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Syphilis

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Syphilis, auch Lues oder Lues venera genannt, ist eine Infektionskrankheit, die auf sexuellem Wege übertragen wird. Erreger dieser Krankheit ist das Bakterium Treponema pallidum. Die Erreger gelangen während des Geschlechtsverkehrs über die Schleimhäute oder minimale Verletzungen in den Körperorganismus. Auch eine Ansteckung über den Kontakt mit Blut ist möglich, aber in Deutschland sehr selten geworden. Ebenso selten ist die Übertragung der Krankheit von einer Schwangeren auf ihr Ungeborenes. Mittlerweile ist Syphilis gut behandelbar, jedoch ist die Zahl der Erkrankten in der letzten Zeit wieder gestiegen. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Dies gilt vor allem für Männer die gleichgeschlechtlichen Sex haben.

Ursachen
Die Ursache von Syphilis ist das Bakterium Treponema pallidum, welches eine spiralartige Form hat. Es gehört zur Familie der Spirochäten und kann sich im Körper schnell vermehren. Außerhalb des Körpers stirbt der Erreger hingegen schnell ab. Die Ansteckung erfolgt über den Geschlechtsverkehr oder aber auch über Oralsex. Dabei reichen kleinste Verletzungen oder Risse der Schleimhäute aus, damit der Erreger in den menschlichen Körper gelangt. Während des Krankheitsverlaufs bildet sich ein Geschwür, was nicht immer im Genitalbereich liegen muss. Aus diesem Grund schützen Kondome nicht zu hundert Prozent und es bleibt ein Risiko vorhanden. Wird die Krankheit nicht behandelt, ist sie während des gesamten Krankheitsverlaufs übertragbar. Ist die Krankheit überwunden, kann der Mensch immer wieder an Syphilis erkranken, da keine Immunität aufgebaut werden kann.

Symptome
Erkrankt ein Mensch an Syphilis, durchlebt er bis zu vier Krankheitsstadien, die alle andere Symptome aufweisen können.Aber nicht immer entstehen Symptome, wenn jemand an Syphilis erkrankt. Wenn aber Beschwerden entstehen, äußern sich diese zunächst häufig mit einer Art Geschwür im Genitalbereich oder benachbarten Regionen. Das Geschwür verursacht keine Schmerzen und hat eine etwas härtere Konsistenz. In dieser Phase ist die Krankheit höchst ansteckend. Das Geschwür sorgt später für ein Anschwellen der umliegenden Lymphknoten. Im Verlauf der Krankheit kann sich der Erreger im gesamten Körper ausbreiten. Dies zeigt sich durch Hautausschläge, Fieber und/oder Haarausfall. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie entweder von allein wieder verschwinden oder sich weiter ausbreiten und nach vielen Jahren Schäden an den Organen verursachen. Kommt es zu einer Neurosyphilis, zerstört diese das Gehirn und Rückenmark. Ist eine Person zusätzlich an HIV erkrankt, können sich die Stadien und Symptome von der Norm abweichen.

