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Bluthochdruck

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, entwickelt sich langsam und oft auch unbemerkt. Unbehandelt kann Bluthochdruck frher oder spter ernste Folgen haben, wie etwa einen Schlaganfall. Ein normaler Bluthochdruck hat den Wert von ungefhr 139/89 mmHg. Optimal ist er, wenn er unter 120/80 mmHg liegt. Entsteht ein Bluthochdruck, wird der Druck, der auf den Gefen lastet, erhht. wiederholt sich dieser Zustand fast tglich ber einen lngeren Zeitraum, kann dies irgendwann negative Auswirkungen auf das Herz und andere Organe haben. Oft kommt es vor, dass auch die Gefe schneller altern und verkalken. Neben dem Rauchen und Diabetes mellitus, gehrt Bluthochdruck zu den Hauptursachen fr verschiedene Herz-Kreislaufkrankheiten. Auch das Risiko fr Augenschden und Nierenversagen sind erhht. Wer den Bluthochdruck nicht behandeln lsst, riskiert frher oder spter ein erhhtes Risiko seine Lebenszeit zu reduzieren. Eine geeignete Therapie kann die Folgen und eine lebensbedrohliche Situation verhindern.

Selten entsteht Bluthochdruck durch andere Krankheiten. Entsteht Bluthochdruck durch beispielsweise eine Erkrankung der Schilddrse, kann der Bluthochdruck durch die eigentliche Behandlung der Ekrankung normalisiert werden. In der Schwangerschaft kann ein gewisser Grad des Bluthochdrucks normal sein. Hierbei liegen die durchschnittlichen Werte zwischen 140 bis 159 mmHg oder von 90 bis 109 mmHg. In manchen Fllen kann in der zweiten Schwangerschaftshlfte in erhhtes Risiko fr verschiedene Komplikationen entstehen.

Ursachen
Es gibt zwei verschiedene Formen des Bluthochdrucks - der primre, hufige und sekundre, seltener Bluthochdruck. Im Normalfall gibt es einen Zyklus mit zwei verschiedenen Phasen, die Pump-Phase und die Fllungsphase, bei denen sich ein natrlicher Druck auf- und wieder abbaut. Wenn der Bluthochdruck hin und wieder entsteht, ist dies in der Regel kein Grund zur Sorge. Whrend der Schlafphase ist der Blutdruck bei gesunden Menschen niedriger. Da mit dem Lebensalter auch die Gefe und Arterien altern und daher nicht mehr gengend flexibel sind, kann vor allem in diesem Zeitraum ein hufiger Bluthochdruck entstehen.

Es gibt einige Risikofaktoren, die einen Bluthochdruck begnstigen knnen. Dazu gehren unter anderem bergewicht, Stress, Rauchen und zu wenig Bewegung. Die Auswirkungen knnen jedoch bei jedem Menschen anders ausfallen. Zudem wird auch vermutet, dass Bluthochdruck und auch Schlaganflle veranlagt sein knnen.

Bis zu einem gewissen Grad ist eine Verkalkung der Gefe normal, je hher das Alter eines Menschen voranschreitet. Doch die bereits genannten Risikofaktoren knnen diesen Vorgang beschleunigen. Nach und nach kommt es hufiger zu Ablagerungen, auch Kalk oder Plaques genannt, und schlielich verengen sich die Gefe. Da das Blut immer mehr Hindernisse auf dem Weg berwinden muss, kommt es zum erhhten Blutdruck. Dieser Zustand kann wiederum eine Verengung der Arterien der Nieren hervorrufen.

