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Typhus

Ursachen Symptome Diagnose Behandlung

Allgemeines
Typhus kann vor allem dann ausbrechen, wenn die hygienischen Umstnde in der Umgebung eher mangelhaft sind. bertragen wird die Krankheit von Mensch zu Mensch ber die Schmierinfektion. In vielen Fllen werden die Erreger ber Essen oder Trinken aufgenommen. Zudem kann es vorkommen, dass die Erreger ber mehrere Jahre in einem menschlichen Krper berleben knnen, ohne, dass die Person selbst an Typhus erkrankt. Allerdings scheidet die Person die Erreger immer wieder mit dem Stuhl aus und andere Menschen knnen sich anstecken. Die Gefahr an Typhus zu erkranken ist bei Suglingen und Menschen mit schwachem Immunsystem besonders hoch. Auch wenn eine Erkrankung des Verdauungstraktes vorliegt, ist das Risiko an Typhus zu erkranken hher.

Auch wenn es gewisse Risikogebiete gibt, kommen die Erreger auf dem gesamten Erdball vor. Jedes Jahr erkranken etwa 19 Millionen Menschen an Typhus, ungefhr 1% der Erkrankten sterben an den Folgen. Besonders hoch ist das Risiko an Typhus zu erkranken im Sdosten Asiens. Oft stecken sich beispielsweise Reisende an und bringen die Krankheit mit in das Heimatland.

Ursachen
Eine der grundlegenden Ursachen ist die kaum vorhandene oder komplett fehlende Hygiene in bestimmten Gebieten. Die Krankheit wird von zwei verschiedenen Bakterienarten ausgelst - zum Einen Salmonella enterica subsp. enterica serovar Typhi oder Salmonella typhi und zum Anderen Salmonella paratyphi. Die erste Bakterienart lst das schwerwiegende typhoide Fieber, fachsprachlich Typhus abdominalis genannt, aus. Das zweite Bakterium ruft das paratyphoide Fieber oder Paratyphus hervor.

Symptome
Beide Krankheitserreger lsen hnliche Symptome aus, wobei die Krankheit durch Salmonella paratyphi harmloser und oft ohne Komplikationen verluft. Infiziert sich ein Mensch mit Typhus, treten die ersten Symptome ungefhr nach eine Woche bis drei Wochen auf. Handelt es sich um den Erreger Salmonella typhi, entsteht das typische typhoide Fieber. Der Verlauf der Krankheit wird in vier unterschiedlichen Stufen bzw. Stadien eingeteilt. Das erste Stadium heit Stadium prodromale und lst Symptome wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen aus. Zustzlich kann ein eher leichtes Fieber entstehen. Das zweite Stadium, Stadium incrementi, zeigt sich nach ein bis drei Wochen mit erhhtem Fieber. Innerhalb von kurzer Zeit steigt das Fieber auf ber 40C an. Auch die Kopfschmerzen und Gliederschmerzen werden schlimmer. Hinzu kommen unangenehme Bauchschmerzen und Abgeschlagenheit. Nach weiteren ein bis drei Wochen setzt das dritte Stadium, das Stadium acmes, ein. Die Temperatur des Fiebers bleibt bei 40C, wobei der Puls weiterhin normal bleibt. Der Erkrankte fhlt sich nun richtig krank, ist teilnahmslos und hat keinen Appetit mehr. Auch uerlich zeigen sich die Symptome. Der Erkrankte fhlt sich hei an und sieht blass aus. Ein typisches Symptom ist die sogenannte Typhuszunge, die mit einem grauen Belag berzogen ist. In vielen Fllen leiden Betroffene zudem unter Verstopfung und einem Hautausschlag, der sich durch rtliche Flecken am Oberkrper und dem Bauchbereich zeigt. Hinzu kommt das Anschwellen der Milz. Das letzte Stadium wird Stadium decrementi genannt und hlt ungefhr fnf Wochen an. Whrend dieses Stadiums geht das Fieber zurck. Allerdings fhlt sich der Erkrankte in diesem Stadium besonders schlecht, da oft ein groer Flssigkeitsverlust entstanden ist. Viele Erkrankte nehmen whrend der Typhus Erkrankung auch rasch an Gewicht ab. Zudem lst sich die Verstopfung, jedoch treten stattdessen Durchflle auf. Da in den Ausscheidungen die Erreger vorhanden sind, ist die Ansteckungsgefahr in diesem Zeitraum besonders hoch. Die Beschwerden und Schmerzen im Magen und Darm sind im letzten Stadium besonders schlimm. Vor allem in diesem Stadium ist das Risiko fr mgliche Komplikationen hoch. Zu den Komplikationen gehren unter anderem Darmblutungen, ein Darmdurchbruch oder Blutgerinnselbildungen.

