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Fibromyalgie

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Fibromyalgie, umgangssprachlich auch Faser-Muskel-Schmerz genannt, ist eine chronische Erkrankung, die aber nicht entzndlich ist. In den meisten Fllen sind Frauen betroffen. Bisher ist die Krankheit nicht heilbar und nur die Beschwerden knnen gelindert werden. Leidet ein Mensch regelmig unter Muskel- und/oder Gelenkschmerzen und dies ber mehrere Monate, kann es sich um eine Fibromyalgie handeln, sofern andere Krankheiten und Ursachen bereits ausgeschlossen wurden. Eine Diagnose ist nicht leicht nachzuweisen, weshalb Betroffene oft ber viele Jahre mit den Schmerzen zu kmpfen haben und mit ihnen leben mssen. Von rzten wird die Krankheit oft eher Fibromyalgie-Syndrom, kurz FMS, genannt, da es sich um mehrere unterschiedliche Symptome handelt, die diese Krankheit ergeben.

Ursachen
Bisher sind die genauen Ursachen einer Fibromyalgie unbekannt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass mehrere Faktoren aufeinander treffen und die Krankheit somit begnstigen knnen. Eine Ursache wurde mittlerweile ausgeschlossen - bei der Krankheit handelt es sich nicht um eine Entzndung der Muskeln oder Gelenke. Auch eine rheumatologische Ursache wurde bereits ausgeschlossen. Forscher gehen davon aus, dass es sich bei einer Fibromyalgie um eine Funktionsstrung handelt, bei der die Gelenke und Muskeln nicht ausgeglichen miteinander interagieren und somit fr eine fehlerhafte Kommunikation sorgen. Erwhnenswert ist auerdem, dass die Krankheit auf Dauer keinerlei krperliche Schden hinterlsst. Gelenke, Muskeln und auch Sehnen bzw. Bnder nehmen keinen langfristigen Schaden an. Dies bedeutet, dass der Erkrankte zwar mit der Krankheit leben muss, sie ihn aber in keinster Weise krperlich zeichnet. Auch die Lebensdauer ist von der Krankheit nicht betroffen.

Symptome
Das aufflligste Symptom einer Fibromyalgie sind starke Schmerzen in verschiedenen Teilen des Krpers. Oft tauchen diese in der Brust oder im Bauch, an den Armen, an den Beinen, im Nacken und/oder im Rcken auf. Die Schmerzen halten im Durchschnitt um die drei Monate an, was bedeutet, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Betroffene fhlen sich hufiger mde und leiden unter Schlafstrungen. Die Schmerzen bleiben an den meisten Tagen bestehen und lassen nur selten nach. Die Krankheit kann auch auf verschiedene Organe Auswirkungen haben. Es kann zu Verdauungsproblemen kommen, darunter beispielsweise ein Reizdarm. Zustzlich kann es zu einer Reizblase kommen, weshalb der Erkrankte hufiger Wasser lassen muss. Es knnen Herzprobleme und Atembeschwerden auftreten, die aber keine reine organische Ursache haben. Betroffene sind hufiger empfindlich gegenber Licht, Lrm und Temperaturen. Die Gliedmaen sind hufiger klter als andere Krperbereiche. Die Fibromyalgie hinterlsst oft auch psychische Beschwerden. Erkrankte leiden hufiger an Depressionen oder Angstzustnden. Viele fhlen sich auerdem unruhig oder antriebslos.

Wie stark sich die Symptome uern, hngt davon ab, ob es sich um eine leichte oder schwere Form der Erkrankung handelt. Nimmt der Betroffene nur die Schmerzen und leichte Beschwerden wahr und kann mit diesen noch gut zurecht kommen, handelt es sich um eine leichte Form der Fibromyalgie. Schrnken die Schmerzen und Beschwerden den Betroffenen jedoch so stark ein, dass er seinen Alltag kaum noch bewltigen kann, handelt es sich um eine schwere Form der Krankheit. Die Beschwerden knnen sich auerdem immer unterschiedlich uern. Die Schmerzen und anderen Symptome knnen beispielsweise schwerwiegender werden, sobald der Betroffene starkem Stress ausgesetzt ist. Da die Symptome nicht immer eindeutig auf eine Fibromyalgie hindeuten und auch andere Krankheiten in Frage kommen knnten, sollte im Zweifelsfall immer ein Arzt aufgesucht werden.