Symptome
Die Symptome eines Bluthochdrucks knnen selbst nach einer langen Krankheitsphase noch ausbleiben und erst im spteren Verlauf entstehen. Aus diesem Grund kommt es hufig vor, dass die Erkrankung erst spt bemerkt und behandelt wird. Bluthochdruck entsteht oft erst im mittleren bis hheren Alter. Sobald Beschwerden auftauchen, merken Erkrankte dies an Nervositt, Schlafstrungen, hufigen Stimmungsschwankungen, Konzentrations- und Leistungsschwchen, Kopfschmerzen und Schwindel. In manchen Fllen kann es auch zu einem vermehrten Herzschlag und Luftnot kommen. Steigt der Blutdruck enorm an, uert sich dies oft durch starken Schwindel, Unruhe- und Angstgefhl, Zittern, Panik und Atemnot sowie einem beklemmenden Gefhl im Brustbereich. In dieser Situation sollte unbedingt der Blutdruck gemessen werden. Hlt der Zustand lnger an sollte ein Arzt aufgesucht oder der Notarzt gerufen werden.

Bei Schwangeren kann es beispielsweise zu einen hohen Eiweiverlust kommen. Dies geschieht ber die Nieren. Zudem kommt es hufig zu Flssigkeitseinlagerungen. Allerdings kann dies auch ohne zu hohen Blutdruck entstehen und kein ernstes Anzeichen sein.

Diagnose
Ab dem mittleren Lebensalter ist es sinnvoll den Blutdruck ab und an selbst zu messen oder dies von einem Arzt durchfhren zu lassen. Sollte es schon zuvor zu Herz- oder Kreislauferkrankungen gekommen sein, sollte die regelmige Kontrolle des Blutdrucks schon frher durchgefhrt werden. Ab einem gewissen Lebensalter werden Vorsorgeuntersuchungen des Herzens und Kreislaufes von der Krankenkasse bezahlt. Dies knnen alle zwei Jahre in Anspruch genommen werden. Um die Diagnose zu stellen, reicht eine Blutdruckmessung aus. Jedoch muss festgestellt werden, ob es sich um einen primren oder sekundren Bluthochdruck handelt. Neben der krperlichen Untersuchung, ist auch die Befragung des Patienten wichtig. Dazu gehrt auch die genaue Schilderung der Krankengeschichte. Eine bliche Methode ist zudem die Blutuntersuchung und berprfung einer Urinprobe. Wenn ntig, wird ein EKG durchgefhrt oder aber der Blutdruck des Patienten wird ber einen lngeren Zeitraum gemessen, eine sogenannte Langzeit-Blutdruckmessung.

Behandlung
Hauptschlich kann Bluthochdruck mithilfe von Medikamenten, die dauerhaft den Blutdruck senken sollen, behandelt werden. Zustzlich ist jedoch auch wichtig, dass die Lebensweise umgestellt wird. Dazu zhlt beispielsweise eine gesunde Ernhrung. Wurde der Blutdruck von einer anderen Krankheit verursacht, wird auch diese zustzlich behandelt. Hielt der Bluthochdruck bereits so lange an, dass Organe davon geschdigt wurden, besteht die Gefahr einer Herzkranzgeferkrankung, die ausfhrlicher behandelt werden muss. In manchen Fllen ist auch eine Kombination von verschiedenen Medikamenten sinnvoll, vor allem dann, wenn der Patient unter einer weiteren Krankheit leidet.

Wurde mit der Medikamenteneinnahme begonnen, kann es etwa einen Monat dauern, bis erste Vernderungen eintreten. Dies geschieht auch dann, wenn die Medikamente umgestellt werden oder die Dosis erhht wird. Um die Medikamententherapie erfolgreich untersttzen zu knnen, sollten auch einige Dinge im Alltag gendert werden. Der Patient sollte das Rauchen komplett einstellen, sich mehr bewegen und gesndere Nahrung zu sich nehmen. Wird bermig viel Alkohol getrunken, sollte auch dies eingestellt werden.

Leiden Schwangere unter einen Bluthochdruck, ist es wichtig, dass sie sich schonen. In manchen Fllen wird auch Bettruhe geraten. Auch hier ist eine gesunde und salzhaltige Ernhrung wichtig. Helfen diese Manahmen nicht, werden Medikamente verabreicht, um Komplikationen zu vermeiden. Die Medikamententherapie luft hier jedoch schonender ab.


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