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Cushing-Syndrom

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Erkranken Menschen an dem Cushing-Syndrom, ist der Grund in der Regel ein groer berschuss an Kortisol im menschlichen Organismus. Kortisol ist ein Hormon und gehrt zu den Glukokortikoiden, welches unter anderem den Stoffwechsel, das Immunsystem, das Nervensystem sowie das Herz-Kreislauf-System beeinflusst. Einem Cushing-Syndrom kann nur bedingt vorgebeugt werden, je nachdem um welche Ursache es sich handelt. Ist ein Tumor die Ursache des Syndroms, knnen keine vorbeugenden Manahmen ergriffen werden und nur eine Behandlung kann gegebenenfalls Erfolge erzielen. Wird der Kortisolspiegel jedoch durch Medikamente erhht, knnen Manahmen ergriffen werden, die dies wieder beheben. So knnen beispielsweise Medikamente mit anderen Wirkstoffen verschrieben und eingenommen werden oder aber die Dosis der bereits angewendeten Wirkstoffe wird verndert. Medikamente sollten jedoch nie ohne rztlichen Rat abgesetzt oder ersetzt werden. Sollte also der Verdacht eines Cushing-Syndroms bestehen, sollte vorerst der behandelnde Arzt dazu befragt werden. Dieser kann im Anschluss entscheiden, ob eine Vernderung der medikamentsen Behandlung sinnvoll ist.

Ursachen
Es gibt verschiedene Ursachen, die ein Cushing-Syndrom hervorrufen knnen. Jedoch ist immer eine zu hohe und lnger anhaltende Anzahl von dem Hormon Kortisol im Krper der Grund fr die Erkrankung. So kann unter anderem die Rinde der Nebenniere zu viel Kortisol bilden und abgeben, was unterschiedliche Grnde haben kann. Aber auch von auerhalb kann Kortisol in zu hohen Mengen dem Krper hinzugefgt werden, beispielsweise bei einer Langzeittherapie durch Medikamente. Da das Kortisol sowohl von innen als auch von auen zugefhrt werden kann, wird das Cushing-Syndrom in zwei Formen aufgeteilt. Das von auen oder auch exogenes verursachte Cushing-Syndrom, hat hufig seine Ursache in einer langfristigen medikamentsen Behandlung, die hauptschlich aus Glukokortikoiden besteht. Entsteht das Cushing-Syndrom von innen, wird es auch endogenes Cushing-Syndrom genannt. Hierbei handelt es sich um eine seltene Verlaufsform die hufig durch gutartige oder auch bsartige Gechwre und Tumore in verschiedenen Organen, darunter am Gehirn, in den Bronchien und in der Nebennierenrinde, entsteht.

Symptome
Das Cushing-Syndrom ruft charakteristische aber auch vielseitige Symptome hervor, wie etwa Bluthochdruck, ein ansteigendes Krpergewicht und ein sogenanntes Mondgesicht. Des weiteren knnen Symptome wie ein Stiernacken, Potenzprobleme und Reduzierung des Lustempfindens, Vernderungen der Haut, wie beispielsweise Akne, sowie ein erhhtes Wachstum der Krperbehaarung, auch bei Frauen, auftreten. Bei Frauen kann auerdem der Menstruationszyklus gestrt sein. Bei erkrankten Kindern knnen zustzliche Strungen des Wachstums auftreten. Die symptome sind daher so umfangreich, da Kortisol viele verschiedene Aufgaben im menschlichen Krper hat. Unter anderem ist Kortisol mit dafr verantwortlich das Fett sowie das Eiwei und den Zucker im Krper zu verstoffwechseln. Zustzlich hat Kortisol Einfluss auf das Immunsystem und auf das Herz-Kreislauf-System. Wird das Hormon also in zu groen Mengen produziert und agegeben, kann dies unterschiedliche Folgen mit sich bringen. uerlich zeigt sich das Cushing-Syndrom nicht nur durch Gewichtszunahme, es kommt oft auch zu einer sogenannten Stammfettsucht. Dies bedeutet, dass hauptschlich die Fettablagerungen im Torso stattfinden, Arme und Beine sowie Hnde und Fe sind wiederum nicht betroffen. Kommt es zu einem sogenannten Mondgesicht bei dem Betroffenen, uert sich dies durch ein rundliches Gesicht mit gerteten Hautstellen. Die symptome des Cushing-Syndroms treten nicht immer zusammen und sofort auf und knnen somit erst nach und nach entstehen, wobei die Erkrankung oft auch ein schleichender Prozess ist, der sich ber mehrere Jahre entwickelt und verschlechtert. Neben den bereits genannten Symptomen knnen zudem noch Rcken- und Knochenschmerzen auftreten sowie eine Muskelschwche. Die Wundheilung geschieht nur noch gering und es kann in manchen Fllen zu einer Diabetes kommen. Das Cushing-Syndrom kann auch psychische Beschwerden verursachen, wie etwa eine Depression oder Angststrungen. Je nach Ursache sind auch die Erfolgschancen einer Behandlung unterschiedlich. In den meisten Fllen ist die Prognose bei einer rechtzeitigen und richtigen Behandlugn jedoch recht positiv.

