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HIV und AIDS

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Das Humane Immundefizienzvirus, kurz HIV, lst eine Infektion aus, welche das menschliche Abwehrsystem schdigt. Die Folge daraus ist hufig AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome), eine Krankheit, die das Immunsystem stark schwcht. Unter bestimmten Umstnden ist das HI-Virus ansteckend. Infizierte Personen zeigen die ersten Symptome bereits nach wenigen Tagen oder Wochen der Ansteckung. Da die Symptome einem grippalen Infekt hnlich sind, ist nicht sofort klar, dass es sich bei dem Betroffenen um HIV handeln knnte. Eine HIV-Infektion kann dann nachgewiesen werden, wenn der menschliche Krper Antikrper gegen das Virus gebildet hat. Diese lassen sich nach etwa zwei Monaten mittels einer Blutuntersuchung finden. Im Verlauf der Krankheit vermehren sich ber viele Jahre, im Durchschnitt sind es zehn Jahre, die Viren und schwchen das Immunsystem stetig. Die Begleitkrankheit einer HIV-Infektion ist AIDS. Betroffene leiden besonders hufig unter bestimmten Infektionen, wie etwa Herpes. Zudem nehmen Erkrankte hufig an Gewicht ab. Krankheiten, die fr gesunde Menschen oftmals harmlos verlaufen, sind fr Aids-Erkrankte, wegen des geschwchten Immunsystems, schnell lebensbedrohlich. Auch wurde beobachtet, dass gewisse Tumorarten bei einer erkrankten Person hufiger auftauchen.

Ursachen
Die Hauptursache einer HIV-Infektion ist ungeschtzter Geschlechtsverkehr. Die Viren befinden sich berwiegend in Blut, Sperma und Sekreten des Scheiden- und Analbereichs. Die bertragung erfolgt durch den direkten Kontakt mit den genannten Krperflssigkeiten. Die bertragung ist jedoch gering, wenn die Viren im Krper bekmpft werden und kaum mehr bis gar nicht nachweisbar sind. Trotzdem sollte auf Verhtungsmittel beim Geschlechtsverkehr geachtet werden. Das Risiko einer bertragung der Infektion ist besonders dann hoch, wenn Geschlechtskrankheiten oder Verletzungen im Genitalbereich bzw. an Schleimhuten vorhanden sind.

Nicht nur Geschlechtsverkehr erhht das Risiko fr eine HIV-bertragung. Da die Viren auch ber das Blut in den Krper gelangen knnen, stellen manche Situationen ebenfalls eine Gefahr dar. So kann das Virus bertragen werden, wenn eine Person beispielsweise mit einer Spritze in Kontakt gert, welche zuvor eine Person mit HIV benutzte. Dazu muss aber ein direkter Nadelstich erfolgen, gert nur die Oberflche der Haut mit dem Blut oder anderen Krperflssigkeiten des HIV-Kranken in Kontakt, besteht keine Gefahr. In diesem Fall sind unter anderem Drogenabhngige oder rzte und Krankenschwestern einem erhhten Risiko einer Infektionsbertragung ausgesetzt. Sollten HI-Viren in den menschlichen Organismus gelangen, sollte so schnell wie mglich ein Arzt aufgesucht werden, da eine spezielle und schnelle Therapie die Gefahr einer Infektion stark senken kann.

Leiden Schwangere unter HIV, knnen diese auch auf das ungeborene Kind bertragen werden. Um eine Ansteckung zu verhindern, sollten bestimmte Medikamente eingenommen werden. Dank der heutigen Medizin ist es mglich trotz HIV-Infektion gesunde Kinder zur Welt zu bringen. Eine bertragung in der Schwangerschaft ist mithilfe der richtigen Therapie sehr gering.

Lebt man mit einer Person zusammen, die mit dem HI-Virus infiziert ist oder mit diesem hufig in Kontakt steht, sollte man ein paar Dinge beachten um eine bertragung der Krankheit auszuschlieen. Gegenstnde woran Blutreste kleben knnten, wie zum Beispiel Rasierklingen, sollten nicht gemeinsam benutzt werden. Generell sollte der Kontakt mit Blut zu Blut vermieden werden. Ausgeschlossen sind bertragungen des Virus durch Umarmungen, Kssen oder hnlichem Krperkontakt.

