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Neurodermitis

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Die Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine Hauterkrankung, bei der eine stndige Entzndung der Haut stattfindet. Schon leichte Berhrungen mit gewissen Stoffen knnen die Haut stark reizen. Neurodermitis ist nicht ansteckend. berwiegend sind Suglinge und Kinder betroffen, doch auch Erwachsene knnen unter dieser Krankheit leiden. Oft lsst die Krankheit mit dem Alter nach, sodass Jugendliche meist schon beschwerdefrei sind. In der Regel verluft die Krankheit in Schben. Betroffene haben daher auch Zeiten, in denen sie keine oder nur wenige Beschwerden haben. Bisher kann man eine Neurodermitis noch nicht heilen und lediglich die Symptome bekmpfen.

Ursachen
Es gibt mehrere Ursachen, die eine Neurodermitis auslsen knnen. So ist zum Einen die Schutzfunktionen der Haut gestrt und zum Anderen reagiert das Immunsystem, genetisch bedingt, zu stark auf uerliche Reize aus der Umwelt. Innerhalb von Familien tritt eine Neurodermitis hufiger auf, denn die Neurodermitis ist zu einem Groteil genetisch bedingt. Sind zudem beide Eltern erkrankt, besteht die Mglichkeit, dass die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Kind weitervererbt wird. Mittlerweile wurden zudem Gene nachgewiesen, die eine Neurodermitis begnstigen. Sie blockieren teilweise die Schutzfunktion der Haut und sorgen fr ein Ungleichgewicht der Immunzellen. Diese genetischen Ursachen machen Menschen jedoch nur anfllig fr eine Neurodermitis und sorgen nicht dafr, dass diese Hautkrankheit ausbricht. Zum Ausbruch kommt es erst wenn sich Umwelteinflsse und Vernderungen ungnstig auf den menschlichen Organismus auswirken. Ein Faktor ist beispielsweise ein Mangel an bestimmten Eiweien, die die Haut normalerweise strken. Fehlen diese Eiweie wird die Haut trocken und empfindlich fr uere Einflsse. Es kommt schnell zu juckenden Entzndungen. Hufig kratzen Betroffene die juckende Haut, was die Entzndung schnell verschlimmert. Ein weiterer Faktor ist das Immunsystem was auf Umwelteinflsse, wie Pollen oder Tierhaare, berreagiert und Abwehrstoffe produziert. Ist diese Ursache eingetroffen, entwickelt der Betroffene hufig Allergien. Viele Dinge knnen die Haut stark reizen. So sind bermiges Waschen der Haut, Hautkontakt mit Reinigungsmittel sowie bestimmter Kleidung groe Faktoren, die eine Entzndung der Haut begnstigen. Besteht bereits eine Neurodermitis, knnen sich besonders schnell Bakterien, Viren und Pilze ansiedeln, die erneute Entzndungen auslsen. Sehr hohe oder niedrige Temperaturen und giftige Abgase oder auch Zigarettenrauch reizen die Haut zustzlich. Hufig sind Betroffene psychisch stark belastet, was Stress und Unwohlsein bedeutet. Auch diese Faktoren knnen eine Neurodermitis verschlimmern.

Symptome
Die Symptome sind vor allem uerlich zu sehen. Die Haut erscheint trocken mit entzndeten und gerteten Stellen. Diese Stellen lsen starken Juckreiz aus. Oft bildet sich auf den entzndeten Stellen eine verdickte und raue Haut. Nicht selten entstehen auch Pusteln. Bei Suglingen und Kleinkindern verkrustet die Haut auerdem sehr schnell. Kinder haben besonders am Haaransatz, im Gesicht, an Ellenbogen, Beugefalten und den Kniegelenken entzndete Stellen auf der Haut. Jugendliche und Erwachsene haben eher im Nacken, an den Handgelenken und Hnden Entzndungen und Rtungen. Der Juckreiz kann pausenlos anhalten und verschlimmert sich oft am Abend und in der Nacht.