Von der Ansteckung der Krankheit bishin zum Ausbruch der ersten Symptome können ungefähr drei Wochen vergehen. In diesem ersten Stadium, auch Lues I genannt, bildet sich zunächst das bereits erwähnte Geschwür. Es bildet sich an der Körperstelle, an der der Erreger in den Körper eingedrungen ist. Das Geschwür hat eine dunkelrote Farbe und ist oft etwas kleiner als ein Reiskorn. Das Geschwür kann nicht nur im Intimbereich entstehen, sondern auch am After, an den Brüsten oder am Mund. In manchen Fällen können auch mehrere Geschwüre auf einmal entstehen, die oft auch eitern. Nach ungefähr drei Monaten vermehrt sich der Erreger rasch über die Blut- oder Lymphwege. Dies ist der Beginn des zweiten Stadiums, auch Lues II genannt. Während dieser Krankheitsphase können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen bzw. Gelenkschmerzen entstehen. Oft schwellen auch die Lymphknoten im Bereich des Halses und der Achseln an. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter einem fleckigen Hautausschlag, der meistens aber keinen Juckreiz verursacht. Der Hautausschlag tritt oft an Händen und Füßen auf und wird mit der Zeit rot bis bräunlich und knotig. In manchen Fällen kann Wundwasser austreten oder es bilden sich Schuppen. Auch in diesem Fall besteht eine Ansteckungsgefahr, da sich auf dem Ausschlag die Erreger befinden. Seltener leidet der Erkrankte unter Haarausfall oder Schleimhautveränderungen im Mundbereich. Die Symptome können abschwächen und dann wieder stärker werden. Nach etwa einem Jahr klingen die Symptome ab, was aber nicht bedeutet, dass die Krankheit auskuriert. Wird der Betroffene in diesem Stadium nicht behandelt, kann es zum dritten Krankheitsstadium, Lues III, kommen. Oft merken die Erkrankten aber erst Jahrzehnte später die Auswirkungen. Die Erreger haben in diesem Stadium die Organe angegriffen. Es entstehen Knoten auf der Haut, an den Organen und im Gewebe. Häufig werden auch die Blutgefäße beschädigt, weshalb die Durchblutung nicht mehr richtig funktioniert. Auch die Hauptschlagader kann betroffen sein. Im schlimmsten Fall reißt diese auf und löst eine innere Blutung aus, die lebensbedrohlich ist. Hinzu kommt eine mögliche Herzklappen-Insuffizienz sowie eine Schädigung der Sehnerven. Zuletzt führt die Krankheit unbehandelt zur Metasyphilis und schließlich zur Neurosyphilis. Während der Metasyphilis wird das Rückenmark nach und nach zerstört. Symptome sind stechende Schmerzen im Bereich des Bauches und der Beine. Das Gehen wird unsicherer und die Blasen- und Darmfuntkion ist gestört. Außerdem können Lähmungen entstehen. Wird das Gehirn geschädigt, äußert sich dies durch Halluzinationen, Wahnvorstellungen und später auch Demenz. Unbehandelt kann dieser Zustand zum Tod führen. Bei der Neurosyphilis wird das zentrale Nervensystem befallen und beschädigt. Der Erkrankte leidet dann unter Kopfschmerzen, einem steifen Nacken, Sehstörungen, Hörstörungen und Lähmungen. Auch die Neurosyphilis kann lange unbemerkt bleiben, da nicht immer Beschwerden auftauchen.

Diagnose
Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt werden schon erste Hinweise erkennbar, wenn der Patient die Symptome nennt. Falls das Gespräch nicht aufschlussreich ist, können erste körperliche Untersuchungen und Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Zudem kann mithilfe eines Tests der Erreger nachgewiesen werden. Ist bei dem Patienten ein Hautausschlag ausgebrochen, kann dieser schon erste Hinweise auf Syphilis bieten. Tritt zudem Sekret aus der Haut aus, kann es unter einem Mikroskop genauer untersucht werden. Nicht immer muss Syphilis behandelt werden. In manchen Fällen werden die Erreger erst dann gefunden, wenn die Krankheit längst ausgeheilt ist. Um dies nachweisen zu können, müssen allerdings spezielle Bluttests durchgeführt werden. Besteht der Verdacht, dass bereits das Nervensystem befallen ist, wird etwas Nervenwasser des Patienten entnommen und untersucht. Konnte die Syphilis nachgewiesen werden, ist es wichtig andere Geschlechtskrankheiten auszuschließen bzw. nachzuweisen. Syphilis ist meldepflichtig. Liegt also ein positives Ergebnis vor, müssen die Werte an das Robert-Koch-Institut geschickt werden, da dies alle Infektionskrankheiten in Deutschland überwacht und erforscht.

Behandlung
In der Regel wird für die Behandlung das Antibiotikum Penicillin eingesetzt. Um die Krankheit vollständig behandeln zu können, sollte der Sexualpartner ebenfalls aufgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden. Bei einer Penicillin-Allergie kann ein alternatives Antibiotikum verabreicht werden. Penicillin wird entweder als Infusion oder mithilfe einer Srpitze in den menschlichen Körper eingeführt. Wie oft und wie lange die Behandlung eingehalten werden muss, hängt davon ab, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Selten geschieht es, dass Patienten auf die rasche Therapie negativ reagieren und Symptome entwickeln. Dieser Zustand wird Jarisch-Herxheimer-Reaktion genannt und äußert sich durch Kopf- und Muskelschmerzen, Schüttelfrost und abnehmenden Blutdruck. In der Regel reicht die Behandlung mit Kortison aus um die Symptome zu bekämpfen.


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