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Zwangsstörungen

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Zwangsstörungen

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Zwangsstörungen oder auch Zwangserkrankungen zählen zu den psychischen Störungen und bewegen den Erkrankten dazu gewisse Dinge zwanghaft zu wiederholen oder darüber nachzudenken. Nicht jede Zwangsstörung ist gleich. Es werden drei Arten der Zwangsstörung unterschieden, die Zwangshandlungen, Zwangsgedanken und Zwangsimpulse. Diese Zwänge treten nicht gewollt auf und werden von Betroffenen in der Regel als lästig und bedrückend empfunden. Unterdrücken oder Überwinden der Zwänge bleibt oft ohne Erfolg.

Ursachen
Einen klaren Auslöser für Zwangsstörungen konnte noch nicht herausgefunden werden. Forscher vermuten jedoch, dass sowohl psychische als auch körperliche Eigenschaften im Zusammenhang stehen. So könnten durcheinandergeratene Botenstoffe des Gehirns das Auslösen einer Zwangsstörung begünstigen. Zusätzlich soll auch schon die Veranlagung zu diesen Zwangsstörungen vererbt werden können. Auch psychologische Ursachen könnten eine Zwangsstörung begünstigen. Schon in der Erziehung könnten die ersten Bausteine für die Krankheit gelegt werden. Kinder, bei denen die Erziehung bereits verschiedene Ängste gefördert hat, neigen eher dazu eine Zwangsstörung zu bekommen. Eine strenge Erziehung kann dazu führen, dass der Betroffene auch zu sich selbst sehr streng ist und zum Perfektionismus neigt. Dies soll dazu führen, dass weniger Fehler gemacht werden und eine gewisse Sicherheit erzielt werden kann. Des Weiteren können negative Ereignisse, die den Betroffenen geprägt haben, dazu beitragen, dass eine Zwangsstörung entsteht.

In vielen Fällen entwickeln sich Zwangsstörungen aus zuvor neutralen Situationen. Die betroffene Person verbindet beispielsweise ein negatives Ereignis mit einem Gegenstand oder einer Handlung. Die Person fühlt sich ängstlich und angespannt und wird später diesen Gegenstand oder die Handlung mit dem negativen Ereigniss verbinden. Im Verlauf wird schon der Anblick dieses Gegenstandes oder das Ausführen der Handlung ausreichen, um die Angst und Anspannung erneut auszulösen. Durch die Zwänge, die im Anschluss durchgeführt werden, können diese negativen Gefühle für kurze Zeit bekämpft werden. Dieser Zustand hält in vielen Fällen jedoch nicht lange an. Schnell kommt das angespannte Gefühl zurück und der Zwang muss erneut durchgeführt werden. Der Betroffene befindet sich in einer Art Teufelskreis, wobei die Zwänge dafür sorgen, dass Ängste und Anspannung immer stärker werden.

Symptome
Häufig entwickelt sich die Zwangsstörung bereits im Kindes- oder Jugendalter. Im Erwachsenenalter bricht sie dann oft komplett aus, wobei die Erkrankung im höheren Alter wiederum seltener ist. Normalerweise neigen Menschen dazu Taten oder Dinge ab und zu kontrollieren zu wollen. Das Bedürfnis ist nach einmaligem oder zweimaligem Kontrollieren gestillt. Leidet ein Mensch unter einer Zwangsstörung kann dieses Bedürfnis jedoch belastend werden, dann es entwickelt sich zum Zwang. Das Kontrollieren, Handeln und auch die Gedankengänge finden nun andauernd, mit vielen Wiederholungen statt. Oft versucht der Betroffene gegen diese Zwänge anzukämpfen, allerdings gelingt dies gar nicht oder selten. Und auch wenn ein Zwang verdrängt werden kann, kommt dieser früher oder später wieder zurück. Zwänge können von dem Betroffenen nicht verdrängt werden, auch wenn er im Grunde genommen weiß, dass sie grotesk und belastend sind. Diese Faktoren erschweren das alltägliche Leben eines Erkrankten enorm und schränken ihn teilweise auch stark ein.

