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Knochenkrebs

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Beim Osteosarkom handelt es sich um einen bsartigen Tumor in den Knochen. Von dieser seltenen Form des Knochenkrebs sind vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch junge Erwachsene betroffen. Der Tumor entsteht hierbei oft in den lngeren Rhrenknochen. Zwar ist diese Form des Knochenkrebs selten, jedoch kommt sie bei Jugendlichen am hufigsten vor. Der Tumor gehrt zu den sogenannten primren Knochentumoren. Das bedeutet, dass sich der Tumor direkt aus den Zellen in den Knochen bildet. Die Zellen des Tumors bilden nach Entstehung eigenes Gewebe, weshalb das eigentliche Knochengewebe nach und nach zerstrt wird. Im Grunde genommen kann der Tumor an jedem Knochen entstehen. In vielen Fllen entsteht er aber in der Nhe von Gelenken in den langen Rhrenknochen. Selten bilden sich die Tumore im Bereich des Schienbeinknochens oder des Oberarmknochens. Der Tumor kann verschiedene Zellarten besitzen, die Osteoblasten, die Chondroblasten und die Fibroblasten. Osteoblasten sind knochenbildend, Chondroblasten knorpelbildend und Fibriblasten sind Sogenannte Sttzgewebszellen in Spindelform.

Mnnliche Personen sind im Durchschnitt hufiger betroffen als Frauen. Insgesamt tritt die Krankheit aber nur bei drei von eine Million Menschen auf.

Ursachen
Wie ein Osteosarkom genau entsteht, ist nicht bekannt. In den meisten Fllen entsteht der Tumor jedoch dann, wenn sich die Knochen noch im Wachstum befinden, also im Kinder- und Jugendalter. Vermutlich verursacht die hohe Aktivitt der Knochen und das Knochenwachstum ein hheres Risiko an Knochenkrebs zu erkranken. Des Weiteren spielt wohl auch die Genetik innerhalb einer Familie eine Rolle. Bei gewissen Krankheiten, die erblich bedingt sind, ist das Risiko an Knochenkrebs zu erkranken wohl deutlich hher. Zu diesen Krankheiten gehrt beispielsweise multiple Osteochondrome. Hierbei handelt es sich um Tumore in den Knochen, die jedoch gutartig sind. Auch chronische Erkrankungen der Knochen, knnen das Knochenkrebs-Risiko erhhen. Eine chronische Erkankung ist unter anderem Morbus Paget. Bei dieser Krankheit sind die Knochen an einigen Stellen verkrmmt und verdickt. Ist eine Person bereits an Krebs erkrankt und musste mit einer Strahlen- und/oder Chemotherapie behandelt werden, ist auch hier das Risiko fr Knochenkrebs leicht erhht.

Symptome
Bei einem Osteaosarkom treten unterschiedliche Symptome auf. Zunchst entstehen Schmerzen im Knochen des Oberschenkels, im Oberarmknochen oder aber im Kniegelenk. Die Krperstelle, in der sich der Tumor befindet, reagiert empfindlich auf Druck, ist geschwollen und/oder stark gertet. Liegt der Tumor in der Nhe eines Gelenks, lsen Bewegungen in diesem Bereich ebenfalls schon Schmerzen aus. Zudem kann es vorkommen, dass die Beweglichkeit des Krperteils eingeschrnkt wird. Knochenkrebs greift die Knochen an und zerstrt nach und nach ihre Struktur, weshalb sie immer sprder werden. Dies hat die Folge, dass es schneller zu Knochenbrchen kommt, auch dann, wenn keine Gewalteinwirkung ausgebt wurde. So knnen die Knochen auch "einfach so" brechen. Im spteren Krankheitsverlauf kommt ein allgemeines Krankheitsgefhl hinzu. Der Betroffene leidet hufig unter Fieber und Abgeschlagenheit. Hinzu kommen Antriebslosigkeit und eine Leistungsschwche. Diese Symptome treten jedoch erst dann auf, wenn der Tumor bereits "gestreut" und andere Organe befallen hat.

