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Erektile Dysfunktion

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die erektile Dysfunktion, kurz ED, wird auch als Potenzstrung, Erektionsstrung oder Impotenz bezeichnet. Es handelt sich dann um eine erektile Dysfunktion, wenn ein Mann berwiegend keine Erektion mehr bekommen kann oder diese nicht mehr lang genug anhlt. In diesem Zustand ist der Geschlechtsverkehr kaum noch oder gar nicht mehr mglich. Es muss sich jedoch nicht direkt um eine Erkrankung handeln. Kommt es hin und wieder dazu, dass der Penis nicht hart genug ist oder zu schnell wieder in den unerigierten Zustand verfllt, muss es sich nicht gleich um eine Potenzstrung handeln. Die Beschwerden mssen ungefhr ein halbes Jahr lang anhalten, um die Diagnose einer erektilen Dysfunktion stellen zu knnen.

Mit dem steigenden Lebensalter, wird auch das Risiko fr eine Potenzstrung hher. Laut Studien leidet jeder zehnte Mann von 40 bis 50 Jahren an Potenzstrungen. Zwischen einem Alter von 60 und 70 ist bereits jeder dritte Mann betroffen. Da es hchstwahrscheinlich aber eine Dunkelziffer gibt, knnten die Zahlen vom wirklichen Ergebnis abweichen. Die Krankheit ist gut behandelbar, da sich viele Mnner jedoch fr ihre Probleme schmen, meiden sie den Besuch zum Arzt.

Ursachen
Oft lsen krperliche Ursachen die erektile Dysfunktion aus. In manchen Fllen kann die Krankheit jedoch auch psychische Ursachen haben, dies betrifft oft aber eher jngere Mnner. Tauchen die Beschwerden einer Potenzstrung auf, knnte dies ggf. ein Hinweis auf andere Krankheiten, wie etwa ein drohender Herzinfarkt oder Schlaganfall, sein. Dazu kommt es wenn gewisse Blutgefe verkalken, die auch die Durchblutung des Penises betreffen. Eine weitere Ursache fr eine Potenzstrung knnte ein Testosteronmangel sein, der mit dem Alter zunimmt. Ein Testosteronmangel muss aber nicht immer fr Impotenz sorgen.

Bestimmte Medikamente knnen als Nebenwirkung ebenfalls eine erektile Dysfunktion hervorrufen. Dazu gehren zum Beispiel Medikamente, die den Blutdruck regulieren oder Medikamente, die entwssernd wirken. Sind Mnner von dieser Nebenwirkung betroffen, knnen sie dies mit ihrem Arzt besprechen, der schlielich neue Mittel verschreiben kann.

In den meisten Fllen sorgt eine zu schwache Durchblutung fr eine Potenzschwche. Grnde dafr knnen eine Gefverkalkung oder ein zu schneller Abfluss des Blutes durch die Venen sein. Allgemein knnen Krankheiten, die eine Strung der Durchblutung verursachen, eine erektile Dysfunktion hervorrufen. Zu diesen Krankheiten gehren unter Anderem Diabetes und ein zu hoher Blutdruck. Einige ungnstige Lebensweise kann das Risiko einer Potenzstrung ebenfalls erhhen, dazu zhlen beispielsweise das Rauchen und eine einseitige Ernhrung. Eine ebenfalls mgliche Ursache fr Potenzstrungen sind verschiedene Verletzungen am Rckenmark oder im unteren Bereich des Krpers. Die Verletzungen knnen fr eine Strung der Nervenbahnen sorgen, was auch Auswirkung auf den Penis haben kann.

Leidet ein Mann unter diesen Beschwerden, bleibt es hufig nicht aus, dass sich auch der seelische Zustand verschlechtert. Oft ist die Krankheit fr Mnner stark belastend, daher bleiben Stress, ngste und manchmal auch Depressionen nicht aus. Diese psychischen Vernderungen haben in vielen Fllen einen negativen Einfluss auf die Potenz des Mannes.

Symptome
Eine erektile Dysfunktion kann sich im Laufe der Zeit entwickeln. Die Beschwerden knnen bei jeder sexuellen Ttigkeit auftauchen, unter anderem whrend des Geschlechtsverkehrs oder whrend der Masturbation. Auch in der Nacht, wenn der Mann schlft, knnen die Phasen, in denen natrlicherweise eine Erektion entsteht, ausbleiben. Tauchen Potenzstrungen eher schlagartig auf, sind die Ursachen in der Regel psychisch bedingt.