Tätigkeiten im alltäglichen Leben müssen von Betroffenen mehrere Male wiederholt werden. Diese Wiederholungen werden so lange durchgeführt, bis sich der Betroffene sicherer fühlt und der Zwang vorübergehend aufhört. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass der Erkrankte um die zehn Mal überprüfen muss, ob der Herd wirklich ausgeschaltet ist, obwohl er weiß, dass er ihn ausgeschaltet hat. Häufig kommt es auch vor, dass Betroffene sich eigene Gesetze schaffen, nach denen sie vorgehen, während die Zwänge bestehen. Der Betroffene wird also in einer bestimmten Reihenfolge kontrollieren, ob der Herd wirklich aus ist. Auch diese Reihenfolge wird mehrere Male wiederholt. Kommt der Betroffene währenddessen durcheinander, muss die Reihenfolge von vorne beginnen, da er sich sonst unsicher und panisch fühlt. Außerdem entsteht auch dann eine Unsicherheit und Angst auf, wenn der Betroffene versucht die Zwänge zu unterdrücken und nicht auszuführen. Nachgeben und das ausüben der Zwänge gibt dem Betroffenen für eine kurze Zeit Sicherheit. Entsteht die Krankheit schon im Kindes- oder Jugendalter, äußern sich die Symptome oft etwas anders. Kinder und Jugendliche empfinden die Zwänge oft nicht als unsinnig oder störend und wollen auch nicht immer dagegen ankämpfen.

Diagnose
Das Erstgespräch findet für gewöhnlich mit dem Hausarzt statt. In diesem Gespräch wird nach den auftretenden Symptomen und nach der Krankheitsgeschichte des Patienten gefragt. Besteht der Verdacht einer Zwangsstörung, wird der Patient an einen Psychiater oder Psychotherapeuten überwiesen. Um eine Zwangsstörung handelt es sich vermutlich dann, wenn die Zwänge das ganze Leben des Betroffenen negativ beeinflussen. Außerdem können Zwangsstörungen anhand von bestimmten Merkmalen diagnostiziert werden. Dazu gehört beispielsweise die Länge der auftretenden Zwänge. Tauchen sie an mehreren Tagen über etwa zwei Wochen auf, könnte dies bereits ein erstes Anzeichen einer Zwangsstörung sein. Zudem werden die Zwänge von dem Patienten als störend empfunden. Ein weiteres Anzeichen einer Zwangsstörung sind das unruhige Verhalten und die Ängste, die entstehen, wenn der Patient versucht die zwanghaften Gedanken, Impulse oder Handlungen zu unterdrücken. Um aber sicher zu gehen, dass es sich wirklich um eine Zwangsstörung handelt, müssen zuvor andere Krankheiten ausgeschlossen werden. Manche psychische Krankheiten weisen ähnliche Symptome auf, wie etwa eine Depression oder Angststörungen. Diese Krankheiten können zusammen mit einer Zwangsstörung entstehen oder aber auch allein auftreten. In diesem Fall gibt es jedoch Unterschiede zu einer üblichen Zwangsstörung. Die Zwänge werden als störend wahrgenommen, jedoch ist der Betroffene nicht der Meinung, dass sein zwanghaftes Handeln oder Denken überflüssig oder sinnlos sei. Auch körperliche Krankheiten müssen ausgeschlossen werden, da manche Krankheiten ähnliche Symptome aufweisen können. Vor allem bei neurologischen Krankheiten können ebenfalls Zwänge entwickelt werden.

Behandlung
Je nach Schweregrad und Art der Zwangsstörung, kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage. In der Regel hilft eine Verhaltenstherapie, oft in Kombination mit Medikamenten. Sind Kinder und Jugendliche erkrankt ist es sinnvoll die Familie in die Therapie mit einzubeziehen. Oft wird die kognitive Verhaltenstherapie angewendet, bei der sich der Patient mit seinen Ängsten und Zwängen auseinandersetzen muss. Dies geschieht in Form einer Konfrontation, bei der sich der Patient mit seiner Angst so lange auseinandersetzen muss, bis sie von allein wieder verschwindet. In diesem Moment sollte der Patient den Zwängen widerstehen und die Ängste aushalten. Diese Art der Therapie ist aber nur dann sinnvoll, wenn der Patient diese freiwillig mitmacht. Sollte die Art der Therapie in Frage kommen, muss der Patient vorher jedoch vorbereitet werden. Dazu dient eine Verhaltensanalyse. Mithilfe von Medikamenten kann der Patient während der Therapie unterstützt werden. Diese Medikamente dienen dazu, die Zwänge zu hemmen. Bis die Medikamente jedoch richtig wirken, können mehrere Wochen vergehen. Zudem können einige Nebenwirkungen auftreten, die zuvor mit dem Arzt besprochen werden sollten. In den meisten Fällen sind Zwangsstörungen nicht vollkommen heilbar. Ziel der Behandlung ist daher, dass der Patient sein alltägliches Leben wieder unter Kontrolle hat und die Zwänge nicht mehr überhand nehmen. Eine weitere Art der Therapie ist die achtsamkeitsbasierte Therapie. Hierbei soll sich der Patient nur auf das Hier und Jetzt konzentrieren ohne Dinge zu bewerten und sie einfach zu akzeotieren. Der Patient lernt dieses Verhalten und entwickelt im Verlauf der Therapie eine bessere und kontrollierte Regulierung seiner Emotionen und Gedanken.


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