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Wadenkrämpfe

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Wadenkrämpfe sind in den meisten Fällen völlig harmlos und hinterlassen keine Folgeschäden. Selten können jedoch ernstzunehmende Erkrankungen die Ursache von ihnen sein. Wadenkrämpfe entstehen oft ganz plötzlich, sind sehr unangenehm, verursachen starke Schmerzen und halten einige Sekunden bis wenige Minuten an. Ist der Wadenkrampf vorüber, bleibt oft ein Gefühl ähnlich wie bei einem Muskelkater zurück. Die Veranlagung Wadenkrämpfe zu erleiden kann vererbt werden und kann somit innerhalb der Familie häufiger vorkommen. Wadenkrämpfe können in jeder Situation entstehen, ob Personen gerade Sport treiben oder nachts im Bett liegen.

Wadenkrämpfen kann in den meisten Fällen durch ausreichende Bewegung und Dehnung der Muskeln vorgebeugt werden. Sportler, die des öfteren unter Wadenkrämpfe leiden, sollten ihre Vorgehensweise der sportlichen Aktivitäten überdenken und sich genügend Erholungsphasen und Pausen gönnen. Wichtig ist zudem ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Kommen die Wadenkrämpfe häufig in der Nacht vor, können vor dem Schlafengehen Dehnübungen durchgeführt werden. Auch Spaziergänge am Abend können Wadenkrämpfe bereits vorbeugen. Auch hier sollte im Anschluss ausreichend Flüssigkeit getrunken werden. Im Bett sollten die Füße und Beine genügend Bewegungsfreiheit haben. Auch warme Bäder für die Beinmuskulatur können schonend wirken. Sollte während der Nacht doch einmal ein Wadenkrampf auftreten, so sollte die Fußspitze in Richtung des Knies gezogen werden um den angespannten Muskel wieder zu entspannen. Zusätzlich sollte die Wade vorsichtig massiert werden. Allgemein können die Füße und Beine durch bequeme Schuhe geschont werden. Die Muskeln sollten regelmäßig bewegt und gedehnt werden; im Idealfall mehrmals in der Woche. Zu heftige Temperaturwechsel, wie etwa beim Duschen, sollten vermieden werden. Eine ausreichende Ernährung kann zudem Mangelerscheinungen vorbeugen und somit auch Wadenkrämpfen.

Ursachen
Häufige Ursachen sind unter anderem eine überfordete oder unterfordete Wadenmuskulatur. Selten können verschiedene Erkrankungen, unter anderem Stoffwechselkrankheiten oder Nervenkrankheiten, die Ursache für Wadenkrämpfe sein. In den meisten Fällen ist lediglich der Elektrolythaushalt ins Ungleichgewicht geraten und somit der Grund für Wadenkrämpfe. Durch einen Salzmangel kommt es zu einer eingeschränkten Funktion der Sensibilität der einzelnen Muskelfasern. Die Muskeln reagieren zu gering oder zu extrem auf verschiedene Signale, was einen Wadenkrampf auslösen kann. Auch wer zu viel Sport treibt, körperliche Aktivitäten durchführt, die für den Körper zunächst ungewohnt sind, oder unter falschen Bedingungen Sport treibt, riskiert Wadenkrämpfe.

Symptome
Wadenkrämpfe äußern sich durch Anspannungen einzelner Muskeln oder auch mehrerer Muskeln gleichzeitig im Unterschenkel, die starke Schmerzen verursachen. In den meisten Fällen treten sie während extremen sportlichen Belastungen, bei einem Flüssigkeitsmangel oder in der Nacht während des Schlafens auf. Tritt diese Anspannung auf, bleibt die Entlastung weg und der Muskel fühlt sich hart an. Im Normalfall würde sich der Muskel bei Bewegung nach der Anspannung von allein wieder entspannen.Auch ältere Menschen und schwangere Frauen leiden oft unter den Wadenkrämpfen. Die Krämpfe werden in drei verschiedene Typen aufgeteilt, die paraphysiologischen Krämpfe, die idiopathischen Krämpfe und die symptomatischen Krämpfe. Bei den paraphysiologischen Krämpfen handelt es sich um gelegentlich auftretende Wadenkrämpfe, die unter anderem nach dem Sport oder bei Schwangeren auftreten können. Handelt es sich um idiopathische Krämpfe, kann sich eine andere Erkrankung dahinter verbergen oder aber eine familiäre Veranlagung. Symptomatische Wadenkrämpfe treten beispielsweise bei Herzkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten oder Nervenkrankheiten auf. Manche Medikamente können zudem als Nebenwirkung Wadenkrämpfe verursachen.