Symptome
Bei vielen Betroffenen uern sich die ersten Symptome bereits nach wenigen Tagen nach der Infektion. Zu Beginn treten grippehnliche Anzeichen auf, die nicht gleich auf einen HIV-Infekt hindeuten. Erkrankte fhlen sich zunchst antriebslos. Sie leiden an Fieber und angeschwollenen Lymphknoten. Zudem knnen Hautausschlge auftreten, die in der Regel keinen Juckreiz verursachen. Ist diese erste Phase vorbei, lassen die Symptome wieder nach und der Betroffene fhlt sich wieder gesund. Obwohl die Symptome nicht mehr wahrgenommen werden, vermehren sich die HI-Viren im Krper regelmig. Diese Zeit dauert im Durchschnitt etwa zehn Jahre. Da sich die Viren im Krper weiterhin vermehren und ausbreiten, treten nach diesen zehn Jahren erneut Symptome auf. Auch hier sind die Symptome nicht gleich auf einen HIV-Infekt zurckzufhren. Betroffene leiden unter vermehrten Pilzinfektionen und Krankheiten wie der Grtelrose. Hinzu kommen lang anhaltende Durchflle und dauerhafte Schwellungen der Lymphknoten. In der letzten Phase kommt es schlielich zu AIDS. Dies bedeutet, dass der Krper nicht mehr in der Lage ist Infekte, verursacht durch Viren, Bakterien und Pilze, abzuwehren und zu bekmpfen. Das gesamte Abwehrsystem des menschlichen Krpers kollabiert.

Diagnose
HIV lsst sich durch einen Bluttest nachweisen. Hierbei werden vom Krper gebildete Antikrper gesucht, die gegen das HI-Virus ankmpfen sollen. Hufig knnen diese Antikrper jedoch erst nach einigen Wochen im Blut nachgewiesen werden. Werden auch nach einigen Wochen oder sogar Monaten immer noch keine Antikrper im Blut gefunden, ist ein HIV-Infekt auszuschlieen. Sollte die Krankheit vorliegen, kann dank eines Bluttests zudem festgestellt werden ob es sich um den HI-Virus Typ 1 oder Typ 2 handelt. Ein Bluttest ist dann sinnvoll, wenn die oben genannten Symptome ungewohnt hufig und langanhaltend auftauchen. Personen mit hufig wechselnden Sexualpartnern oder Personen, die auf direktem Weg mit Blut in Kontakt geraten sind, wird es ebenfalls geraten, einen Bluttest durchfhren zu lassen. In manchen Fllen wird ein Bluttest auch empfohlen, wenn ein Kinderwunsch besteht, da die Krankheit whrend der Schwangerschaft und der Stillzeit bertragen werden kann.

Behandlung
Eine Heilung dieser Infektion ist nicht mglich. Lediglich den Ausbruch und das Voranschreiten der Krankheit kann mit speziellen Medikamenten gehemmt werden. Fr eine wirksame Behandlung ist es allerdings notwendig, die verschriebenen Medikamente das ganze Leben ber einzunehmen. Doch nicht immer muss nach Feststellung der Krankheit gleich mit Medikamenten gehandelt werden. Regelmige Bluttests helfen die notwendigen Werte im Auge zu behalten. Solange die sogenannten T-Helferzellen noch aktiv und in passender Anzahl vorhanden sind und zudem der Patient keine Beschwerden hat, muss HIV nicht behandelt werden. Kommt es allerdings zu Symptomen oder die HI-Viren vermehren sich zu stark, mssen gewisse Medikamente eingenommen werden. Die Medikamente unterdrcken die Vermehrung der Viren und verhindern zudem, dass diese Viren in die T-Helferzellen hinein gelangen und diese zerstren. Dadurch wird die Krankheit zwar nicht geheilt, jedoch wird der weitere Verlauf gestoppt. Es wird beobachtet, dass erkrankte Personen bei einer richtigen Therapie ein gesnderes Immunsystem bekommen und dadurch seltener krank werden. Diesbezglich ist die Wahrscheinlichkeit an AIDS zu erkranken sehr gering. Die Therapie besteht in der Regel aus drei verschiedenen Medikamenten. Zwar kann auch ein einzelnes Medikament vorerst helfen, allerdings knnen HI-Viren sehr schnell resistent gegen einzelne Wirkstoffe werden.


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