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Heuschnupfen

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Pollen, die den Heuschnupfen verursachen Heuschnupfen ist die am hufigsten auftretende Allergie sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Auch wenn der Name es vermuten lsst, sind die Betroffenen nicht auf Heu allergisch, sondern auf Pflanzenpollen (siehe Foto rechts), Grser und Kruter, die von der Luft weiter getragen werden. Man bezeichnet diese Allergie auch als pollinosis oder Pollenallergie. Die Zeit des Pollenfluges hlt von April bis August an. Je nach Wetterbedingungen knnen die Pollen auch noch bis September oder sogar Oktober fliegen. Ebenso kann es vorkommen, dass bereits ab Februar oder Mrz die ersten Pollenflge stattfinden.

Ursachen
Eine der grten Ursache bei Heuschnupfen, oder auch anderen allergischen Schnupfen-Typen, ist das Vererben durch die Eltern. Kommt es zu einer Allergie, reagiert das Immunsystem ber. Vermeintlich harmlose Stoffe werden im Krper als Risikofaktor erkannt, weshalb viele Antikrper gebildet werden. Diese Reaktion sorgt wiederum dafr, dass Mastzellen und weie Blutzellen Substanzen freisetzen, die Entzndungen hervorbringen knnen. Bei Asthma ist eine chronische Entzndung der Schleimhute der Grund fr eingeschrnkt elastische Bronchien. Das Risiko einer Allergie geschieht meistens schon in der Kindheit. Kinder, die zum Beispiel stndig Zigarettenrauch ausgesetzt sind, haben ein hheres Risiko eine Allergie zu bekommen. Beschwerden einer Allergie knnen ebenso von pltzlichen Temperaturunterschieden oder krperlicher Anstrengung ausgelst werden.

Symptome
Die Symptome werden von Pflanzenpollen, die in der Luft herumschweben, ausgelst. Sie kommen mit der Augenbindehaut in Kontakt und lsen dadurch die typischen Reflexe und Reaktionen aus. Da auch die Nasenschleimhaut auf Pollen reagiert, leiden die Betroffenen unter hufigen Niesattacken, Naselaufen und einer eingeschrnkten Atmung durch die Nase. Die Augenlider sind hufig geschwollen. Die Augen jucken und trnen. Auch im Rachen und am Gaumen kann ein unangenehmer Juckreiz oder ein Brennen entstehen, die auch bis in die Ohren ausstrahlen knnen. Betroffene leiden wegen den stndigen Beschwerden hufig auch unter Schlafstrungen und Mdigkeit. Die Symptome knnen auch nachts auftauchen. In schweren Fllen knnen Pollen auch Asthma auslsen. Hierbei leiden die Betroffenen an Husten, Atemnot, die pltzlich auftritt und sich rasch verschlimmert, und pfeifende Gerusche whrend des Atmens. Ob wirklich Asthma vorliegt und ob dies dann an einer Allergie liegt, wird von einem Lungenfacharzt festgestellt. Wer stndig unter einer Pollenallergie leidet, neigt auch zu einer chronischen Nasennebenhhlenentzndung. Symptome dafr sind starker Schleimfluss im Rachenbereich, eine eingeschrnkte Nasenatmung, Kopfschmerzen und ein geringes Riechvermgen. In manchen Fllen kann Heuschnupfen auch einen Juckreiz auf der Haut auslsen, auch atopische Dermatitis genannt. Grund dafr ist oft ein gestrtes Immunsystem, welches zu viele Antikrper fr ein gewisses Allergen bildet. Doch nicht immer ist eine Allergie Schuld an Hautproblemen, weshalb zunchst ein Arztbesuch sinnvoll wre.

Diagnose
Da oft schon im Kindesalter die Symptome einer Allergie zum Vorschein kommen, sollten diese auch ernst genommen werden. Wichtig fr den Arzt ist die Beschreibung der Symptome, die Umgebung des Wohnortes und mgliche Krankheiten in der Familie. Nach einem Gesprch mit dem Patienten erfolgt die krperliche Untersuchung. Dank der Untersuchung kann der Arzt die mglichen Allergien stark einschrnken. Eine Untersuchung ist beispielsweise ein allergologischer Hauttest. Bei diesem Test ist es wichtig, wenige Tage vorher Medikamente oder andere Mittel, die eine Allergie unterdrcken, abzusetzen. Dies sollte jedoch nur nach Absprache mit dem Arzt passieren. Ein weiterer Schritt ist der Bluttest, da im Blut gewisse Antikrper nachgewiesen werden knnen. Kann die Allergie nach diesen Untersuchungen immer noch nicht eindeutig diagnostiziert werden, hilft ein Provokationstest. Dieser muss unter rztlicher Aufsicht stattfinden.

Behandlung
In der Regel sollen Patienten an das Allergen herangefhrt werden, sodass sich das Immunsystem daran gewhnen kann. Diese Behandlung wird Hyposensibilisierung oder auch Allergieimpfung genannt. Diese Methode ist bisher die Einzige, die eine dauerhafte Lsung verspricht. Zu Beginn der Therapie wird eine recht niedrige Dosis des Allergens injiziert. Nach und nach wird die Dosis erhht, denn das Immunsystem soll sich an den Auslser der Allergie gewhnen. Diese Behandlungstherapie widerspricht der hufigen Empfehlung, den Auslsern einer Allergie aus dem Weg zu gehen. Allerdings sind die Erfolgschancen dieser Behandlung recht hoch. Doch nicht jeder Allergieauslser kann auf diese Art behandelt werden. Zudem kann sie nicht bei jedem Betroffenen angewendet werden, zum Beispiel wenn diejenige Person unter schwerem Asthma leidet. Die gewollte Reaktion des Immunsystems auf das Allergen, kann hier schwere Folgen haben, da das notwendige Medikament nicht mehr anschlagen knnte. Fr Personen mit einer Autoimmunkrankheit oder einem schwachen Immunsystem kommt diese Behandlung ebenfalls nicht in Frage. Auch Schwangere sollten diese Art der Therapie vermeiden. Der Beginn der Therapie sollte in der pollenfreien Phase anfangen. Die Hufigkeit und Dauer der Therapie wird mit dem jeweiligen Arzt abgeklrt.

Neben der langfristigen Behandlung, knnen auch kurzzeitig die Symptome gelindert werden. Hier kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.


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