Diagnose
Das Cushing-Syndrom lsst sich nachweisen, indem der Arzt die Anzahl von Kortisol im Krper berechnet. Dies kann mithilfe einer Urin- oder Blutuntersuchung geschehen. Bei Verdacht des Cushing-Syndroms sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da eine der Ursachen ein Tumor sein knnte und das Syndrom auch an sich unbehandelt lebensbedrohlich werden kann. Der Tumor oder auch andere Geschwre knnen mithilfe einer Computertomographie, mit Rntgenaufnahmen, einer Angiographie oder mit einer Szintigraphie nachgewiesen werden. Der Kortisolspiegel an sich, lsst sich mithilfe eines Dexamethason-Kurztests nachweisen. Fr diesen Test nimmt der Patient eine geringe Menge Dexamethason zu sich. Im Anschluss kann der Arzt den Kortisolspiegel im Blut nachweisen. Soll der Kortisolspiegel anhand einer Urinprobe nachgewiesen werden, ist es sinnvoll den 24-Stunden-Urin zu untersuchen. Wird das Cushing-Syndrom nicht diagnostiziert und behandelt, knnen Komplikationen auftreten, die nach Jahren zum Tod des Erkrankten fhren knnen. Auch die psychischen Vernderungen sollten ernst genommen werden, da das Risiko von Suizidgedanken bei einer unbehandelten Erkrankung stark ansteigen kann.

Behandlung
Hauptschlich wird die Ursache des Cushing-Syndroms behandelt. Ist der Patient an dem exogenen Cushing-Syndrom erkrankt, hilft es oft schon die medikamentse Therapie anzupassen und gegebenenfalls die Medikamente zu reduzieren, abzusetzen oder auszutauschen. Ist ein Tumor die Ursache fr die Erkrankung, wird dieser, wenn mglich, whrend einer Operation entfernt. Zustzlich kommt eine Strahlentherapie zum Einsatz sowie verschiedene Medikamente. Das Ziel der gesamten Behandlung ist es, einen langfristigen idealen Kortisolspiegel im Krper des Patienten wiederherzustellen und zu erhalten. Jedoch kann es mehrere Monate dauern, bis sich der Kortisolspiegel bei dem Patienten wieder normalisiert hat und sich die Symptome des Cushing-Syndroms zurckbilden. In manchen Fllen kann ein gutartiges Geschwr in der Hirnanhangdrse die Ursache des Cushing-Syndroms sein. Dieses wird whrend einer Operation ber die Nasenlcher oder ber den inneren Rand der Augen entfernt. Dies hat jedoch die Folge, dass der Kortisolspiegel Im Krper im Anschluss so stark sinkt, dass der Patient vorerst mit Medikamenten versorgt werden muss, die das Kortisol eine Zeit lang ersetzen. Nicht immer kann der Patient operiert werden. In diesem Fall gibt es verschiedene Medikamente, die die Beschwerden lindern und den Kortisolspiegel gezielt senken. Es kann immer wieder zu einem Cushing-Syndrom kommen, auch nach einer erfolgreichen Behandlung. Daher ist es ratsam auch nach einer erfolgreichen Therapie den Kortisolspiegel regelmig bei einem Arzt kontrollieren zu lassen. Whrend und auch nach der Behandlung des Cushing-Syndroms knnen Komplikationen und Folgen auftreten. Vor allem wenn ein Tumor die Ursache des Syndroms ist und dieser whrend einer Operation entfernt wird, kann sich im Anschluss ein Nelson-Syndrom bei dem Patienten entwickeln. Dies bedeutet, dass ein gutartiges Geschwr am Hypophysenvorderlappen entsteht. Betroffen ist hierbei ungefhr die Hlfte der behandelten Krebs-Patienten.


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