Der Juckreiz sorgt nicht selten dafr, dass Betroffene die entzndeten Stellen aufkratzen. Dies kann eine bakterielle Infektion auslsen, denn Keime knnen sich an aufgekratzten Hautstellen besonders schnell ansiedeln. Auch Viren oder Pilze knnen sich ansiedeln und Infektionen auslsen. Sie sorgen fr ein Nssen der Wunden und gelbe Verkrustungen. Betroffene knnen auerdem an Fieber und Anschwellungen der Lymphknoten leiden. Da es in diesem Fall zu schweren Komplikationen kommen kann, sollte nicht gezgert werden einen Arzt aufzusuchen.

Diagnose
Neurodermitis kann nicht auf dem ersten Blick nachgewiesen werden, da auch andere Erkrankungen hnliche Symptome haben. Ein wichtiger Hinweis kann allerdings das Alter sein, in dem die Krankheit ausgebrochen ist und ob hnliche Symptome vermehrt innerhalb der Familie aufgetreten sind. Typisch fr eine Neurodermitis ist auerdem der bliche, in Schben auftretender, Krankheitsverlauf. In den meisten Fllen wird ein Allergietest durchgefhrt. Betroffene, die an Neurodermitis leiden, haben einen erhhten Wert des Antikrpers E. Doch auch bei Menschen, die nur eine Veranlagung zur Neurodermitis haben, kann dieser Wert erhht sein. Hilfreich ist hierbei der sogenannte Prick-Test. Dabei werden verschiedene Allergen-Lsungen auf die Haut des Patienten aufgetragen, meist auf die Unterarm-Innenseite. Nach einigen Minuten findet eine Hautreaktion statt, die von dem Arzt bewertet werden kann. Um eine Neurodermitis jedoch eindeutig nachweisen zu knnen, muss eine Blutuntersuchung stattfinden, denn auch andere Allergien knnen auf diese Tests anschlagen.

Behandlung
Die Veranlagung einer Neurodermitis bleibt ber das gesamte Leben ber bestehen, weshalb diese Krankheit nicht zu heilen ist. Ziel der Behandlung ist daher das Eindmmen der Symptome. Oft knnen die Symptome mithilfe einer richtigen Therapie sogar vollstndig verschwinden. Eine feste Therapie gibt es jedoch nicht. Jede Behandlung muss je nach Patient angepasst werden. Allerdings gibt es einige Kriterien, die zu beachten sind. Dazu gehrt beispielsweise das Erkennen von Risikofaktoren, die eine Entzndung begnstigen. Sind diese Faktoren bekannt, sollten sie so gut es geht vermieden werden. Wichtig ist zudem, die Haut nicht austrocknen zu lassen. Um die Haut richtig zu reinigen und feucht zu halten, stehen einige Pflegemittel, wie Cremes oder Salben, zur Auswahl. Eine groe Belastung fr die Patienten ist der lang anhaltende Juckreiz, der bekmpft werden sollte. Denn das Aufkratzen der Haut kann zu neuen Entzndungen fhren. Um den Juckreiz und auch neue Entzndungen zu lindern und einzuschrnken, knnen verschiedene Mittel eingesetzt werden. Wichtig ist auch die richtige Hygiene und Pflege der Haut. Welche Pflegemittel geeignet sind, sollte mit dem Arzt abgeklrt werden. Einer erneuten Entzndung kann zudem vorgebeugt werden. Dazu dienen verschiedene Medikamente oder auch eine UV-Licht Behandlung. Hierbei sollte jedoch immer auf den Rat des Arztes gehrt werden. Bei Kindern unter 12 Jahren sollte auf eine Behandlung mit UV-Licht verzichtet werden. ber einem krzeren Zeitraum knnen auch Cremes und andere Mittel benutzt werden, die die Vermehrung von Keimen einschrnken. Bei jeder Infektion sollte aber immer ein Arzt aufgesucht werden, da manche Keime, insbesondere Pilze, lebensbedrohlich werden knnen.

Bei manchen Patienten ist eine Hyposensibilisierung sinnvoll. Sie sorgt dafr, dass das Immunsystem wieder an das Allergen gewhnt wird. Whrend dieser Therapie werden zunchst kleine Mengen des Allergens ber eine Spritze verabreicht. Die Dosis wird mit der Zeit immer mehr erhht. Allerdings sollte diese Behandlung immer von einem Arzt durchgefhrt werden, damit im Fall einer allergischen Reaktion sofort gehandelt werden kann.


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