Nach dem letzten Stadium klingen die Beschwerden ab und dem Erkrankten geht es nach und nach wieder besser. Allerdings kann im Verlauf der Krankheit und der Besserung Haarausfall auftreten. In den meisten Fllen lsst dieser aber wieder nach. Ist die Krankheit berstanden, kann sie jedoch innerhalb eines Monats noch einmal auftreten.

Diagnose
Bei ersten Anzeichen von den bereits genannten Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Werden die Symptome dem Arzt geschildert, bieten diese schon erste Hinweise auf die Krankheit. Sollte der Patient kurz zuvor ein Risikogebiet bereist haben, muss auch dies unbedingt erwhnt werden. Oft reicht die Benennung der Symptome bereits aus, damit der Arzt mit der Behandlung beginnen kann. Um die Krankheit aber vollstndig nachweisen zu knnen, muss zunchst eine Blutuntersuchung stattfinden. Im Blut und auch im Knochenmark lassen sich die Erreger in den meisten Fllen endeutig nachweisen. In manchen Fllen kann auch eine Stuhlprobleme Aufschluss bieten. Wird das Blut untersucht, befinden sich auffllig wenige weie Blutkrperchen im Blut wenn die Krankheit gerade ausgebrochen ist. Auch wenn der Patient wieder gesund ist, sollte danach noch einmal sein Stuhl oder Blut untersucht werden, da sich die Erreger weiterhin im Krper befinden knnen, ohne, dass der Patient selbst noch erkrankt ist. In diesem Fall spricht man von einem ,,Dauerausscheider". Typhus ist meldepflichtig, vor allem dann, wenn es sich um einen Dauerausscheider oder Todesfall handelt.

Behandlung
Um Typhus zu bekmpfen, werden verschiedene Antibiotika verschrieben, die der Patient einnehmen muss. Oft ist es so, dass die Erreger gegen einzelene Medikamente bereits resistent sind. Selten kommt es vor, dass der Patient mit einer hohen Dosis Kortison behandelt werden muss. Whrend der Krankheit musss der Patient viel Flssigkeit zu sich nehmen, am besten Wasser. Vor allem dann, wenn er unter Durchfall leidet muss auf eine ausreichende Flssigkeitsaufnahme geachtet werden. Ein Medikament gegen Durchfall sollte nicht eingenommen werden, denn die Erreger werden in diesem Fall nicht mehr ausreichend ausgeschieden und verbleiben so lnger im Krper.

Ist der Patient wieder gesund, hat aber immer noch Erreger im Krper, sollte auch er mit Antibiotika behandelt werden. Die Behandlung dauert einige Wochen an. Oft sitzen die Erreger in diesem Fall in der Gallenblase. Sollten Medikamente nicht anschlagen, kann die Gallenblase ber eine Operation entfernt werden. Wer bereits an Typhus erkrankt ist, hat nach der Heilung oft einen Schutz gegen die Erreger aufgebaut. Um sicher zu stellen, dass die Krankheit gar nicht erst ausbricht, kann man mit einer Impfung vorbeugen. Werden Risikogebiete bereist, sollten Reisende auf die dortigen Hygienestandards achten, vor allem wenn es Lebensmittel betrifft. So sollte beispielsweise nur Wasser aus gekauften, noch verschlossenen Flaschen getrunken werden und auf rohes Obst und Gemse komplett verzichtet werden, da dies oft im verunreinigten Wasser gewaschen wird. Entschliet man sich gegen Typhus impfen zu lassen, erfolgt die Einnahme oft durch eine Tablette. Diese bietet den Schutz fr ungefhr ein Jahr. Erfolgt die Impfung ber eine Injektion, bleibt der Schutz fr drei Jahre. Allerdings sollte beachtet werden, dass die Impfungen vor dem Erreger ,,Salmonella paratyphi" nicht schtzen. Ob und welche Impfung am sinnvollsten ist, kann mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.


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