Sind andere Krankheiten die Ursache von Wadenkrämpfen, kommt es häufig vor, dass sie regelmäßiger auftreten und auch länger anhalten als nur einige Sekunden. Zudem sind die Schmerzen in diesem Fall schwerwiegender. Handelt es sich um andere Erkrankungen können zusätzlich noch andere Symptome auftreten. Betroffene leiden dann unter Schmerzen in einem Bein oder in beiden Beinen, sie spüren häufig ein Kribbeln oder nehmen ein Taubheitsgefühl in den Beinen wahr. Zudem kommt es zu Muskelschwächen, die auch in anderen Körperteilen auftreten können. Kommen Wadenkrämpfe stark und in kurzen Abständen wiederholt vor, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose
Treten die Wadenkrämpfe nur gelegentlich auf, muss nicht direkt ein Arzt aufgesucht werden, da die Ursachen hierfür recht harmlos und unbekannt sind. Anders ist es, wenn die Wadenkrämpfe sehr oft auftreten oder weitere Symptome, wie Taubheitsgefühle in den Beinen oder Kopfschmerzen auftreten. Ein Arzt sollte auch dann aufgesucht werden, wenn Dehnübungen und andere Mittel für das Verhindern eines Krampfes keine Wirkung zeigen. Kommt es schließlich doch zu einem Arztbesuch, findet zunächst ein ärztlichess Gespräch statt. Der Patient schildert dem Arzt alle Symptome, wie oft die Wadenkrämpfe auftreten und wie lange sie anhalten. Zudem sollte der Patient dem Arzt alle Medikamente nennen, die er evtl. einnimmt. Gegebenenfalls wird der Arzt zusätzlich fragen, ob es innerhalb der Familie verhäuft zu Wadenkrämpfen kommt. Weitere wichtige Informationen für den Arzt sind, ob der Patient sportlich aktiv ist, wie viel er trinkt und wie er sich ernährt. Im Anschluss findet eine körperliche Untersuchung statt, bei der der Arzt die Beine, die Füße, den Rücken, die Arme und den Kopf genauer begutachtet. Des weiteren wird er den Blutdruck messen und Klopftests durchführen, die die Impulse für das Zusammenziehen des Muskels reizen. Wird eine ernstzunehmende Ursache vermutet, wird der Patient einem Spezialisten überwiesen. Eine Blutuntersuchung kann ebenfalls aufschlussreich sein. Oft werden zudem die Werte des Hormonhaushalts überprüft. Handelt es sich um weibliche Patienten, wird in der Regel auch ein Schwangerschaftstest durchgeführt, da auch dies eine Ursache für Wadenkrämpfe sein kann. Steckt eine andere Krankheit hinter den Wadenkrämpfen, sind spezielle Untersuchungen notwendig. Zu diesen Untersuchungen zählen, je nach Art der Krankheit, eine Elektromyografie, Ultraschalluntersuchungen, eine Computertomografie und spezielle Untersuchungen der Gefäße.

Behandlung
Sinn einer Behandlung für Wadenkrämpfe ist das ausreichende Dehnen und Bewegen der Wadenmuskulatur bzw. gesamten Unterschenkelmuskulatur mithilfe verschiedener Übungen. In manchen Fällen können Magnesiumtabletten die Behandlung unterstützen. Zuvor sollte jedoch mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden, ob und welche Magnesiumpräparate geeignet sind. Oft kommen Magnesiumtabletten zum Einsatz, wenn ein Magnesiummangel bei den Patienten nachgewiesen wurde. Zusätzlich können zudem Vitaminpräparate verschrieben werden. Kommt es vor allem immer nachts zu Wadenkrämpfen, kann der Arzt den Wirkstoff Chininsulfat verschreiben, der jedoch nur zeitlich begrenzt und unter Absprache eingenommen werden sollte, da dieser Wirkstoff mittlerweile eher kritisch begutachtet wird, da er viele Nebenwirkungen auslösen kann. Liegt die Ursache in einer anderen Erkrankung, muss diese zunächst behandelt werden. Bei erfolgreicher Therapie klingen auch die Wadenkrämpfe allmählich wieder ab. Zusätzlich kann eine Physiotherapie die Heilungschancen verbessern und schneller herbeiführen. Handelt es sich beispielsweise um Krankheiten wie eine amyotrophe Lateralsklerose, eine Nervenerkrankung des Muskels, können lediglich die Symptome behandelt werden.


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