Diagnose
Da eine erektile Dysfunktion ein erster Hinweis auf eine ernste Geferkrankung sein kann, ist es wichtig sich von einem Arzt untersuchen zu lassen, denn so knnen einem mglichen Herzinfakt oder einem Schlaganfall rechtzeitig vorbeugt werden. Der erste Ansprechpartner ist in den meisten Fllen erst einmal der Hausarzt. Nach einem Gesprch, in dem die Beschwerden geschildert werden, wird der Hausarzt den Patienten an einen Spezialisten berweisen. Hufig ist dies ein Urologe. Je nach Schweregrad und Art der Erkrankung, knnen noch weitere Fachrzte hinzugezogen werden. Um eine klare Diagnose stellen zu knnen, ist zunchst die Befragung des Patienten wichtig. Er wird nach den genauen Beschwerden und Auswirkungen der Symptome befragt. Oft ist es sinnvoll auch den Lebenspartner hinzuzuziehen, um eine weitere Meinung zu bekommen. Auch ist es wichtig, die vollstndige Krankengeschichte des Patienten zu erfahren, da manche Krankheiten die Ursache einer Potenzstrung sein knnten. Zudem ist es wichtig fr den Arzt zu erfahren, ob Medikamente eingenommen werden. Ein wichtiger Hinweis knnten ausbleibende Erektionen whrend der Nacht oder am Morgen sein, da dies ein Symptom einer erektilen Dysfunktion ist. Nach dem rztlichen Gesprch findet eine krperlich Untersuchung statt, bei der vor allem die Prostata untersucht wird. Zustzlich wird der Blutdruck gemessen. Mithilfe einer Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob ggf. ein Testosteronmangel vorliegt. Nach diesen Manahmen kann oft schon eine sichere Diagnose gestellt werden. Allerdings gibt es auch Flle, bei denen weitere Untersuchungen ntig sind. Zu diesen Untersuchungen gehrt beispielsweise die Ultraschalluntersuchung, bei der der Blutfluss in den Gefen berprft werden kann.

Besteht eine Durchblutungsstrung, wird oft eine Untersuchung des Herzens empfohlen. Da auch Nervenbahnen betroffen sein knnen, werden auch diese untersucht. Dies findet hufig mithilfe von elektrischen Impulsen statt. Eine weitere Manahme ist die berprfung der Erektionen des Penises mithilfe eines Messgerts. Hufig findet diese Untersuchung in einem Schlaflabor statt.

Sind psychische Belastungen die Ursache der Potenzstrung, kann ein Therapeut zur Untersuchung hinzugezogen werden.

Behandlung
Oft kann eine Potenzstrung mithilfe von verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Einer Potenzstrung kann mit einer gesunden Lebensweise vorgebeugt werden. Eine gesunde Ernhrung und ausreichende Bewegung knnen das Risiko einer Erkrankung senken. Zudem kann eine geeignete Lebensumstellung die Heilung beeinflussen.

Ist die Ursache beispielsweise ein Testosteronmangel, sollte dies mit Hilfsmitteln wieder ausgeglichen werden. Die Hormontherapie kann zusammen mit Medikamenten stattfinden. Das Testosteron wird in Form einer Creme verschrieben und auf die Haut aufgetragen oder aber mithilfe einer Spritze verabreicht.

In der Regel werden nur die Symptome behandelt. Es gibt verschiedene Hilfsmittel und Medikamente, die Betroffene testen und benutzen knnen. Welche Mittel eingesetzt werden sollten, kann mit dem behandelnden Arzt abgeklrt werden. Wichtig ist auch, dass der Partner fr diese Entscheidung hinzugezogen wird. Zu den verschiedenen Mitteln, die die Potenz untersttzen knnen, zhlen Medikamente, spezielle Pumpen oder Implantate.

Hufig leidet der Patient auch seelisch unter den Folgen der erektilen Dysfunktion, weshalb neben der eigentlichen Behandlung auch eine Psychotherapie empfohlen wird. Diese Art der Therapie wird in der Regel von der Krankenkasse bezahlt.


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