Diagnose
Auch wenn die Symptome einer Fibromyalgie vielseitig sind und die Krankheit nicht immer eindeutig machen, so kann bei einer grndlichen Untersuchung eine genaue Diagnose gestellt werden. bliche Untersuchungsmanahmen, wie etwa eine Blutuntersuchung oder das Begutachten von Rntgenaufnahmen, bieten in diesem Fall jedoch keine Ergebnisse. Auch eine krperliche Untersuchung des Patienten ist fr einen Arzt kaum aufschlussreich. Denn obwohl der Patient unter Schmerzen leidet, sind die Gelenke oft in keinster Weise in ihrer Bewegung eingeschrnkt oder zeigen Schwellungen und andere Aufflligkeiten. Die Schmerzen uern sich jedoch in bestimmten Bereichen des Krpers, die der Arzt abtasten kann. Entstehen die Schmerzen bereits bei geringem Druck, kann der Arzt eine Fibromyalgie bereits vermuten. Auerdem gibt es gewisse Fragebgen fr die Patienten, die den Verdacht auf eine Fibromyalgie erhrten knnen. Ein wichtiger Faktor fr eine sichere Diagnose ist, dass der Arzt dem Patienten genau zuhrt und ihn auch ernst nimmt. Zudem sollten zunchst andere Krankheiten oder Faktoren ausgeschlossen werden, wie beispielsweise Hormonstrungen.

Es wurde bereits beobachtet, dass die Fibromyalgie innerhalb einer Familie verhuft vorkommt. Ob die Krankheit allerdings vererbt werden kann oder ob es sich um genetische Ursachen handelt, konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden. Des Weiteren wurde festgestellt, das Erkrankte mit den Schmerzen und psychischen Belastungen anders umgehen als gesunde Menschen. Diese Signale werden im Gehirn anders verarbeitet als bei anderen "gesunden" Menschen. Auch hier wissen Forscher bisher nicht, warum dies so ist und ob es mglicherweise zu den Ursachen gehren knnte.

Behandlung
In den meisten Fllen ist der Wirkstoff von Schmerzmitteln und Medikamenten, die gegen Rheuma helfen sollen, bei Erkrankten vollkommen unwirksam. Auch viele Therapieanstze helfen in manchen Fllen nicht und die Beschwerden bleiben weiterhin bestehen. Oft wird eine Krankengymnastik empfohlen, wobei sich diese nach jedem Patienten individuell richten muss. Bei manchen Patienten kommt die Krankengymnastik berhaupt nicht in Frage. Grund dafr ist, dass diese Behandlung oft nur wenig oder gar nicht anschlgt und die Krankheit bei manchen Betroffenen sogar noch verschlimmern kann. In vielen Fllen ist daher eine Kombination aus mehreren Therapiemglichkeiten angemessen. So kann beispielsweise eine Behandlung mithilfe einer psychosomatischen Therapie, einer speziellen Krankengymnastik und einer Schulung, wie mit dieser Krankheit umzugehen ist, am meisten fr Erfolg sorgen. Des Weiteren kann zustzlich eine regelmige Akupunktur helfen. Weitere Behandlungsmanahmen sind unter anderem eine Schmerztherapie mithilfe eines Lasers, eine Klte- oder Wrmetherapie oder spezielle Massagen. Eine erfolgsversprechende Therapie ist zudem das Herz-Kreislauf-Training. Hierbei knnen verschiedene Sportarten ausgefhrt werden, die das Herz-Kreislauf-System des Patienten strken. Welche Sportart fr den Patienten geeignet ist, sollte vorher unbedingt mit einem Arzt oder Spezialisten abgeklrt werden. Leidet der Patient auerdem unter psychischen Belastungen, kann eine Psychotherapie weiterhelfen. In der Therapie kann unter anderem gelernt werden mit Stress und Belastungen umzugehen. Zudem knnen einige Entspannungsbungen erlernt werden, die nicht nur die Psyche entspannen, sondern auch den Krper. Welche Therapie, oder auch eine Kombination aus verschiedenen Therapien, in Frage kommt, sollte immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, denn eine falsche Therapie knnte die Beschwerden verschlimmern oder keinerlei positiven Effekt haben.


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