Diagnose
Ein Osteosarkom kann in der Regel schon anhand einer Rntgenaufnahme nachgewiesen werden. Daher ist die Rntgenuntersuchung mittlerweile ein fester Bestandteil der Untersuchungsmethoden fr den Nachweis von Knochenkrebs. Um zu ermitteln, wo genau sich der Tumor befindet und wie gro er ist, wird hufig eine Magnet-Resonanz-Tomografie oder Computertomografie durchgefhrt. Um zu berprfen, ob der Tumor gestreut hat und andere Organe bereits betroffen sind, wird eine Skelett-Szintigrafie durchgefhrt. Fr diese Untersuchung wird dem Patienten ein radioaktives Mittel verabreicht. Dieses Mittel sammelt sich vor allem in Knochen an, die eine hohe Stoffwechselaktivitt aufweisen, was ein Zeichen fr ein Tumor sein kann. Da sich Metastasen oft auch in der Lunge ansammeln knnen, ist es wichtig auch dieses Organ zu untersuchen. Dies findet mithilfe einer Rntgenuntersuchung und Computertomografie statt. Standartmig wird zustzlich Blut des Patienten entnommen und untersucht, da bestimmte Werte erhht sind, sollte sich ein Tumor im Krper befinden.

Oft reichen diese Verfahren allein nicht aus, um eine sichere Diagnose zu stellen. Zustzlich wird in dem Fall eine Gewebeprobe aus dem Bereich entnommen, wo der Tumor vermutet wird. Das Gewebe wird unter einem Mikroskop untersucht. Handelt es sich um Knochenkrebs, knnen die Tumorzellen erkannt und nachgewiesen werden.

Behandlung
Welche Behandlung fr den Patienten in Frage kommt, hngt davon ab, um welche Art Tumor es sich handelt und in welchem Bereich des Krpers bzw. des Knochens er liegt. Zustzlich ist es wichtig zu wissen, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. In den meisten Fllen wird der Knochenkrebs jedoch zunchst mit einer Chemotherapie behandelt. Im Anschluss wird der Tumor whrend eines operativen Eingriffs entfernt. Whrend der Chemotherapie, wird mit speziellen Wirkstoffen und Mitteln versucht, den Tumor zu verkleinern. Konnte der Tumor bereits streuen, sollen auch die gestreuten Tumorzellen mithilfe der Chemotherapie zerstrt werden. Ist die Chemotherapie erfolgreich genug gewesen, findet im Anschluss der Behandlung eine Operation statt, bei der der Tumor entfernt wird. Sind trotz Chemotherapie noch Metastasen brig, also Tumorzellen die in andere Organe gestreut sind, mssen auch diese mithilfe der Operation entfernt werden. Nach der Operation findet in der Regel eine weitere Chemotherapie statt. Sind selbst nach dieser Behandlung immer noch Tumorzellen im Krper, wird oft auch eine Strahlentherapie durchgefhrt. Diese ist in der Regel jedoch kein blicher Eingriff bei einem Osteosarkom. Seit einigen Jahren erhht sich die Quote der berlebenden Patienten stetig. Jedoch muss trotzdem beachtet werden, dass die Heilungschance von einigen Umstnden und Bedingungen abhngig ist. So kommt es vor allem darauf an, seit wann der Tumor im Knochen heranwchst, wie gro er bereits geworden ist, wo er genau sitzt und wann der Knochenkrebs diagnostiziert wurde. Weitere Faktoren sind zum einen die Chemotherapie und zum anderen die Operation und die dazugehrige Entfernung des Tumors. Nicht immer ist die Chemotherapie erfolgsversprechend, was Auswirkungen auf die weitere Behandlung hat. Konnte der Tumor bereits streuen und andere Organe angreifen, wirkt sich dies negativ auf den Heilungsprozess aus.


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