind, ist das Laufen und Bewegen der Hände sehr schmerzhaft und hinderlich.

Ursachen
Überwiegend liegen die Ursachen einer Schuppenflechte in der genetischen Veranlagung. Schuppenflechte kann vererbt werden, muss aber nicht zwingend bei jedem Menschen ausbrechen. Allerdings gibt es einige Auslöser die das Ausbrechen dieser Krankheit fördern können. Darunter fallen zum Beispiel gewisse Infektionen, wie Mandelentzündungen, Magen-Darminfektionen oder Geschlechtskrankheiten. Auch Pilze, die die Kopfhaut befallen können eine Ursache einer Schuppenflechte sein. Weitere Faktoren sind Verletzungen der Haut, Störungen des Stoffwechsels und Hormonschwankungen. Gewisse Medikamente können eine Schuppenflechte ebenfalls fördern, wie zum Beispiel Betablocker. Auch ein Übermaß an Alkohol und Zigaretten, Übergewicht und psychische Belastungen können für den Ausbruch der Krankheit sorgen. Diese Faktoren müssen nicht immer die Ursache sein; sie können auch als Folge der Krankheit auftreten. Um einer schlimmeren Diagnose vorzubeugen, können einige Dinge beachtet werden. Der Betroffene leidet oft psychisch unter den Symptomen einer Schuppenflechte. Wichtig ist dennoch das eigene Wohlbefinden, denn Stress kann die Krankheit verschlimmern. Schübe können verringert werden, wenn der Betroffene gesund lebt. Hierbei sind eine gesunde Ernährung, Sport und wenig Alkoholkonsum hilfreich. Auf das Rauchen sollte komplett verzichtet werden.

Symptome
Das deutlichste Symptom einer Schuppenflechte ist das sehr schnelle Heranwachsen der oberen Hautschicht. Im Schnitt wächst die Haut an den betroffenen Stellen unkontrolliert etwa siebenmal schneller nach als bei gesunden Personen. Was also bei gesunden Personen etwa vier Wochen dauert, geschieht bei Erkrankten schon innerhalb von vier Tagen. Dieses rasante Wachstum wird auf dem Körper sichtbar. Die betroffenen Stellen auf der Haut sind mit weißen, glänzenden schuppen bedeckt. Darunter ist die Haut entzündet, gereizt und gerötet, da sie stark durchblutet wird. Bestimmte Körperstellen sind besonders häufig betroffen. Oft breitet sich die Schuppenflechte am Ellbogen, im Bereich des Schienbeins, auf der Kopfhaut, am Gesäß, an der Brust und auf dem Rücken aus. Häufig ist auch das Gesicht und vor allem der Haaransatz betroffen. Die Betroffenen leiden oft am starken Juckreiz. Je nach Art der Schuppenflechte können auch andere Körperstellen befallen sein, darunter fallen Achseln, Handinnenflächen und der Bauchnabel. Im schlimmsten Fall ist der gesamte Körper mit entzündeten Stellen überwuchert, was lebensbedrohlich ist. Nicht selten kommt es vor, dass nah aneinander liegende Stellen zusammen wachsen. Wenn auch Nägel befallen sind, sind diese gelb bis braun verfärbt und haben kleine Einkerbungen. Je nach Art der Schuppenflechte können die bereits genannten Symptome von Fieber, Unwohlsein und Abgeschlagenheit begleitet werden.

Diagnose
Um eine Schuppenflechte nachzuweisen wird zunächst die Haut des Patienten gründlich untersucht. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, wie sich die Haut verhält. Werden die Schuppen abgekratzt, ist noch eine dünne Hautschicht darunter sichtbar. Oft blutet die betroffene Stelle, wenn diese Hautschicht ebenfalls entfernt wird. Um andere Krankheiten auszuschließen, sind Blutuntersuchungen und Abstriche notwendig. Häufig werden zudem noch Gewebeproben des Patienten entnommen. Klagt der Patient bereits über Schmerzen in Gelenken, ist ein MRT oder eine Röntgenaufnahme wichtig.

Behandlung
Schuppenflechte kann nicht geheilt werden. Das heißt, dass die Ursache nicht bekämpft werden kann, jedoch gibt es mittlerweile wirksame Methoden Symptome abheilen zu lassen und ihr Auftreten zu verkürzen. Ebenso können die erneuten Schübe unterdrückt werden. Für solch eine Therapie stehen einige Medikamente und Salben zur Verfügung. Wie die Therapie vonstattengehen soll, wird bei jedem Patienten individuell untersucht. Denn oft ist es sinnvoll Medikamente und Salben zu kombinieren und Therapieformen nach längerer Zeit zu verändern. Um die Haut zu behandeln, werden in der Regel Salben und Cremes eingesetzt. Neben ihnen können auch spezielle Shampoos und Duschgele helfen. Durch Bäder, Salben und Verbände können die Schuppen abgelöst werden. Der Vorgang sollte täglich wiederholt werden. Neben der äußerlichen Behandlung, können auch Medikamente eingesetzt werden, die das Wachstum der Schuppen eindämmen und Entzündungen verringern. In schwerwiegenden Fällen müssen andere Medikamente eingesetzt werden, sofern die äußerliche Behandlung kaum bis gar nicht wirksam ist. Wichtig ist hierbei die äußerliche Behandlung dennoch beizubehalten. In vielen Fällen werden Stoffe eingesetzt, die das Immunsystem kontrolliert unterdrücken. Heutzutage ist es nicht selten, dass Medikamente eingesetzt werden, die körpereigene Stoffe beinhalten um den erneuten Ausbruch zu unterdrücken. Eine weitere mögliche Therapie ist die Bestrahlung von UV-Licht, wobei darauf geachtet werden muss, dass kein Sonnenbrand entsteht. Eine UV-Licht Therapie wird oft mit salzhaltigen Wasser-Bädern kombiniert. Wichtig ist hierbei auf den Rat des Arztes zu hören. Eine recht moderne Behandlungsmethode ist die Lasertherapie, die bislang jedoch nicht von den Krankenkassen bezahlt wird. Bei dieser Behandlung werden kleine Stellen gezielt bestrahlt.


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